Ingenieurwissenschaften Studium

Wer ein ingenieurwissenschaftliches Fach studiert hat, ist weltweit eine gefragte Arbeitskraft. Aber was genau sind Ingenieurwissenschaften eigentlich? Und welche Arten von Ingenieur:innen gibt es? Wir zeigen dir, welche verschiedenen Ingenieurstudiengänge existieren und welche Fächer du studieren kannst.

Ingenieurwissenschaften sind ein anspruchsvolles Studien- und Arbeitsfeld. Sie werden auch Technikwissenschaften genannt, weil sich Ingenieurwissenschaftler:innen mit der Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Prüfung technischer Geräte beschäftigen. Das können kleine Maschinen, große Anlagen, Autos, Smartphones oder Küchengeräte sein. Aber auch Bauwerke wie Brücken, Tunnel, Kanäle oder Staudämme sind Ergebnisse der Ingenieurwissenschaften. Du hast Lust auf ein Studium der Ingenieurwissenschaften? Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du hast.

Klassische Fächer im Ingenieurwissenschaften-Studium

Zu den klassischen Fächern der Ingenieurwissenschaften gehören nach wie vor die Studiengänge Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik. Alle drei Fächer vermitteln allgemeines Wissen, in der Regel kannst du dich im Lauf des Studiums auf einen Teilbereich spezialisieren.

Im Fach Fahrzeugtechnik beschäftigst du dich mit aktuellen Fragen des Verkehrs: Du berechnest, simulierst und testest zum Beispiel neue Funktionen, neues Zubehör oder ganz neue Fahrzeuge und deren Sicherheit.

Studierst du Feinwerk- und Mikrotechnik, entwickelst du kleinste Bauteile der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, zum Beispiel speziell für die Medizintechnik.

Du kannst aber auch andere Schwerpunkte legen und dich für einen der folgenden Studiengänge entscheiden:

Zukunftskritische Felder im Ingenieurwissenschaften-Studium

Viele ingenieurwissenschaftliche Studiengänge beschäftigen sich mit Zukunftsthemen wie nachhaltiger Mobilität, moderner Infrastruktur oder innovativen Technologien. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die theoretische Planung, Konstruktion und Optimierung technischer Systeme.

Ein wichtiger Bereich ist das Fach Erneuerbare Energien/Energietechnik – hier beschäftigst du dich mit alternativen Energiequellen wie Wind, Sonne und Biogas. Außerdem entwickelst und planst du nachhaltige Energiesysteme für die Zukunft. Dabei geht es zum Beispiel um Energieeffizienz, Speichertechnologien und klimafreundliche Versorgungskonzepte. Wenn du später als Ingenieur:in für Erneuerbare Energien arbeiten möchtest, ist dieser Studienbereich besonders passend.

Auch die Luft- und Raumfahrttechnik zählt zu diesen Zukunftsfeldern. In diesem Studiengang beschäftigst du dich mit Fluggeräten, Raumfahrtsystemen und den damit verbundenen technischen Anforderungen. Dabei geht es zum Beispiel um moderne Antriebssysteme, Satellitentechnik, Werkstoffe und aerodynamische Berechnungen. Auch Forschung und Entwicklung spielen in diesem Studienfeld eine große Rolle.

Studiengänge, in denen Ingenieurwissenschaften eine Rolle spielen

Es gibt zudem Studiengänge, in denen du viele andere Inhalte lernst und dich dennoch mit ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen beschäftigst. Zu diesen interdisziplinären Studiengängen gehört zum Beispiel das Fach Biotechnologie: Im Studium entwickelst du neue Medikamente und beschäftigst dich mit dem effizienten Einsatz von Mikroorganismen bei Nahrungsmitteln. Du lernst technische und biologische Grundlagen kennen, unter anderem spielt auch die ingenieurwissenschaftliche Mess- und Verfahrenstechnik eine Rolle.

Im Fach Gebäudetechnik planst und baust du gebäudetechnische Komponenten und Anlagen. Neben naturwissenschaftlichen Fächern und IT-Inhalten bekommst du auch Wissen in Elektrotechnik und dem Bereich Erneuerbare Energien vermittelt. Und auch im Studiengang Umweltschutz kommst du mit den Ingenieurwissenschaften in Berührung. Du wirst dich zwar in erster Linie mit Naturwissenschaften, Mathematik, Wirtschaft, rechtlichen Fragen und Ökologie beschäftigen, aber auch mit Anlagen- und Verfahrenstechnik.

Solltest du in diesen Fächern feststellen, dass du dich lieber ganz auf das Ingenieurwesen im Studium konzentrieren willst, kannst du in einem anschließenden Master deinen Schwerpunkt in diese Richtung verlagern.

Diese Eigenschaften brauchst du für ein Studium der Ingenieurwissenschaften

Wenn du so gar nichts mit technischen Vorgängen, Mathe und Physik oder Chemie anfangen kannst, bist du im Ingenieurwissenschaften-Studium definitiv falsch. Denn um all diese Themen geht es in den Kursen an der Hochschule. Neben einem großen Interesse an Technik und den Naturwissenschaften ist auch der Spaß am Umgang mit Menschen von Vorteil, denn als Ingenieur:in erreichst du deine Ziele oft nur in Teamarbeit.

Je nach ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt solltest du auch zeichnen können und eine kreative Ader haben. Außerdem ist es von Vorteil, wenn du gerne planst und koordinierst. Um an einen der begehrten Hochschulplätze zu kommen, musst du an einigen Hochschulen ein Vorpraktikum nachweisen können. Manchmal müssen angehende Studierende auch einen bestimmten Numerus Clausus (NC) erfüllen oder einen hochschuleigenen Eignungstest absolvieren. Auch Englischkenntnisse sind im Studium und anschließend im Job wichtig. Möchtest du Theorie und Praxis enger verbinden, kommt als Alternative zum klassischen Hochschulstudium auch ein Duales Studium im Ingenieurwesen infrage.

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