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Studium Gesundheit und Pflege

Du bist kontaktfreudig und kannst dir vorstellen, beruflich mit hilfsbedürftigen Menschen zu arbeiten und dabei leitende Tätigkeiten zu übernehmen? Dann ist ein Job im Gesundheits- und Pflegewesen vielleicht genau das Richtige für dich. Hast du dein Abi in der Tasche, kannst du dich für einen der zahlreichen Studiengänge in dieser Branche entscheiden. Da die Menschen immer älter werden und dadurch stetig mehr Herausforderungen im Gesundheitswesen bewältigen werden müssen, ist die Nachfrage nach qualifiziertem Personal dementsprechend hoch. Ein Studium rund um Gesundheit und Pflege eröffnet dir viele Karrierewege. Erfahre hier, welche Studienmöglichkeiten es für dich gibt!

Gesundheit und Wirtschaft studieren

Du interessierst dich nicht nur für Gesundheit, sondern auch für Fragen rund um Wirtschaft und Recht? Dann solltest du über ein Gesundheitsmanagement-Studium nachdenken. Hier lernst du nicht nur medizinische Grundlagen, sondern darüber hinaus auch alles über die Betriebswirtschaftslehre. Dazu gehören Fächer wie beispielsweise Rechnungswesen, Statistik oder Personalführung. Mit dem verknüpften Wissen aus beiden fachlichen Richtungen bist du nach dem Studium bestens auf leitende und organisatorische Tätigkeiten in Krankenhäusern oder Gesundheitsämtern vorbereitet. Dort kontrollierst, planst und optimierst du medizinische Abläufe und triffst wichtige Personalentscheidungen. Ein verwandter Studiengang ist Pflegemanagement. Auch hier belegst du betriebswirtschaftliche Fächer. Daneben liegt der inhaltliche Fokus vor allem auf den Herausforderungen in der Pflege, die sich durch den demografischen Wandel ergeben. Du beschäftigst dich mit sozialwissenschaftlichen, soziologischen und psychologischen Themen. Um zu wissen, was im Arbeitsalltag auf dich zukommt, absolvierst du in beiden Studienfächern auch immer wieder Praxiseinheiten in Pflegeeinrichtungen.

Möchtest du dich auf wissenschaftlicher Ebene mit diesen Themen auseinandersetzen, kannst du Pflege- und Gesundheitswissenschaften studieren. Hier beschäftigst du dich mit Fragen rund um die Anforderungen an die medizinische Behandlung in einer modernen Gesellschaft: Wie kann die Pflege ressourcensparend optimiert werden? Wie können die Arbeitsbedingungen in Pflegeeinrichtungen verbessert werden? Um das zu beantworten, lernst du alles über medizinische und gesellschaftliche Grundlagen des Gesundheitswesens. Aber auch Fächer wie Recht oder Ethik stehen auf deinem Studienplan. Interessierst du dich besonders für gesunde Ernährung, ist vielleicht das Studium Haushalts- und Ernährungswissenschaften etwas für dich. Du lernst alles über Einflussfaktoren auf unsere Ernährung und die Auswirkungen von Ernährung auf Körper und Psyche. Dafür belegst du Grundlagen-Fächer wie Mathematik, Chemie, Biologie und Betriebswirtschaftslehre. Du lernst, mithilfe von Statistiken und Analysen, Veränderungs- und Optimierungsvorschläge für die private Haushaltsführung sowie für die Landwirtschaft zu entwickeln. Nach dem Studium kannst du beispielsweise für Verbraucherschutzorganisationen, in der Marktforschung oder Lebensmittelindustrie tätig sein und zu einer gesünderen Ernährung in der Gesellschaft beitragen. Zu einem gesunden Lebensstil gehört natürlich auch die körperliche Fitness. Interessierst du dich für den menschlichen Bewegungsapparat und die Auswirkungen von Bewegung auf Körper und Gesundheit, kannst du Sportwissenschaft studieren.

Medizin studieren

Bei den Tätigkeiten im Gesundheitswesen darf natürlich auch der Arzt-Beruf nicht fehlen. Du kannst dir vorstellen, kranke Patienten zu behandeln und als Arzt oder Ärztin in einem Krankenhaus oder sogar in einer eigenen Praxis zu arbeiten? Dann solltest du dich über das Medizin-Studium informieren. Hast du kein 1,0-Abi, lass den Kopf nicht hängen! Es gibt mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, wie beispielsweise eine Ausbildung oder den sogenannten Medizinertest, mit denen du deinen Notendurchschnitt verbessern kannst und vielleicht doch noch deinen Traum-Studienplatz erhältst. Wichtig ist, dass du dich frühzeitig informierst und viel Fleiß und Ehrgeiz mitbringst. Hast du einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, bereitet dich das Studium auf die Arbeit als Arzt vor. Du vertiefst deine natur- und sozialwissenschaftlichen Grundkenntnisse und lernst alles über den menschlichen Körper, mögliche Erkrankungen und ihre Behandlungen. Während des Studiums absolvierst du mehrere Praktika sowie das sogenannte „Praktische Jahr“ und lernst somit die praktische Arbeit in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis kennen. Im Laufe deines Studiums übernimmst du immer mehr Verantwortung, sodass du irgendwann selbst Diagnosen stellen und Therapien vorschlagen kannst. Das Zahnmedizin-Studium läuft ähnlich ab. Du lernst auch hier alles über den menschlichen Körper. Darüber hinaus beschäftigst du dich besonders mit dem menschlichen Mundraum. Krankheiten in diesem Bereich hängen oftmals auch mit anderen Vorgängen im Körper zusammen. Du lernst, solche Zusammenhänge zu erkennen und die richtigen Behandlungsmethoden anzuwenden.

Interessierst du dich in erster Linie für die Erforschung und Herstellung von Medikamenten, passt vielleicht das Pharmazie-Studium zu dir. Du belegst Fächer wie Pharmazeutische Chemie, Biologie, Toxikologie oder Krankheitslehre und lernst unterschiedliche Formen von Arzneimitteln kennen. Auch hier absolvierst du ein spezielles Praktikum, meistens in einer Apotheke. Das ist auch der Arbeitsplatz, an dem die meisten Pharmazie-Studenten nach dem Studium arbeiten. Daneben kannst du aber beispielsweise auch in der Forschung, Entwicklung oder Qualitätssicherung tätig sein.

Therapien studieren

Möchtest du Menschen durch entsprechende Therapiemethoden dabei helfen, ihre physischen Beschwerden zu mildern und ihre Bewegungsfreiheit zurückzuerhalten, kannst du Physiotherapie studieren. Hier setzt du dich mit den Grundlagen der menschlichen Anatomie und der Bewegungslehre auseinander. In fachspezifischen Fächern wie Diagnostik, Rehabilitation und Prävention oder Manuelle Therapie beschäftigst du dich mit Krankheitsbildern und ihren Behandlungsmethoden. Das Studium ist sehr praxisorientiert, weshalb auch mehrere Praktika in Kliniken oder Reha-Zentren in deinen Studienplan integriert sind.

Ein verwandtes Studienfach ist die Ergotherapie. Als Ergotherapeut unterstützt und begleitest du Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit physisch oder psychisch eingeschränkt sind. Das sehr praxisorientierte Studium bereitet dich mithilfe sozialwissenschaftlicher Inhalte speziell auf die Arbeit mit Menschen vor. Ein gewisses Feingefühl und ein gutes Gespür für Menschen solltest du also schon von vornherein mitbringen. Du belegst Fächer wie Prävention und Gesundheitsförderung, Neurorehabilitation, Ethik, Recht oder auch Gesundheitsökonomie.

Hast du ein spezifisches Interesse an der Diagnose, Therapie und Erforschung von Sprach-, Stimm-, Schluck- oder Hörstörungen, passt vielleicht das Studienfach Logopädie zu dir. Du arbeitest mit Erwachsenen und Kindern zusammen und verbesserst durch entsprechende Behandlungsmethoden die Kommunikationsfähigkeit deiner Patienten. Im Studium lernst du medizinische Grundlagen und Fachwissen rund um Ätiologie, Symptomatik und Diagnostik. Auch Inhalte aus Nachbardisziplinen wie Psychologie, Phonetik und Sonderpädagogik können auf deinem Studienplan stehen.

Die drei Fächer Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sind fachlich eng miteinander verknüpft und werden an einigen Hochschulen auch als gemeinsames Therapien-Studium angeboten. Hier beschäftigst du dich mit den wichtigsten Inhalten der nichtärztlichen Therapien, auch Kunst- oder Musiktherapie können dazuzählen. Das Studium ist dementsprechend sehr vielfältig: Sowohl Fächer wie Biomedizin, als auch Sprachtherapeutik oder Psychologie können auf deinem Studienplan stehen. Studierst du eines dieser Studienfächer aus dem Bereich Gesundheit und Pflege, stehen dir nach Abschluss viele Möglichkeiten offen.

 

Technik und Gesundheit studieren

Du bist fit, wenn es um IT geht, und interessierst dich gleichzeitig für ein Studium rund um Gesundheit? Dann kannst du Medizininformatik studieren. Das Fach verbindet modernste Informationstechnologien mit Fragen aus dem Gesundheitswesen. Medizininformatiker entwickeln Modelle und Simulationen, um Therapien zu verbessern und Diagnosen zu vereinfachen. Im Studium lernst du Grundlagen der Informatik wie Mathematik, Statistik oder Softwareentwicklung, aber auch spezifisches Fachwissen im Hinblick auf Fragen rund um Medizin, Gesundheit und Pflege. Du hast Fächer wie Biosignalverarbeitung, E-Health, Biometrie oder Medizinische Dokumentation. Medizininformatiker werden im Hinblick auf die Herausforderungen des digitalen Wandels auch in Zukunft sehr gefragt sein.

Hast du Interesse am Ingenieur-Beruf, kannst du auch Medizintechnik studieren. Hier wirst du zum Ingenieur mit dem Fokus auf medizinische Verfahren und Geräte ausgebildet. Medizintechniker entwickeln beispielsweise neue und verträglichere Operationsverfahren. Im Studium vertiefst du daher dein ingenieur- und naturwissenschaftliches Fachwissen. Du lernst alles über die menschliche Anatomie, die wichtigsten Krankheitsbilder und natürlich die medizinische Gerätetechnik. Wenn du dich dagegen speziell für die Herstellungsverfahren von Arzneimitteln interessierst, passt vielleicht das Studienfach Pharmatechnik besser zu dir. Mithilfe von biochemischen und physikalischen Fächern lernst du alles über die Arzneimittelproduktion. Da es sich dabei um einen komplexen und verantwortungsvollen Prozess handelt, stehen auch Fächer wie Rechtswesen oder Wirtschaftswissenschaften auf deinem Studienplan.

Studium Gesundheit und Pflege - Passt das zu dir?

Möchtest du Gesundheit und/oder Pflege studieren, stehen dir viele Möglichkeiten offen. Je nachdem für welche Richtung du dich entscheidest, musst du natürlich auch gewisse Voraussetzungen mitbringen. Grundsätzlich brauchst du für ein Studium die Fachhochschulreife, je nach Hochschule sogar das Abitur. Während die Zulassung für das Medizin-Studium über den Numerus Clausus geregelt wird, kann es bei anderen Studienfächern auch andere Verfahren geben. Möchtest du beispielsweise Pflege studieren, musst du oftmals schon vor dem Studium ein Praktikum, wenn nicht sogar schon eine Berufsausbildung vorweisen können. Entscheidest du dich für ein Gesundheit-Studium, bei dem du Menschen medizinisch behandelst oder sie durch Therapien unterstützt, solltest du kein Problem mit Körperkontakt haben. Außerdem ist Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme das A und O in diesen Berufen. Egal, ob du in einer leitenden Position in einem Krankenhaus tätig sein willst, neue Therapien oder effizientere medizinische Geräte entwickeln möchtest: Du solltest ein allgemeines Interesse am Gesundheits- und Pflegewesen mitbringen, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und neuen Krankheitsbildern. Bist du ehrgeizig und fleißig, kannst du mit einem solchen Studium einiges erreichen und für einige Menschen die Welt vielleicht sogar ein Stückchen besser machen.

Deine Berufs- und Karriereaussichten

Um deine Karrierechancen nach einem Studium rund um Gesundheit und Pflege zu steigern, hast du die Möglichkeit, an deinen Bachelorabschluss noch einen Masterstudium dranzuhängen und dich somit womöglich fachlich noch weiter zu spezialisieren. Je spezifischer dein Fachwissen, desto unersetzbarer bist du später im Beruf. Eine Anstellung findest du je nach Fachrichtung in Institutionen wie Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, Praxen, Apotheken, Krankenkassen, Gesundheitsämtern, Pharmakonzernen oder auch Forschungseinrichtungen. Arbeitest du lieber selbstständig und stellst dich gerne neuen Herausforderungen, stehen dir auch alle Wege offen, eine eigene Arzt- oder Therapie-Praxis oder ein eigenes Unternehmen zu gründen.