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Prüfungen in Ausbildung und Studium

Grund zu Schrecken und Freude zugleich: Deine Prüfungen in Ausbildung und Studium. Egal ob Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Abschlussprüfung: Prüfungen markieren einen wichtigen Abschnitt deiner Ausbildung. Wir verschaffen dir einen Überblick.

  • Mit der Bachelorarbeit schließt du nach sechs Semestern dein Bachelor-Studium ab.
  • Der Master ist der zweite akademische Grad, den du in zwei bis vier Semestern erwerben kannst. Das Studium endet mit dem Schreiben der Masterarbeit.
  • Die erste Prüfung in deiner Ausbildung ist die die Zwischenprüfung, die nach der Hälfte deiner Ausbildung stattfindet.
  • In einigen Ausbildungsberufen entfällt die Zwischenprüfung. Man spricht von einer gestreckten Abschlussprüfung.
  • Die Abschlussprüfung beendet deine Ausbildung. Zugelassen wirst du nur, wenn du bestimmte Voraussetzungen erfüllst.

Ganz gleich ob du gerade eine duale Ausbildung oder ein Studium absolvierst: Prüfungen markieren einen wichtigen Abschnitt innerhalb deiner Ausbildung. Sie ermitteln den aktuellen Wissensstand und qualifizieren dich je nach Prüfung für die Weiterführung deiner Ausbildung, das Berufsleben oder ein weiterführendes Studium. Mit einem guten Zeitmanagement kannst du dich mit hilfreichen Lernstrategien bestens auf die Prüfungen in Ausbildung und Studium vorbereiten.

Prüfungen während deines Studiums

Der Bachelor ist der erste akademische Grad und Studienabschluss im Rahmen des mehrstufigen Bachelor-Master-Systems. Jedes Seminar beziehungsweise Modul endet in der Regel am Ende mit einer Leistungskontrolle (Modulprüfung) in Form von Referaten, Präsentationen, Klausuren, Gruppenarbeiten oder schriftlichen Hausaufgaben. Für die erbrachten Leistungen bekommst du Noten, die in deine Abschlussnote einfließen. Mit 180 Credit Points (1 Credit Point entspricht circa 25 bis 30 Stunden Arbeitsaufwand) am Ende des Studiums kannst du dich zur Bachelorarbeit anmelden.

Art und Umfang der Prüfungen legen die Studienordnung deines jeweiligen Faches oder die Dozenten individuell fest.

Die Bachelorarbeit: Hast du alle 180 Credit Points gesammelt, kannst du dir Gedanken über das Thema deiner Bachelorarbeit (Thesis) machen und dich beim Prüfungsamt anmelden. Dafür gibt es in jedem Semester feste Termine. Bei der Anmeldung erfährst du auch den Abgabetermin. In der Regel hast du ab Anmeldung circa 12 Wochen Zeit. Das Thema deiner Abschlussarbeit legst du vorher in Absprache mit deinem Professor fest. Suche dir ein spannendes Thema, das dich interessiert. Darüber hinaus sollte die Bachelorarbeit bestehende Erkenntnisse analysieren oder neue hervorbringen. Wichtig sind dabei eine klare Struktur, eine aussagekräftige Fragestellung und eine analytische Beantwortung. Kannst du mit wissenschaftlichen Quellen umgehen und einen Text verfassen, der in Form und Inhalt den wissenschaftlichen Standards entspricht? Der Umfang deiner Abschlussarbeit kann zwischen 20 und 60 Seiten liegen. Eine bundesweit einheitliche Regelung – auch was die Anforderungen betrifft - gibt es für den Bachelor nicht. Die Bewertung fließt mit 20 Prozent am Ende des Studiums in die Gesamtnote mit ein. Die Ergebnisse aus den Modulen und der Bachelorarbeit ergeben die Gesamtnote, die auf deinem Abschlusszeugnis zählt. Der Bachelor-Abschluss ist prinzipiell Grundvoraussetzung für die Bewerbung auf einen Masterstudienplatz. Je nach Hochschule gibt es aber noch zusätzliche Bedingungen.

Nach dem Bachelor ist der Master der zweite akademische Grad, den du in zwei bis vier Semestern erwerben kannst. Nach dem Master kannst du deine akademische Laufbahn fortsetzen und promovieren.

Die Masterarbeit: Ähnlich wie beim Bachelor Studium unterteilt sich dein Master Studium in verschiedene Module, in denen du Credit Points sammelst (für den Master insgesamt 90 bis 120). Mit dem Schreiben einer wissenschaftlichen Facharbeit - der Masterarbeit - beendest du dein Studium. Je nach Studienordnung und Fach kommen noch ein bis zwei mündliche Prüfungen hinzu. Auch beim Schreiben der Masterarbeit gibt es wie beim Bachelor keine verbindlichen Vorgaben zum Seitenumfang. Pauschal gesagt ist je nach Fakultät alles zwischen 30 und 120 Seiten möglich. Der zeitliche Rahmen liegt bei einem halben Jahr. Beim Thema deiner Masterarbeit ist natürlich Interesse die beste Motivation. Darüber hinaus solltest du dir aber auch darüber Gedanken machen, ob du ein Thema findest und dabei vielleicht schon eine Branche oder eine Firma im Blick hast, bei der du mit deinem Thema bei einer Bewerbung um einen Job punkten kannst. In der Regel unterstützen deine Professoren dich und schätzen Abschlussarbeiten zu neuen Studien und mit eigenen Untersuchungen. Das Thema ist auch dann wichtig, wenn du in die Wissenschaft gehst und du nach der Masterarbeit mit einer Promotion auf diesem Thema aufbauen willst. Bei der Anmeldung beim Prüfungsamt musst du dein Thema angeben. Es muss vom Erst- und Zweitkorrektor unterschrieben sein und kann nach der Anmeldung nicht mehr geändert werden. Achte beim Verfassen deiner Masterarbeit auf ein gutes Zeitmanagement. Die Literaturrecherche nimmt allein viel Zeit in Anspruch. Und vor allem: Kennzeichne Aussagen anderer und zitiere richtig, um später nicht Plagiatsvorwürfen ausgesetzt zu sein.

 

Prüfungen im Ausbildungsberuf

In den letzten Jahren wurden die Ausbildungsverordnungen von bestehenden Ausbildungsberufen modernisiert und im Zuge dessen auch die Abschlussprüfungen angepasst. Generell gilt: die Ausbildungsverordnung eines Berufs umfasst auch die Prüfungsordnung und legt fest, welche Prüfungen mit welchen Inhalten absolviert werden müssen und wann eine Prüfung als bestanden gilt.

  • Die Zwischenprüfung, die nach der Hälfte deiner Ausbildung stattfindet, soll deinen aktuellen Wissensstand ermitteln. Dein Betrieb meldet dich bei der zuständigen Handels-, Industrie- oder Handwerkskammer an. Die Zwischenprüfung besteht aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil. Falls du sie nicht bestehst, kannst du die Ausbildung trotzdem weiterführen. Glänzt du hingegen mit sehr guten Noten, hast du die Option, deine Ausbildung zu verkürzen.
  • Gestreckte Abschlussprüfung: Mittlerweile entfällt in einigen Ausbildungsberufen die Zwischenprüfung und man spricht von einer gestreckten Abschlussprüfung, die auf zwei unterschiedliche Termine verteilt ist. Der erste Teil, in dem die Grundqualifikationen überprüft werden, findet wie bei der Zwischenprüfung nach dem 2. Ausbildungsjahr statt. Die Zwischenprüfung hat mit der neuen Prüfungsvariante eine gewisse Aufwertung bekommen. Teil eins der Prüfung geht mit 40% in das Gesamtergebnis der Prüfung mit ein, Teil zwei mit 60 %. Der zweite Teil der Abschlussprüfung findet am Ende deiner Ausbildung statt.
  • Die Abschlussprüfung findet am Ende deiner Ausbildung statt und besteht aus der Abfrage des erlernten Wissens (sowohl mündlich als auch schriftlich) der letzten Jahre sowohl aus dem Betrieb als auch der Berufsschule. Eine gute Note kann unter Umständen entscheidend für die Übernahme in deinen Ausbildungsbetrieb oder ein anderes Unternehmen sein. Um für die Prüfung zugelassen zu werden, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Teilnahme an der Zwischenprüfung beziehungsweise am 1. Teil der gestreckten Abschlussprüfung, Anmeldung deines Betriebs bei der entsprechenden Kammer, deine Berichtshefte (als Nachweis deiner praktischen Berufsausbildung) müssen vollständig sein und ein Nachweis gemäß Ausbildungsverordnung, dass die die vorgegebene Ausbildungszeit absolviert hast. Bestanden hast du bei Erreichen von 50 von hundert Punkten. Zeugnisse bekommst du gleich drei Mal: eins von der Kammer, eins von der Berufsschule und eins von deinem Ausbildungsbetrieb. Du kannst die Abschlussprüfung zwei Mal wiederholen.