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Studieren in Frankreich

Viele verbinden Frankreich mit gutem Essen, Meer oder tollen Urlauben. Unser Nachbarland zeichnet sich aber auch durch die vielen ausgezeichneten Hochschulen aus. Du möchtest auf Französisch studieren und hast bereits eine Uni im Blick? Wir informieren dich rund um das Thema Studieren in Frankreich.

  • Was kostet Studieren an der Universität in Frankreich? Rechne vor deinem Auslandsstudium alle Posten für Lebenshaltung, Versicherung und Studium gut durch.
  • Es gibt viele Finanzierungsmöglichkeiten für das Studieren in Frankreich: Informiere dich über die zahlreichen Stipendien und Auslands-BAföG.
  • Die Allgemeine Hochschulreife und gute Französischkenntnisse sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein Studium in Frankreich.
  • Die Bewerbung an den französischen Hochschulen findet für Erstsemester über eine zentrale Online-Plattform statt.
  • In Frankreich gibt es circa 6.000 Hochschulen: Grundsätzlich ist zwischen drei Hochschulformen zu unterscheiden: Université, IUT und Grande École.
  • Wie ist das Studium an französischen Hochschulen aufgebaut? Wir informieren über Studienlänge und Abschlüsse.
  • Studieren in Frankreich? Alle guten Gründe, die dafür sprechen, auf einen Blick.
  • Deutsche und französische Hochschulen im Vergleich: kleine, aber feine Unterschiede.

Studieren in Frankreich, was kostet das?

Studieren und dabei eine Fremdsprache besonders gut zu lernen war schon immer dein Traum? Vielleicht konkret auf Französisch studieren? Wenn du das in Frankreich tun willst, solltest du die Kosten für Studium, Lebenshaltungskosten und sonstige Ausgaben vorher unbedingt einmal durchrechnen. Oft gibt es Finanzierungsmöglichkeiten wie ein Stipendium oder einen Auslandskredit. Wir helfen dir bei der Orientierung:

Studiengebühren (Immatrikulationsgebühren)

Studiengebühren gibt es in Frankreich eigentlich schon seit 2011 nicht mehr, dafür zahlst du aber einmal jährlich Immatrikulationsgebühren, die je nach Hochschule und angestrebtem Studium variieren können. Hinzu kommt für dich dann noch ein einmaliger Beitrag beim Studierendenwerk (CROUS), der vor der Anmeldung an der Hochschule zu zahlen ist. Dieser Pflichtbeitrag (Contribution Vie Etudiante et de Campus) liegt bei 90€. 

Da Bildung in Frankreich staatlich subventioniert wird, fallen die Studiengebühren im internationalen Vergleich immer noch vergleichsweise gering aus. Für einen Bachelor-Studiengang musst du beispielsweise mit circa 180 Euro Einschreibungsgebühren rechnen, für ein Master-Studium mit 250 Euro und für ein Doktoranden-Studium mit 390 Euro. Ein Medizin-Studium kann bis zu 500 Euro jährlich kosten. Wenn du ERASMUS Student bist, dann hast du Glück, denn dann entfallen für dich die Studiengebühren an den staatlichen Hochschulen.

Du hast dich für eine private Hochschule oder eine prestigeträchtige Grande École entschieden? Dann musst du mit bedeutend höheren Gebühren rechnen. Allein die Aufnahmeprüfung kann dort bis zu 1.400 Euro kosten. An der Wirtschaftshochschule EDHEC solltest du zusätzliche 14.000 Euro Studiengebühren jährlich einkalkulieren. Bei den Grandes Écoles sind sogar bis zu 20.000 Euro pro Jahr möglich. Eine gute Übersicht über die Studiengebühren findest du hier.

Versicherung

In Frankreich gilt für Studenten Versicherungspflicht. Ohne diese kannst du dich gar nicht an der Universität in Frankreich einschreiben. Versicherungsansprüche sind durch die Sozialversicherungsabkommen der Europäischen Union geregelt. Damit es im Krankheitsfall in jedem Fall zu einer Kostenübernahme kommt, solltest du dir eine Europäische Krankenversicherungskarte ausstellen lassen. Die Auslandskrankenversicherung wird in der Regel auch von den gesetzlichen und privaten Versicherungen in Deutschland für das europäische Ausland angeboten. Kläre vor Beginn des Studiums unbedingt, welche Krankheitsfälle abgedeckt sind. Teure Rücktransporte beispielsweise sind zumeist nicht eingeschlossen. Sollten die Leistungen deiner Versicherung also nicht ausreichen, kannst du zusätzlich noch eine private Auslandskrankenversicherung abschließen, die in der Regel eine Laufzeit von 48 Monaten hat. Darin enthalten sind dann auch ambulante, stationäre Behandlungen etc. sowie der Rücktransport nach Deutschland. Wenn du nicht nur im Krankheitsfall gut versichert sein willst, kannst du zusätzlich auch noch eine Haftpflicht- oder Gepäck- oder Reiserücktrittsversicherung abschließen.

Lebenshaltungskosten

Zu den Lebenshaltungskosten zählen alle monatlichen Ausgaben wie Miete samt Nebenkosten, Nahrungsmittel, Bekleidung, Sport- und Freizeitaktivitäten sowie notwendige Anschaffungen von der Unilektüre bis hin zu Kopien, Stiften usw. Je nachdem wo du studierst, können die Lebenshaltungskosten sehr variieren. In Paris liegen sie mit 1.000 Euro sehr hoch, in anderen Städten fallen sie mit Kosten zwischen 500 und 800 Euro geringer aus. Du benötigst zum Studium in jedem Fall den Nachweis, dass du die finanziellen Mittel hast, den Aufenthalt in Frankreich zu finanzieren.

So könnten deine monatlichen Lebenshaltungskosten aussehen: 

  • Unterkunft: zwischen 150 und 600 Euro
  • Verpflegung: zwischen 210 und 300 Euro
  • ÖPNV (Bus, Metro): zwischen 20 und 60 Euro
  • Internet/Handy: zwischen 20 und 40 Euro
  • Sport/Freizeit/Reisen: variiert
  • Insgesamt: zwischen 600 und 1.000 Euro plus Studiengebühren (s.o.)

Je nachdem wo du während deines Studiums wohnst – im Studentenwohnheim (hier ist es am günstigsten), in einer WG oder in einer eigenen Wohnung –, können sich deine Lebenshaltungskosten entweder radikal reduzieren oder erhöhen. Entscheidend ist auch die Region, in der die Hochschule liegt.

Studieren in Frankreich: Finanzierungsmöglichkeiten

Falls du oder deine Familie das Geld für ein Studium in Frankreich nicht aufbringen kann, gibt es eine Reihe von Fördermöglichkeiten:

  • BAföG beispielsweise kannst du als Studierender auch im Ausland beziehen. Deinen Antrag solltest du möglichst sechs Monate vor Beginn deines Auslandsstudiums eingereicht haben. Für einen BAföG-geförderten Aufenthalt in Frankreich ist das Amt in Bingen zuständig. In der Regel gibt es beim Auslands-BAföG auch noch Zuschläge.
  • Zahlreiche Stipendien, Sprachkurse oder Praktika für ein Studium in Frankreich vergibt auch der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Sobald du sicher einen Platz an einer Partnerhochschule hast, kannst du dich dort in der Online-Stipendiendatenbank umschauen und auf ein Förderprogramm bewerben.
  • Auch das DFJW, das Deutsch-Französische Jugendwerk, bietet zahlreiche Stipendien für das Studieren in Frankreich an.
  • Für Auslandssemester bietet das EU-Programm Erasmus + finanzielle Unterstützung. Es ist das weltweit größte internationale Stipendienprogramm, Hochschulen aus 33 europäischen Staaten beteiligen sich daran. Die Fördersumme beträgt je nach Zielland zwischen 150 und 500 Euro im Monat und wird zwischen drei und zwölf Monate lang gezahlt. Außerdem müssen Erasmus-Studierende an ihrer Gast-Hochschule keine Studiengebühren bezahlen.
  • Eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten findest du auf der Website campusfrance.org. Abgesehen von Studienstipendien werden hier auch nützliche Hinweise auf staatliche Fördermittel wie Wohn- und Kindergeld gegeben.

Hast du eine Hochschule gefunden, an der du Französisch studieren möchtest, empfiehlt es sich, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, um eventuell das richtige Stipendium zu finden. Mit ein bisschen Glück kann das Stipendium die gesamten Kosten deines Studiums abdecken. Falls du über kein Stipendium oder einen Kredit verfügst, hast du als internationaler Student das Recht, 20 Stunden in Teilzeit zu arbeiten, um dir dein Studium selbst zu finanzieren.

Voraussetzungen für ein Studium in Frankreich

Grundvoraussetzung für das Studieren in Frankreich ist die allgemeine Hochschulreife (dem französischen baccalauréat gleichgestellt) oder das europäische oder deutsch-französische Abitur, DELF / DALF sowie ein Nachweis deiner Kenntnisse der französischen Sprache. Kannst du im Französisch Leistungskurs eine ausreichende Note nachweisen, befreit dich das automatisch von der Sprachprüfung. Manche Hochschulen prüfen die Französischkenntnisse in eigenen Tests oder verlangen Sprachbescheinigungen und Bewerbungsschreiben. Einige Fächer – medizinische oder sozialwissenschaftliche beispielsweise – sind nur zugänglich, wenn du ein spezifisches Abitur gemacht hast. Darum empfiehlt es sich, die Zulassungsqualifikationen, die im Einzelnen vorausgesetzt werden, mit der Hochschule im Einzelfall abzuklären. Für die Grande École, die französische Eliteschule, wird oft ein bac+2 Level vorausgesetzt, was dem dritten Jahr der universitären Ausbildung entspricht.

Französisch studieren in Frankreich: Die Bewerbung

Wenn du in Frankreich studieren willst, ist es ratsam, alle notwendigen Unterlagen schon sehr früh zusammen zu haben, da die Bewerbungsfrist im Vergleich zu Deutschland schon früh beginnt. Für die Einschreibung zum 1. Jahr des Bachelor heißt das für dich als Studienanfänger konkret, dass du dich zwischen Januar und März bereits für das Wintersemester bewirbst, das im September beginnt. Alle Anmeldeunterlagen sollten spätestens bis zum 3. April eingereicht sein. Das Anmeldeverfahren für Erstsemester läuft seit 2018 über die zentrale landesweite Online-Plattform parcoursup. Die Verteilung der Studienplätze erfolgt dann zwischen Mitte Mai und Ende Juli. Für andere Jahrgänge der Bachelor- und Masterstudiengänge gilt eine andere Regelung mit anderen Einschreibungsfristen: die Unterlagen müssen direkt an der jeweiligen Hochschule angefordert werden, die Fristen sind von Uni zu Uni anders, frühes Nachfragen ist also in jedem Falle empfehlenswert. Detaillierte Informationen zur Immatrikulation findest du bei Campus France. Wichtig zu wissen: In Frankreich kannst du dich an mehreren Universitäten bewerben, sowohl für den gleichen als auch für andere Studiengänge. EU-Abiturienten werden bei der Bewerbung an allen Universitäten vorrangig behandelt. Du kannst dich nur zum Wintersemester an einer französischen Uni einschreiben, es sei denn du bist Erasmus-Student, dann darfst du als Austauschstudent auch im Sommersemester anfangen.

Studium in Frankreich – Hochschulformen und Aufbau

In Frankreich gibt es circa 3.000 staatliche und 3.000 private Hochschulen. Zu unterscheiden ist grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Hochschulformen und einigen spezialisierten Hochschulen:

Université (Forschung und Lehre)

Die Universités bieten ein sehr umfangreiches Angebot an Studiengängen, unterteilt in Fachbereiche (UFR – unité de formation et de recherche) beziehungsweise Fakultäten. Das ist vergleichbar mit deutschen Universitäten. Wenn du also Französisch studieren möchtest, kannst du dies an der „Faculté des lettres, arts et sciences humaines“ (Geistes- und Sozialwissenschaften) tun. Sportwissenschaften, Medizin, Informatik, Pharmazie, Natur- und Ingenieurwissenschaften studierst du in Frankreich an der „Faculté des sciences et technologiques“.

Instituts Universitaires de Technologie (IUT)

Diese sind den staatlichen Universitäten angegliedert, bilden aber relativ selbständige Einheiten. Viele von ihnen bieten berufsqualifizierende Studiengänge an oder bereiten auf den sogenannten Concours vor, wenn man in den öffentlichen Dienst möchte. 

Grandes Écoles (Écoles Supérieures)

Diese (Elite)Schulen, an der künftige Führungskräfte ausgebildet werden sollen, sind meist auf eine oder wenige Fachrichtungen spezialisiert. Für die Aufnahme musst du ein spezielles Aufnahmefahren (Concours) durchlaufen, auf das du dich an den lycées (Classes Préparatoires) vorbereiten kannst. Vorsicht ist geboten bei privaten Hochschulen, die sich „Grande École“ nennen, aber keine staatlich anerkannten Abschlüsse verleihen.

Écoles spécialisées

An diesen Hochschulen kannst du Studiengänge wie Kunst, Musik, Architektur oder Medizin studieren. In einem Aufnahmeverfahren durchläufst du verschiedene Prüfungen (schriftliche Prüfungen, Bewerbungsschreiben sowie ein Vorstellungsgespräch)

Eine Sonderform: Die DFH (Deutsch-Französiche Hochschule) - In Deutschland und Frankreich studieren

Vielleicht ist auch die DFH interessant für dich: Die Deutsch-Französische Hochschule ist ein Netzwerk von 194 Hochschulen – Universitäten, Fachhochschulen und Grandes Écoles - aus Deutschland und Frankreich. Sie bietet insgesamt 185 integrierte binationale und trinationale Studiengänge in 110 deutschen und französischen Städten an. Deutsche und französische Studenten absolvieren die Studiengänge gemeinsam in beiden Hochschulsystemen. 

Studieren in Frankreich: Aufbau des Studiums

In Frankreich gibt es zwei Arten von Studien: Das Kurzstudium (BTS, DUT, DEUST, BTSA) – mit fach- oder berufsorientierten Abschlüssen. Es ermöglicht dir einen schnellen Einstieg in die Berufswelt und dauert zwei bis drei Jahre. Danach kannst du ein Aufbaustudium beginnen. Das zweite ist das Studium an den Universitäten, Grandes Écoles und an den spezialisierten Hochschulen: es dauert in der Regel mindestens 5 Jahre.

Das Studium ist in drei große Abschnitte, den „cycles“ unterteilt, die ungefähr dem deutschen Grund- Haupt-, und Aufbaustudium entsprechen. Der sogenannte Bologna-Prozess zur europaweiten Vereinheitlichung von Studiengängen hat auch das französische Hochschulsystem stark verändert. Das dreigliedrige Studiensystem setzt sich aus den Studienabschlüssen Licence, Master und Doctorat zusammen, oft kurz auch LMD-System genannt wegen der der drei akademischen Grade. Ebenso üblich ist das Kürzel „3-5-8“, denn die jeweiligen Abschlüsse kannst du in Frankreich nach drei, fünf beziehungsweise acht Jahren Studium erlangen. Zusätzlich ist die Schreibweise „bac+3“, „bac+5“, „bac+8“ geläufig, was die Anzahl der Studienjahre nach dem Bac (Abitur) kennzeichnet. Alle Lerneinheiten des Studiums werden mit ECTS- oder Leistungspunkten (crédits/credit points) bewertet. Grundsätzlich gibt es folgende Abschlüsse:

  • Bachelor: 3-jähriges Studium (Licence)
  • Das Masterstudium ist in zwei Phasen unterteilt: Master Recherche (forschungsorientiert) und Master Professionnel (berufsorientiert): zwei Jahre, (danach: Möglichkeit auf Zugang zu einem Promotionsstudium)
  • Doctorat: circa drei Jahre

Wenn du dich detailliert über das französische Bildungssystem informieren möchtest, kannst du das hier tun: Campus France.

Warum in Frankreich studieren?

Du liebst die französische Sprache, französisches Essen und die französische Kultur? In den Ferien bist du schon immer gerne nach Frankreich gefahren? Dann hast du ja schon genug Gründe, die für ein Studium an der Universität Frankreich sprechen. Die international anerkannte Hochschullandschaft ist ein weiterer guter Grund für ein Studium in Frankreich. Auch bei späteren Bewerbungen auf eine Stelle rund um Sprachen kann dein Auslandsstudium in deiner Vita einen positiven Eindruck auf potentielle Arbeitgeber machen. Bis zu 300.000 internationale Studenten machen sich jährlich an die namhaften Hochschulen des Landes auf, vielleicht bist du im nächsten Jahr ja auch dabei? 

Auch diese Gründe sprechen für ein Studium in unserem französischen Nachbarland:

  • Vergleichsweise niedrige Studiengebühren
  • Kein Numerus Clausus an den Universités
  • Ein einfaches Bewerbungsverfahren (online)
  • Du kannst dich an bis zu 20 unterschiedlichen Universitäten bewerben
  • Es gibt zahlreiche staatliche Finanzierungsmöglichkeiten
  • Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten fallen im internationalen Vergleich geringer aus

Unterschiede Studium: Frankreich - Deutschland

Zwischen den Hochschulen in Frankreich und Deutschland gibt es einige Unterschiede, die vielleicht nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. In Frankreich wird beispielsweise nicht zwischen Universitäten und Fachhochschulen differenziert. Hier gibt es universitäre und außeruniversitäre, staatliche und private Hochschulen. 

Generell ist das Studium in Frankreich verschulter als an deutschen Hochschulen: der Unterricht findet meist als Frontalunterricht statt, es wird weniger diskutiert, dafür gibt es aber eine höhere Anzahl von Prüfungen, über die Studenten „ausgesiebt“ werden. Leistungen über Präsentationen und Hausarbeiten zu erbringen, ist dort eher unüblich. In Frankreich gibt es auch keinen Numerus Clausus, was viele deutsche Studenten als großes Plus sehen. Die französischen Hochschulabschlüsse sind nicht ganz deckungsgleich mit den deutschen. Unser Bachelor beispielsweise entspricht der französischen Licence. 

Während wir bei der Bewertung ein Notensystem von „sehr gut“ bis „ungenügend“ haben, gibt es in Frankreich ein Punktesystem: 16 bis 20 Punkte entsprechen der deutschen Note „sehr gut“. 

Anders als in Deutschland ist der Master in Frankreich nicht zulassungsbeschränkt: die Bachelorabsolventen haben einen allgemeinen Zugang zum ersten Studienjahr, erst im zweiten Jahr findet dann wieder eine stärkere Selektion statt.

Der Semesteraufbau ist etwas anders als in Deutschland (hier hat man Sommersemester und Wintersemester). In Frankreich spricht man vom Akademischen Jahr, das in der Regel von September/Oktober bis Mai/Juni dauert. Zeitlich und organisatorisch bilden sie eine Einheit und sind beide auf die Abschlussexamina ausgerichtet. Mitte Januar wird das erste Semester mit einer Prüfungsphase abgeschlossen. Das zweite Semester beginnt im Februar und geht bis April oder Mai, danach erfolgen wieder Prüfungen. Der Studienbeginn im Sommersemester ist in Frankreich, anders als an einigen Hochschulen in Deutschland nicht möglich, das geht generell nur im Wintersemester. Eine Ausnahme gilt für Studenten, die am Erasmus-Programm teilnehmen.