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Die besten Tipps für Work and Travel in Australien

  • Du möchtest Australien kennenlernen, am liebsten ein ganzes Jahr dort verbringen und nicht nur reisen, sondern auch arbeiten?
  • Planst du deinen Australien-Aufenthalt am besten mit oder ohne Work-and-Travel-Organisation?
  • Was brauchst du alles, um das Working-Holiday-Visum zu beantragen?
  • Welche Jobmöglichkeiten gibt es in Down Under?
  • Was solltest du wissen, bevor du deine Reise entlang der australischen Küsten und ins Outback planst?

Du hast dein Abi in der Tasche, möchtest aber erst einmal die Welt erkunden, neue Kulturen kennenlernen oder einfach nur deine Englischkenntnisse verbessern? Gute Idee! Wie wäre es mit einem Work and Travel-Aufenthalt in Australien? Damit befindest du dich auf jeden Fall in guter Gesellschaft. Rund 150.000 Menschen beantragen jährlich das sogenannte Working-Holiday-Visum für Down Under. Wir erklären dir, was es damit auf sich hat und was du vor und während der vermutlich aufregendsten Zeit deines Lebens noch alles beachten solltest. 

Work-and-Travel in Australien: Mit oder ohne Organisation?

Im Internet findest du zahlreiche Organisationen, mit denen du dein Abenteuer in Australien planen kannst. Anbieter wie AIFS Educational Travel oder Stepin bieten dir einige Vorteile:  Sie kümmern sich um deinen Flug und die ersten Übernachtungen. Vor Ort bieten sie häufig Begrüßungsveranstaltungen und Vorträge an, die dir einen Überblick darüber geben, was dich in den nächsten Monaten erwartet. Gerade in den ersten Tagen deines Work-and-Travel-Erlebnisses in Australien gibt es zahlreiche neue Eindrücke. Da kann es ganz angenehm sein, sich mit Mitabenteurern austauschen zu können. Ein weiterer Vorteil einer Agentur: Du fliegst und verbringst die ersten Tage oft mit Mitreisenden aus Deutschland. Häufig entwickeln sich hier sogar schon neue Freundschaften oder Pläne für gemeinsame Reisen in den kommenden Monaten. Für eine erste Orientierung in Australien kann eine Organisation also sehr hilfreich sein. Du bist nicht dazu verpflichtet alle Angebote der Agentur wahrzunehmen, hast aber in Notfällen immer einen direkten Ansprechpartner vor Ort. Bist du dir also unsicher, ob du die Reise nach Australien ganz alleine angehen willst, ist die Planung über einen Work-and-Travel-Anbieter wahrscheinlich das Richtige für dich. 

Bist du selbstständig und traust du dir die eigene Planung deines Work-and-Travel-Aufenthaltes zu, kannst du dich natürlich auch alleine ins Abenteuer stürzen. Das ist häufig auch etwas günstiger als die Planung mit einer Organisation. In diesem Fall solltest du dir auf jeden Fall eine Checkliste anlegen. Schon vor der Reise muss vieles organisiert werden. Dazu gehört nicht nur das Visum. Hast du genügend finanzielle Rücklagen? Wo möchtest du dein Abenteuer beginnen? Hast du eine Unterkunft? Wie findest du vor Ort einen Job? Was sind deine Reiseziele? Vor allem Reiserouten kannst du natürlich auch vor Ort organisieren. Es kann aber nicht schaden, sich vorher schon mal Gedanken darüber zu machen. Du solltest deinen Aufenthalt in Australien also nicht erst wenige Wochen vor Abflug planen. 

Letzten Endes musst du selber entscheiden, ob du dir eine eigenständige Planung zutraust oder doch lieber auf eine Work-and-Travel-Agentur zurückgreifen möchtest. Bist du dir unsicher, kannst du im Internet die Angebote verschiedener Agenturen miteinander vergleichen oder dir die zahlreichen Erfahrungsberichte von ehemaligen Work and Travellern durchlesen. Das hilft dir vielleicht bei deiner Entscheidung!

Das ist wichtig auf dem Weg ins Work-and-Travel-Abenteuer in Australien!

Möchtest du mehrere Monate in Down Under arbeiten und reisen, benötigst du das Working-Holiday-Visum. Das beantragst du online auf der Website der australischen Regierung. Es kostet umgerechnet 290 Euro. Voraussetzung dafür ist ein gültiger Reisepass, der Nachweis von finanziellen Rücklagen in Höhe von umgerechnet 3.500 Euro sowie ein Rückflugticket. Außerdem ist es wichtig, eine Work and Travel-Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Auch eine kostenlose Kreditkarte ist sinnvoll, da du so jederzeit von Australien aus auf deine Ersparnisse in Deutschland zurückgreifen kannst. Da du bei einem Work-and-Travel-Aufenthalt in Australien nicht nur reist, sondern auch arbeitest, brauchst du außerdem ein australisches Bankkonto, auf das deine Arbeitgeber dir dein Gehalt überweisen können. Achte darauf, dass du bei einer Bank bist, die im ganzen Land Geldautomaten hat, bei der du kostenlos Geld abheben kannst und Online-Banking möglich ist. Was du auch noch benötigst ist eine ‚Tax File Number‘: Arbeiten bedeutet leider auch Steuern bezahlen. Hast du keine Steuernummer, müsstest du 49% deines Lohns abgeben. Mit einer Steuernummer sind es immerhin nur 15%. Das klingt nach einer Menge Planung. Machst du dir allerdings frühzeitig eine Checkliste und arbeitest diese nach und nach ab, sind die meisten Dinge schneller erledigt als gedacht. 

Planst du deine Reise selber, musst du natürlich einen Flug buchen und entscheiden, in welcher australischen Stadt du dein Work-and-Travel-Erlebnis starten möchtest. Um Stress bei der Ankunft zu vermeiden, organisierst du dir am besten schon vorher eine Unterkunft für die ersten paar Nächte. Auch wenn es sinnvoll ist, dass du dir erst in Australien vor Ort einen passenden Job suchst, kann es nicht schaden, wenn du dich vorher schon ein wenig mit dem Arbeitsmarkt vertraut machst. Um dann auch zügig einen Job zu bekommen, solltest du einen englischen Lebenslauf vorbereiten, den du vor Ort beispielsweise in Cafés oder Hotels abgeben kannst. Gute Schulnoten sind dabei nicht so wichtig, sondern vielmehr praktische Joberfahrung. 

Neben all diesen notwendigen Dingen darfst du das Wichtigste nicht vergessen: Dich über Land und Leute zu informieren. Das wird dir deinen Start in Australien erleichtern. Schließlich bist du auch da, um die australische Kultur kennenzulernen, tolle Erfahrungen zu sammeln und neue Menschen zu treffen. Wichtig ist es, dass du offen und tolerant bist und dich mit neuen Lebensgewohnheiten schnell anfreunden kannst. Eine solche Einstellung eröffnet dir Möglichkeiten, die du so wahrscheinlich nie geplant hättest. 

Work-and-Travel-Jobs in Australien

Sitzt du endlich im Flugzeug nach Sydney, Melbourne oder Brisbane und hast alles Nötige organisiert, kann das Abenteuer auf dem roten Kontinent beginnen! Ein bisschen Aufregung ist ganz normal. Du wirst aber schnell merken, dass du dir viel zu viele Gedanken gemacht hast. Viele Fragen lösen sich häufig in den ersten Tagen von selbst. Ob du alleine angekommen bist oder mit einer Agentur, Work and Traveller triffst du in Australien überall. Hast du beispielsweise ein Mehrbettzimmer in einem Hostel gebucht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du auf andere Backpacker triffst. Da Australien nicht nur ein beliebtes Reiseziel von Deutschen ist, lernst du hier Menschen aus aller Welt kennen, mit denen du dich austauschen und deine Erfahrungen teilen kannst. Neben der Möglichkeit in einem Hostel zu wohnen, gibt es auch spezielle Backpacker-Wohnungen, meist etwas außerhalb der Stadt, dafür aber preiswert und möbliert.

Auf der Suche nach einem Job, kannst du im Internet stöbern, beim australischen Arbeitsamt oder Vermittlungsagenturen nachfragen, Branchen Magazine lesen oder dir die schwarzen Bretter der Hostels genauer anschauen. Es gibt sogar Working-Hostels, zu deren Angeboten es gehört, dir einen Job zu vermitteln. Vor allem in Städten solltest du auch immer deinen Lebenslauf dabei haben und die Augen offen halten. Vielleicht siehst du spontan einen Aushang in einem Café und kannst dich sofort persönlich vorstellen.

Die Jobmöglichkeiten unterscheiden sich je nach ländlicher oder städtischer Gegend. Ein typischer Job für Work and Traveller im Outback ist die Farm- und Rancharbeit. Dort gibt es fast immer was zu tun. Fun Fact: In Down Under gibt es die größte Rinder-Ranch der Welt. Sie ist so groß wie Mecklenburg-Vorpommern! Je nach Farm kümmerst du dich dann beispielsweise um die Tiere, fährst Traktor oder hilfst beim ‚fruit picking‘. Da der Mindestlohn in Australien im Vergleich zu anderen Ländern relativ hoch ist, verdienst du dabei ganz gut. Du kannst dich allerdings auch für WWOOFing entscheiden: Du arbeitest und bekommst statt Gehalt eine freie Unterkunft und Verpflegung. In den Städten gibt es dagegen zahlreiche Jobs in der Tourismus- und Gastronomiebranche. Du kannst aber auch als Flyerverteiler arbeiten, auf dem Bau oder im Büro. Wenn du intensiv suchst und Glück hast, findest du auch ausgefallene Jobs beispielsweise auf einer Perlenfarm, als Maskottchen, House-Keeper oder sogar – kein Scherz – Inselwärter.

Tipps für die Reise durch Australien

Work and Travel-Jobs sind häufig auf maximal sechs Monate begrenzt. So hast du neben den Arbeitsphasen noch genügend Zeit Australiens Städte und Landschaften zu erkunden. Dir sollte bewusst sein, dass das Land flächenmäßig sehr groß ist. Alleine von Sydney bis Melbourne sind es 860 km, von Sydney bis nach Darwin sogar 4.000 km. Das ist so viel wie von Madrid nach Moskau. Planst du also die Reise mit dem Bus oder Auto, solltest du Zwischenstopps einlegen. Da es in Australien aber fast überall etwas zu sehen und erleben gibt, können sich auch diese lohnen. Australien bietet atemberaubende Strände, einzigartige Nationalparks und tolle Städte. Du kannst Surfen, Schnorcheln, Kängurus und Koalas treffen, mit dem Helikopter die riesigen Flächen des Outbacks von oben sehen und die Kultur der Aborigines kennenlernen. Beliebte Reiseziele sind das Great Barrier Reef, Uluru, Byron Bay, Kangoroo Island und viele mehr. Es gibt so viel zu sehen, da reichen zwölf Monate kaum aus. Deswegen überlege dir genau, welche Orte du auf jeden Fall sehen möchtest, bevor die Zeit vorbei ist.

Jedes Land hat andere Regeln und Besonderheiten. An vieles musst du dich in Australien sicherlich erst gewöhnen. So ist das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten und kann dich hohe Geldstrafen kosten. An vielen Restaurants steht die Abkürzung „BYO“: Das steht für „Bring your own“ und bedeutet, dass du deine eigenen alkoholischen Getränke gegen einen kleinen Aufpreis mitbringen darfst. Häufig besitzen diese Lokale keine Ausschankgenehmigung. In Australien gibt es andere Steckdosen als in Deutschland, weshalb du an einen Reiseadapter und vielleicht auch eine Mehrfachsteckdose denken solltest. Bist du Student, beantrage vorher einen Internationalen Studentenausweis. Damit bekommst du häufig Rabatte - beispielsweise für geführte Touren. 

Willst du das Land erkunden, kannst du fliegen, Bus fahren, dir ein Auto oder einen Camper mieten. Fliegen lohnt sich dann, wenn es sich um eine große Entfernung handelt und du wirklich nur das Flugziel besuchen willst. Ansonsten solltest du dich für einen fahrbaren Untersatz entscheiden, da du so auch während der Fahrt einiges von der australischen Natur zu sehen bekommst. Das Fernbusunternehmen Greyhound hat in ganz Australien Haltestellen und bietet beispielsweise Hop-on-Hop-off-Pässe an, mit denen du flexibel die Fahrt unterbrechen und wieder aufnehmen kannst. Möchtest du noch eigenständiger unterwegs sein, miete dir ein Auto oder einen Camper. Frage andere Backpacker, ob sie sich dir anschließen möchten. So wird es für alle günstiger und mit mehreren Leuten unterwegs zu sein kann eine Menge Spaß machen. Manchmal lohnt es sich sogar für die Reisezeit ein Fahrzeug zu kaufen und es hinterher wieder zu verkaufen. Hier solltest du allerdings deine Finanzen im Blick haben. Auch wenn du im Idealfall das ganze Geld beim Verkauf wiederbekommst, ist der Kauf erst einmal eine größere Investition. Etwas Geld sparen kannst du auch, indem du vor einer längeren Fahrt ins Outback schon in der Stadt einen Vorrat an Essen kaufst. Lebensmittel in größeren Städten sind oftmals günstiger als in kleineren Orten im Outback. 

Um unnötige Verzögerungen zu vermeiden, lass dir in Deutschland einen Internationalen Führerschein ausstellen. In Australien musst du dich auf Linksverkehr einstellen und solltest immer Ausschau nach Wildtieren halten. Nicht selten kommt es hier zu Unfällen. Bist du mit dem Camper unterwegs, ist nicht immer auch ein Campingplatz in der Nähe. Wenn ein Schild es nicht ausdrücklich untersagt, ist Wildcampen in Down Under erlaubt. In Nationalparks ist es allerdings verboten. Wichtig ist auch, dass du deinen Müll immer mitnimmst und richtig entsorgst. Auch hier können sonst hohe Geldstrafen auf dich warten. Du solltest immer ein Mückenspray dabei haben und vorsichtig sein, wenn dir auf deiner Reise Tiere begegnen. In Australien gibt es eine tolle Artenvielfalt, aber nicht jedes Tier, das niedlich aussieht, ist es auch. Bist du also abenteuerlustig, verantwortungsbewusst, offen für Mitreisende und kannst auch mal auf Komfort verzichten, wirst du mit einer Reise durch das Outback und entlang Australiens Küsten definitiv nichts falsch machen!

Ready? Steady. Go!

Du hast jetzt richtig Lust, dich in dein Work and Travel-Abenteuer in Australien zu stürzen? Gut so! Denn du nimmst dir nicht einfach nur ein Jahr Auszeit, sondern sammelst wichtige Erfahrungen für dein ganzes Leben. Außerdem kannst du mit einem solchen Aufenthalt in deiner beruflichen Zukunft punkten: Arbeitgeber freuen sich häufig über Auslandserfahrungen in deinem Lebenslauf. Das zeigt, dass du offen dafür bist, neue Erfahrungen zu machen und neue Menschen kennenzulernen. Neben einem Work-and-Travel-Aufenthalt gibt es natürlich noch zahlreiche andere Gap Year-Möglichkeiten wie beispielsweise ein Au-pair-Aufenthalt oder eine Sprachreise.

Die richtige Vorbereitung ist wichtig. Viel wichtiger ist allerdings deine Freude und Entdeckerlust. Denn häufig kommt es auch mal anders als gedacht. Jede noch so perfekte Planung kann schief gehen. Scheue dich also nicht davor, Hilfe anzunehmen. Australier oder andere Backpacker helfen 

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