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Freiwilligendienst im Ausland

Dauer: 6 Monate
Alter: 18 – 30
Gebühren: bis zu 1.000 Euro
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Freiwilligendienst im Ausland: Das erwartet dich

  • Du arbeitest als Freiwilliger mit Menschen, Tieren, für die Umwelt oder Kulturprojekte.
  • Du kannst deinen Freiwilligendienst mit kostenpflichtigen Organisationen und Agenturen planen oder dich um einen finanziell geförderten Dienst bewerben.
  • Du solltest deinen Freiwilligendienst im Ausland mindestens ein Jahr im voraus planen.
  • Wenn du noch nicht volljährig bist oder nicht so viel Zeit hast, kannst du ein mehrwöchiges Workcamp besuchen und so austesten, ob die Freiwilligenarbeit zu dir passt.

Fakten

Dauer
6 Monate
Alter
18 – 30
Gebühren
bis zu 1.000 Euro
Geförderte Freiwilligendienste
FSJ, FÖJ, IJFD, ESK, weltwärts, kulturweit

Das Gap Year im Detail

Kostenpflichtige Agenturen

Es gibt eine Reihe deutscher Organisationen und Agenturen, die kostenpflichtig Freiwilligendienste im Ausland vermitteln und bei der Planung helfen. Zur Auswahl stehen verschiedene Länder und Projekte, du kannst dir also in der Regel eine geeignete Stelle und einen passenden Programmbeginn selbst aussuchen.

Geförderte Freiwilligendienste

Du kannst dich aber auch für einen finanziell geförderten Freiwilligendienst im Ausland bewerben:

  • Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Ausland werden vom Bundesministerium für Familie gefördert. Für das FÖJ gibt es derzeit vergleichsweise wenige Stellen und außerhalb Europas gar keine. Die Reisekosten trägt der Freiwillige selbst, die Lebenshaltungskosten vor Ort werden übernommen.
  • Der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) richtet sich an 18 bis 26-Jährige. Auch hier wird ein Teil der Kosten vom Bundesministerium für Familie übernommen. Das Geld erhält der Träger, der die Förderung an den Teilnehmer auszahlt für Taschengeld, Unterkunft, Verpflegung, Reisekosten und Versicherung zum Beispiel. Kosten, die über den gestellten Festbetrag hinaus gehen muss der Freiwillige selbst tragen.
  • Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) ermöglicht es jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren in einem gemeinnützigen Projekt im europäischen Ausland (und Partnerländer) für 2 bis 12 Monate mitzuarbeiten. Im Programm enthalten sind Unterkunft, Verpflegung, ein Sprachkurs, Seminare zur Weiterbildung Taschengeld, Versicherung, und Reisekosten.
  • Das Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ermöglicht es jungen Menschen, sich ehrenamtlich und fast ohne finanzielle Selbstbeteiligung in Entwicklungsländern zu engagieren.
  • Das Programm kulturweit wurde von der deutschen UNESCO-Kommission und dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und bietet Gelegenheit, in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik aktiv zu werden, zum Beispiel in deutschen Schulen im Ausland, in Außenstellen des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes oder des Goethe-Instituts.
  • Programmzweig naturweit: Seit 2019 werden auch weltweit 6-monatige Freiwilligendienste im Bereich Natur und Umwelt angeboten. In UNESCO-Biosphärenreservaten, Naturerbestätten oder Geoparks kannst du Erfahrungen im Bereich nachhaltige Entwicklung sammeln.

 

Ein Jahr im Voraus planen

Ratsam ist in jedem Fall eine rechtzeitige Planung des Aufenthalts. Damit du keine Bewerbungsfrist verpasst, solltest du dich möglichst schon ein Jahr vor der geplanten Ausreise darum kümmern. Vergeben werden die Plätze (außer für "kulturweit") nicht direkt, sondern die Bewerbung läuft über so genannte Entsendeorganisationen ab. Zu ihrem Paket gehören meist auch Vor- und Nachbereitungsseminare und eventuell Sprachkurse.

Gibt es Alternativen?

Sogenannte Kurzzeitfreiwilligendienste sind ganzjährig und weltweit für Freiwillige aller Altersklassen zugänglich. Wer also noch nicht volljährig ist oder erst einmal testen möchte, ob ein Freiwilligendienst im Ausland das Richtige ist, kann ein mehrwöchiges Workcamp besuchen. Hier treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern und arbeiten zusammen an einem Projekt, wie zum Beispiel dem Bau eines Abenteuerspielplatzes, der Renovierung eines Gebäudes oder der Veranstaltung eines Kulturfestes.

Erfahrungen aus erster Hand

Celina Gries entschied sich im Jahr 2019 für den Internationalen Freiwilligendienst in Australien. Dort arbeitet sie an einer christlichen Mädchenschule. In ihren Erfahrungsberichten erzählt sie aus erster Hand von ihren Erlebnissen und Erfahrungen mit dem Internationalen Freiwilligendienst in Down Under und lässt uns an ihrem Leben als Freiwillige teilhaben.

Einstieg Reality-Check

Lust auf neue Kulturen

Verantwortung übernehmen

Helfer-Mentalität

Kontaktfreude

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