Gender Studies Studium Uni

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Das erwartet dich im Studium

  • Im Gender Studies Studium durchleuchtest du die Bedeutung der Geschlechter in allen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen, wobei du lernst, zwischen dem biologischen und dem gesellschaftlichen Geschlecht zu differenzieren.
  • Das interdisziplinäre Studienfach verbindet Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und bezieht aktuelle Rahmenbedingungen politischer und wirtschaftlicher Art, wie etwa Flucht und Migration, in die Forschung mit ein.
  • Du setzt dich mit Fragen um Differenz und Hierarchie, Stereotypen und Rollenklischees auseinander, wie sie in den unterschiedlichsten Themenbereichen bestehen. Gendergesichtspunkte können auf nahezu jedem Gebiet interessante Analysen ermöglichen.
  • Du erforschst unterschiedliche Formen der Diskriminierung etwa bezüglich Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Herkunftsmilieu oder Sexualität und ihre Verschränkung.
  • Auch Untersuchungen und Theorien zum Themenfeld Normierungen der Sexualität, Postkolonialismus oder Weißseinsforschung in der Gegenwart werden kritisch beleuchtet.

Gender Studies

Ein Aufreger dieser Tage, kontrovers diskutiert, vielgescholten oder euphorisch begrüßt: die Genderthematik. Wenn du dich für Geschlechterrollen aus kultur- und sozialwissenschaftlicher Sicht interessierst, ist ein Gender Studies Studium vielleicht die richtige Wahl für dich. In diesem Studium entschlüsselst du tradierte Verhaltensweisen der Geschlechter, die unsere Gesellschaft bis heute prägen.

Das lernst du im Studium

Im Gender Studies Studium wird anhand von kultur- und sozialwissenschaftlichen Quellen aufgezeigt, wie die heterosexuelle Zweigeschlechtlichkeit – mit wenigen Ausnahmen –  Gesellschaften organisiert hat und es bis heute tut. Wenn du dich für ein Gender Studies Studium entscheiden möchtest, solltest du die Entwicklung der Frauenbewegung und ihre weitreichenden Errungenschaften interessant finden. Außerdem solltest du die teils ungeschickten Versuche, tradierte Geschlechterrollenmodelle beispielsweise in gängigen Sprachregelungen aufzubrechen, nicht pauschal als Genderwahnsinn abtun. Viele der Fachtexte und aktuellen Studien, die im Rahmen des Studiums gelesen werden müssen, stehen ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung. Daher ist es wichtig für dich, Englisch gut bis sehr gut zu beherrschen.

In dem interdisziplinär angelegten und noch jungen Studienfach geht es darum, unterschiedliche Themen und Wissenschaftsgebiete unter Gendergesichtspunkten zu analysieren. Ausgehend von jahrhundertealten überlieferten Geschlechterrollen und festgeschriebenen Macht- und Hierarchieverhältnissen werden bis heute bestehende Diskriminierungen aufgezeigt. Studienthemen wie Queer-Theory oder Postkoloniale Studien erlauben Rückschlüsse auf aktuelle Formen der Diskriminierung nicht nur bezüglich des Geschlechts. Bis in unsere Zeit gibt es Zurücksetzungen etwa wegen der Herkunft, der Hautfarbe oder der sexuellen Orientierung.

Im Allgemeinen ist das Gender Studies Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen zulassungsbeschränkt. Der Numerus clausus unterscheidet sich von Universität zu Universität und variiert jedes Jahr abhängig von der Zahl der Bewerber.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Je nach Hochschule kannst du den Studiengang Gender Studies, Gender and Diversity oder Geschlechterforschung studieren. Das grundständige Studium dauert zwischen sechs und acht Semester. In den ersten Semestern geht es um Grundlagenwissen zur Geschlechterforschung in den Kultur- und Sozialwissenschaften. Später, meist im dritten Semester, hast du dann auch die Möglichkeit, individuelle Vertiefungsrichtungen zu belegen und dich zum Beispiel auf die Genderthematik hinsichtlich der aktuellen Flüchtlingsbewegungen oder in Bezug auf Normierungen in der Sexualität oder auf eine andere Fachrichtung zu fokussieren.

Während des Gender Studies Studiums absolvierst du mindestens ein Praktikum im In- oder Ausland. Du solltest dich bei deiner Wahl für einen Themenbereich entscheiden, der dich besonders interessiert – vielleicht wird dein Praktikumsplatz zum späteren Arbeitsplatz. Denkbar sind neben sozialen Institutionen, Einrichtungen der Entwicklungshilfe oder NGOs auch medizinische Einrichtungen, die sich für Geschlechtergleichheit in der medizinischen Forschung starkmachen.

Das Gender Studies Studium gehört meist zur Philosophischen Fakultät und schließt in der Regel mit einem Bachelor of Arts ab. Du kannst danach um weitere vier Semester verlängern und deinen Master in Gender Studies machen. Wenn du Gender Studies nicht als Kernfach, sondern als Nebenfach studierst, kannst du die Studienrichtung beispielsweise mit Geschichte, Politikwissenschaft oder Ethnologie kombinieren.

Spätere Berufe und Branchen

Nach deinem Abschluss des Studiengangs Gender Studies kannst du als Gleichstellungs- oder Frauenbeauftragter oder auf dem Gebiet des Gender Trainings im Personalwesen in der Wirtschaft oder Verwaltung arbeiten. Deine Kompetenzen, die Geschlechterrollen zu reflektieren, sind fast überall gefragt. Also kommen auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Kultureinrichtungen und Medien, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit oder Nichtregierungsorganisationen als mögliche Arbeitgeber in Frage.

Daneben bieten sich nach dem Gender Studies Studium Tätigkeiten in der Meinungsforschung oder der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und im Journalismus an. Mit einem Masterabschluss kannst du möglicherweise in eine Führungsposition einsteigen.

Gehalt nach dem Studium

Die Höhe deines Gehalts schwankt je nach Arbeitgeber, deiner eigenen Spezifikation und hängt auch davon ab, ob du im Aus- oder Inland arbeitest. Sehr günstig ist es, bereits während des Studiums in den Praktikumszeiten Kontakte zu knüpfen. Damit vergrößert sich die Chance auf einen guten Job.

Im Beruf:

Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines ausgebildeten Spezialisten für Gender Studies zwischen 3.800 und 5.200 Euro.

Einstiegsgehalt:

Als Absolvent der Gender Studies liegt dein Einstiegsgehalt bei etwa 2.500 bis 2.900 Euro pro Monat.

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