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Selbstorganisation im Studium

Vielen Studierenden ist es nicht bewusst, aber die Selbstorganisation ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die du brauchst, um dein Studium erfolgreich zu absolvieren. An vielen Hochschulen gibt es  sogar Kurse, bei denen dir die wichtigsten Grundlagen der Selbstorganisation beigebracht werden.

In der Schule werden die meisten Dinge für dich geregelt. Du erhältst einen festen Stundenplan, die Wahlmöglichkeiten sind eingeschränkt und du weißt immer, wann die nächste Klausur ansteht. Im Studium ist einiges anders. Hier musst du dir selbst überlegen, welches Fach du studieren möchtest und wie dein Tag aussehen soll. Gehst du zu jeder Veranstaltung oder schaust du dir nur die Zusammenfassungen an? In welchem Semester schreibst du welche Prüfung? Welches Thema behandelst du in deiner Hausarbeit?
Während des Studiums kannst du dir deinen Tag selbst einteilen, sodass du auch Dinge einplanen kannst, die nicht direkt mit dem Studienabschluss zu tun haben: Nebenjobs, Hobbys, soziale Kontakte, Ehrenämter und vieles mehr. Oder du hast dich für ein Fernstudium entschieden: Dies findet in der Regel berufsbegleitend statt und du musst nach Feierabend Zeit für Übungen und Lernen finden. Du trägst mehr Verantwortung als in der Schulzeit und musst eigenverantwortlich schauen, was du wichtig findest. Dies ist gleichzeitig aber auch eine tolle Möglichkeit, dein Leben so zu gestalten, wie es deinen Vorstellungen entspricht.
Jedes Studium läuft unterschiedlich ab – Überlege dir, welche Form der Struktur am besten zu dir passt. Wir geben dir einige allgemeine Tipps, die dir bestenfalls weiterhelfen, dein Studium besser zu organisieren, sodass du dich immer gerne an deine Studienzeit zurück erinnerst.

Selbstorganisation für Anfänger: Führe einen Kalender und to-do-Listen

Ein gut geführter Kalender ist ein wichtiges Werkzeug, um deinen Alltag zu planen. Auch wenn es banal erscheint: Du solltest daran denken, jeden Prüfungstermin, jede Abgabefrist für Bibliotheksausleihen oder Hausarbeiten und jede wichtige Party in deinen Kalender einzutragen. So kannst du sichergehen, dass du dich nicht über verpasste Termine ärgerst.
Wie dein Kalender aussieht, ist Geschmackssache. Du kannst ihn je nach Präferenz entweder klassisch auf Papier oder digital auf deinem Handy führen. Bei einem digitalen Kalender hast du den Vorteil, dass sich die meisten Kalender via Cloud über verschiedene Geräte hinweg synchronisieren und deine Einträge nicht verloren gehen, wenn dein Handy den Geist aufgibt. Wenn du allerdings einen gedruckten Kalender übersichtlicher und einfacher findest, gibt es auch hier viele verschiedene Formate, zwischen denen du dich entscheiden kannst.
Ein weiteres gutes Tool zur Selbstorganisation sind to-do-Listen. Leg doch einfach mal verschiedene Listen für unterschiedliche Zeiträume an: Was möchtest du morgen erledigen, was innerhalb der nächsten Monate, was bis Ende des Jahres? So kannst du leichter priorisieren und behältst alles, was du dir vorgenommen hast.

Vorlesungen und Seminare: Mach dir gute Notizen!

Die meisten Veranstaltungen an der Uni werden Vorlesungen oder Seminare sein. Das Lernen vor Klausuren oder das Schreiben von Hausarbeiten fällt dir leichter, wenn deine Unterlagen gut sortiert sind. In vielen Fällen erhältst du bereits im Vorfeld der Veranstaltung ein Script oder die Präsentation der Lehrperson. Es kann sinnvoll sein, diese während der Vorlesung als Grundlage zu verwenden und während der Veranstaltung deine eigenen Notizen hinzuzufügen, je nach Belieben entweder ausgedruckt oder in einem digitalen Format.
Auch am Computer ist Selbstorganisation wichtig. Lege eine übersichtliche Ordnerstruktur an, damit du wichtige Dateien immer wiederfindest. Überlege dir außerdem, ob du eine Cloud oder lokale Sicherheitskopien nutzen möchtest, denn so kannst du verhindern, dass wichtige Dateien verloren gehen. Insbesondere bei Hausarbeiten ist das sehr wichtig!
Trotz der allgemeinen Digitalisierung wirst du noch immer viel mit handschriftlichen Unterlagen und Ausdrucken zu tun haben. Viele Studierende finden das gut, weil sie nicht alles auf einem Bildschirm lesen und schreiben möchten. Mit einem schönen Ordner macht das organisierte Abheften noch mehr Spaß: Im Internet kannst du dir ganz einfach und schnell Ordner in deinem Wunschdesign bestellen.

In Prüfungsphasen: Mach dir einen Plan!

Wenn sich das Ende der Vorlesungszeit und die nächste Prüfungsphase nähert, solltest du frühzeitig Zeit zum Lernen einplanen. Versuche gerade zu Beginn deines Studiums nicht, möglichst viele Prüfungen in einer Phase zu schaffen. Das Lernen im Studium ist anders als in der Schule und du musst erst lernen, das Pensum richtig einschätzen zu können. Überfordere dich daher nicht selbst.
Sprich mit anderen Studierenden aus dem Kurs darüber, was sie lernen wollen und welche Techniken sie anwenden. Vielleicht kannst du hier gute Tipps bekommen. Dabei ist aber auch wichtig: Lass dich nicht verrückt machen oder in Stress versetzen – verschiedene Studierende nutzen unterschiedliche Methoden, die für sie am besten funktionieren.
Plane bei Hausarbeiten unbedingt Zeit ein, um dein Werk Korrektur lesen zu lassen. Gerade am Anfang musst du das richtige wissenschaftliche Arbeiten erst lernen. Du wirst sehen, dass es mit jeder Hausarbeit besser gelingt, ein Thema zu finden und dies über viele Seiten hinweg zu bearbeiten.
Bei deiner Selbstorganisation kann dir auch dein Smartphone helfen, wenn du eine App für dein Zeitmanagement nutzt.

Finde die richtige Lernmethode für dich

Jeder Mensch lernt anders. Es kann sein, dass du dir Inhalte am besten merkst, wenn du sie aufsagst, liest, hörst oder handschriftlich aufschreibst. Wenn du nicht gerne alleine lernst, dann findest du in deinem Studiengang bestimmt auch jemanden, der die Prüfungsvorbereitung mit dir gemeinsam absolviert. Der Beginn des Studiums ist ein guter Zeitpunkt, um ein paar neue Methoden auszuprobieren und deine optimale Lernvariante zu finden.
Zum richtigen Lernen gehört auch dein Arbeitsplatz. Auch dieser kann ganz unterschiedlich aussehen, solange du dich hier konzentrieren kannst. Teste aus, was zu dir passt: In der Bibliothek zu sitzen, dir draußen einen Lernplatz zu suchen, Musik zu hören – es gibt extrem viele Optionen bei der Auswahl und Einrichtung deines Lieblings-Lernortes. Bei der Suche nach Konzentration solltest du auf jeden Fall versuchen, dich nicht ablenken zu lassen, beispielsweise von deinem Smartphone.