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Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau

4 Stellenangebote Info
Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.700 und 2.300 Euro
Ausbildungstyp: Schulische Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung

  • Du kannst dich nach zwei Jahren für eine der drei Fachrichtungen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege entscheiden.
  • Du verbringst deine Zeit abwechselnd in Berufsfachschulen und Kliniken.
  • Du lernst wie du Blut abnimmst, Fieber misst, Wunden versorgst und Infusionen legst.
  • Du hilfst den behandelnden Ärzten bei Untersuchungen und Operationen.
  • Du bist Experte im Umgang mit Patienten und hast ein Ohr für ihre Sorgen und Nöte.
  • Du kennst sehr gut mit der Notfallversorgung aus.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Schulische Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.700 und 2.300 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 950 bis 1.140 Euro 2. Ausbildungsjahr: 980 bis 1.200 Euro 3. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.300 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Pflegefachmann nimmst du neben dem Arzt eine wichtige Position bei der Pflege und Behandlung von kranken, behinderten oder alten Menschen ein. Du bist erster Ansprechpartner für Patienten und kümmerst dich um ihr Wohlergehen. Du kümmerst dich zum Beispiel um die Medikamentengabe, legst Infusionen, versorgst Wunden und legst Verbände an. Du bereitest aber auch operative Eingriffe und diagnostische Maßnahmen vor und assistierst Ärzten dabei. Braucht ein Patient Hilfe, bist du zur Stelle und unterstützen ihn beim Aufstehen, bei der Körperpflege oder beim Essen und Trinken. Du bist aber auch ein wichtiger Gesprächspartner und hast ein Ohr für jedes noch so kleine Anliegen. Weil du deine Patienten über einen längeren Zeitraum begleitest, kannst du ihren Genesungs- und Entwicklungsprozess am besten verfolgen und dokumentieren. Aber auch verwaltende Aufgaben gehören zu deinem Job. Du dokumentierst Behandlungs- und Pflegemaßnahmen, erstellst Abrechnungen und Pflegepläne, kontrollierst das Material- und Arzneimittellager und sorgst bei Bedarf für Nachbestellungen.

Pflegefachkräfte müssen sich auf wechselnde Arbeitszeiten einstellen. Schichtdienst gehört zum Arbeitsalltag, Nachtwachen und Wochenendeinsätze kommen regelmäßig vor. Und auch Bereitschaftsdienste können je nach Arbeitgeber erforderlich sein. Zur Arbeitskleidung gehören in der Regel weiße Kittel bzw. so genannte Kasacks, Baumwollhosen und Clogs. Schutzhandschuhe und Mundschutz sind dein steter Begleiter. Beschäftigung findest du je nach Ausbildungsschwerpunkt in Kliniken und Krankenhäusern, in Facharztpraxen, in Senioreneinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten, in der Kurzzeitpflege, in Einrichtungen für behinderte Menschen oder in Hospizen. 

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die früheren Ausbildungsberufe Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger werden ab dem 1. Januar 2020 in dem Ausbildungsberuf Pflegefachmann zusammengefasst. Eine Voraussetzung, um als Pflegefachmann arbeiten zu können, ist die dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule. Du besuchst im Wechsel die Pflegeschule und die Krankenstationen einer Klinik oder eines Krankenhauses. Die praktische Ausbildung umfasst 2.500 Stunden, der theoretische und praktische Unterricht 2.100 Stunden. In dieser Zeit beschäftigst du dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Welche Krankheiten gibt es und welche Ursachen haben sie? Wie können Erkrankungen festgestellt und behandelt werden? Was ist bei der Aufnahme von Patienten zu beachten, wie verlegt und entlässt man sie? Worauf kommt es bei der Pflege und Behandlung von Patienten an? Und wie läuft die Zusammenarbeit mit Ärzten ab? Zudem setzt du dich in den ersten beiden Jahren mit rechtlichen Grundlagen und ethischen Fragen auseinander. Am Ende des zweiten Ausbildungsdrittels wartet eine Zwischenprüfung auf dich.

Im dritten Ausbildungsjahr kannst du entweder die Ausbildung als Pflegefachkraft fortsetzen oder dich auf eine der beiden Fachrichtungen Altenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (Pädiatrie) festlegen. Am Ende der dreijährigen Ausbildung legst du die staatliche Prüfung ab. 

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 950 bis 1.140 Euro
2. Ausbildungsjahr: 980 bis 1.200 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.300 Euro

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Gesundheits- und Krankenpflegers zwischen 2.000 und 3.200 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.700 und 2.300 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Um an einer Pflegeschule angenommen zu werden, musst du mindestens einen mittleren Bildungsabschluss mitbringen. Häufig findet ein Auswahlverfahren statt, ebenso wichtig sind entweder ein bestimmter Notendurchschnitt auf deinem Abschlusszeugnis oder mindestens gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern. Weil du nah am Menschen arbeitest, musst du durch ein ärztliches Attest nachweisen, dass du keine ansteckenden Krankheiten hast und körperlich fit bist. Außerdem solltest du Interesse an Biologie, Chemie und Mathe haben. Schließlich spielt der menschliche Körper mit seinen Funktionen und Erkrankungen in deinem Job eine große Rolle. Ebenso wichtig ist, dass du Medikamentendosierungen berechnen und Abrechnungen korrekt erstellen kannst. Und auch Physik wird dir beim Bedienen und Verstehen von medizinischen Geräten immer wieder begegnen.

Du solltest den Kontakt zu Menschen mögen und darfst keine Berührungsängste haben – auch, weil du immer wieder mit schweren Verletzungen oder sterbenden Patienten zu tun hast. Wenn es stressig wird, bewahrst du einen kühlen Kopf? Sehr gut, denn in Notfällen kommt es genau darauf an. Statt hektisch zu werden, musst du ruhig handeln und im Sinne deiner Patienten Verantwortung übernehmen. Trotzdem solltest du im Umgang mit kranken oder alten Menschen sensibel, einfühlend und emotional belastbar sein. Apropos belastbar: Körperlich ist der Job durchaus auch anstrengend. Vor allem dann, wenn du Patienten umbetten oder anheben musst. 

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Pflegefachkräfte eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Kranken- und Altenpflege, Hygiene im Gesundheitsbereich oder Pflegedokumentation fortbilden lassen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, zum Pflegedienstleiter oder zum Fachkrankenpfleger im Palliativ- und Hospizdienst.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Pflegemanagement oder Medizinpädagogik.

Einstieg Reality-Check

Fit in Bio, Chemie, Physik

Fit in Mathe

Helfer-Mentalität

Kontaktfreude

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