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Das erwartet dich im Studium

  • Was sind die natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin?
  • Wie ist der menschliche Körper aufgebaut?
  • Wie funktioniert der menschliche Körper?
  • Welche Erkrankungen gibt es und woran erkennt man sie?
  • Welche Heilmethoden und Therapien gibt es?

Das lernst du im Studium

Das Medizin-Studium besteht aus zwei Abschnitten, der sogenannten Vorklinik und einem praktischen Abschnitt, der Klinik. In der Vorklinik werden die natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin, der Aufbau des menschlichen Körpers und seine Funktionsweise gelehrt. Dazu werden die angehenden Mediziner in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie, Biologie, Physik, Anatomie, Physiologie und medizinische Psychologie unterrichtet. Ein weiterer Bestandteil ist die Erste-Hilfe-Ausbildung sowie ein Krankenpflegepraktikum. Nach den ersten vier theoretischen und sehr lernintensiven Semestern endet die Vorklinik mit der ersten ärztlichen Prüfung, dem sogenannten Physikum. Viele Studenten scheitern an dieser ersten Hürde.

Ist die Prüfung aber bestanden, folgt der klinische Abschnitt, in dem sich der Praxisbezug erhöht. Die Studenten lernen Krankheiten, deren Symptome und Heilmethoden kennen. Der Zusammenhang zu den einzelnen Fachgebieten, wie Chirurgie, Neurologie, Orthopädie und zur Allgemein- und Rechtsmedizin ist ebenso Teil des Studiums.  In der Klinik sind die Studenten nun regelmäßig mit Patienten in Kontakt und erhalten somit einen Einblick in den praktischen Teil des Arztberufes. Spätestens aber in der Famulatur, einem viermonatigem Praktikum in einem Krankenhaus und einer Arztpraxis, bereiten sich die Studenten auf die Tätigkeit eines Arztes vor.

Nach vier Jahren des klinischen Abschnitts folgt das "Praktische Jahr" (PJ). In dieser Phase müssen die Studenten drei weitere Studienabschnitte, jeweils vier Monate, absolvieren. Dabei erlangen sie Wissen über die Innere Medizin, die Chirurgie und ein Wahlfach. Sie arbeiten eigenverantwortlich, aber unter stetiger Aufsicht eines Ausbildungsarztes, im täglichen Betrieb eines Krankenhauses und stellen eigene Diagnosen oder arbeiten Vorschläge für die Therapie von Patienten aus.

Im Anschluss an das PJ folgt die zweite ärztliche Prüfung und somit der letzte Schritt auf dem Weg zur Approbation (Zulassung zur Berufsausübung). Wegen des hohen Schwierigkeitsgrades wird die Prüfung auch "Hammerexamen" genannt.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Bewerbungsverfahren für das Fach Medizin läuft zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung. Da es mehr Bewerber als freie Studienplätze gibt, werden diese an die Bewerber mit den besten Abitur-Durchschnittsnoten und an jene mit den längsten Wartezeiten vergeben. Wer im Wintersemester 2017/2018 im Rahmen der Abiturbestenquote einen Studienplatz erhalten wollte, brauchte in 13 Bundesländern einen Abiturschnitt von 1,0. In Hamburg und Niedersachsen brauchte man einen Schnitt von 1,1 und in Schleswig-Holstein reichte die Durchschnittsnote 1,2. Bewerber, die den erforderlichen Schnitt nicht vorweisen konnten, müssen warten. Wurde das Abitur zum Beispiel mit einer 2,9 abgeschlossen, müssen mindestens 14 Wartesemester zwischen Abitur und Studienbeginn liegen. Bleibt noch das Auswahlverfahren der Hochschulen, wonach 60 Prozent der Studienplätze an Bewerber gehen, die eine Berufsausbildung abgeschlossen, gute Leistungen im Test für medizinische Studiengänge erbracht oder ehrenamtlich gearbeitet haben. Doch auch, wer auf die Auswahl durch die Unis setzt, könnte am Ende über sein Abi stolpern. Denn selbst bei diesem Verfahren "muss die Abiturdurchschnittsnote einen maßgeblichen Einfluss behalten", so die Stiftung für Hochschulzulassung.

Bis man sich offiziell Arzt nennen und den Beruf ausüben darf, sind also viele Hürden zu meistern: Die Regelstudienzeit für Humanmedizin beträgt zwölf Semester und drei Monate. Aber auch danach ist es mit dem Lernen nicht vorbei. Die Tätigkeit als selbstständiger Arzt setzt eine vier- bis sechsjährige Weiterbildung zum Facharzt und eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet voraus. Die Auswahl ist groß. Vom Dermatologen bis zum Nuklearmediziner kann man sich zwischen mehr als 30 verschiedene Facharztrichtungen entscheiden. Die angehenden Fachärzte arbeiten zunächst als Assistenzärzte bis die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen ist. Einen Doktortitel hat man damit aber nicht automatisch. Dafür muss eine Dissertation, also eine wissenschaftliche Arbeit, verfasst und mündlich verteidigt werden. Es ist jedoch nicht zwingend notwendig, mit der Doktorarbeit erst nach dem Abschluss zu beginnen, sie kann auch schon während des Studiums geschrieben, nicht aber eingereicht werden. Der beste Zeitpunkt für die Dissertation ist natürlich individuell verschieden, es empfiehlt sich jedoch, erst nach der Vorklinik mit dem entsprechenden Grundwissen an den Start zu gehen.

Nach dem Studium

Nach der Assistenzzeit kannst du in einem Krankenhaus oder bei einem Sanitäts- und Rettungsdienst arbeiten oder dich mit einer eigenen Praxis selbständig machen. Auch eine Anstellung als Betriebsarzt in einem Unternehmen kommt in Betracht. Alternative Arbeitsmöglichkeiten findest du beispielsweise in der medizinischen Forschung. Zudem kommt eine Tätigkeit als Fachjournalist, als Forscher für Pharmaunternehmen oder beim Gesundheitsamt infrage.

Einstieg Reality-Check

Fit in Bio, Chemie, Physik

Sorgfalt und Genauigkeit

Verantwortung übernehmen

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