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Top 8 Berufe in der Natur

Dein Abschluss steht vor der Tür und du bist dir ziemlich sicher, dass du eine Sache nach der Schule definitiv nicht machen möchtest: den lieben langen Tag am Schreibtisch sitzen. Stattdessen willst du raus in die Natur und am liebsten mit Pflanzen und Tieren arbeiten? Dann bist du hier genau richtig. Unsere Top 8 Berufe in der Natur geben dir einen Überblick über die Möglichkeiten deinen Berufsalltag im Grünen zu verbringen. Schreibtisch adé! 

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Landwirt

Landwirt

 

Ganz vorne bei unseren Berufen in der Natur dabei ist natürlich die Arbeit auf dem Bauernhof. In einer Ausbildung zum Landwirt erwarten dich zwar schwere körperliche Arbeit und unregelmäßige Arbeitszeiten, allerdings wirst du mit einem hohen Draußen-Faktor belohnt. Ob die Zucht und Pflege von Nutztieren, Obst oder Gemüse - die Arbeit an der frischen Luft ist dir als Landwirt garantiert. Zusätzlich darfst du dich unter anderem auf das Bedienen von schweren Geräten wie Traktoren oder Mähdreschern freuen. Zwar findet die meiste Arbeit mit Tier und Pflanzen in der Natur statt, dennoch solltest du dich auch auf einige Schreibtisch-Aufgaben einstellen. Schließlich machen sich Abrechnungen (leider) nicht von allein. Dir sollte allerdings bewusst sein, dass in Zeiten der konventionellen Massentierhaltung nicht jede Anstellung als Landwirt gleich die Traum-Vorstellungen von einem gemütlichen, familiären Bauernhof im Grünen erfüllt. Das heißt aber nicht, dass es diese nicht gibt. Wenn du dich rechtzeitig informierst, findest du sicher den perfekten Betrieb mitten in der Natur für dich. Möchtest du statt eine Ausbildung zu machen lieber studieren, kannst du dich auch für das Studium Landwirtschaft/Agrarwissenschaften entscheiden.  

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Fachkraft für Agrarservice

Fachkraft für Agrarservice

Eine Alternative zum Landwirt und ebenfalls auf dem Bauernhof zu finden ist die Fachkraft für Agrarservice. In diesem Beruf bist du gut aufgehoben, wenn du dich von vornherein auf die Pflanzenproduktion spezialisieren möchtest. Hier ist das Ackerland dein Arbeitsplatz und das liegt bekanntlich in der Natur. Zu deinen Aufgaben gehören die Bodenbearbeitung, Saat, Düngung, Ernte und fachgerechte Lagerung. Dafür arbeitest du mit Maschinen wie Mähdreschern oder Güllewagen. Für den Beruf als Fachkraft für Agrarservice solltest du neben der Liebe zur Natur und der Bereitschaft für körperliche Anstrengungen auch ein gutes Technik-Verständnis mitbringen. Denn für die Wartung und Pflege von jenen Maschinen bist du in diesem Beruf ebenfalls verantwortlich. Als Fachkraft für Agrarservice solltest du flexibel, selbstständig und verantwortungsvoll arbeiten können. Als Dankeschön kannst du dich auf (fast) 365 Tage Arbeiten in der Natur freuen.

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Forstwirt

Forstwirt

Ein weiterer klassischer Beruf in der Natur ist natürlich der Waldwächter alias Forstwirt. Als solcher arbeitest du dort, wo andere ihre Freizeit verbringen: im Wald. Um auch zukünftig noch ein Wohnort für Tiere und Pflanzen sowie ein Erholungsort für Menschen zu bleiben, muss dieser natürlich beschützt und gepflegt werden. Und genau dafür ist ein Forstwirt verantwortlich. Entscheidest du dich für diesen Ausbildungsweg, kümmerst du dich um die Waldbestände, pflanzt, schützt und fällst Bäume. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Instandhaltung von Waldwegen. Außerdem bist du natürlich auch für den Schutz der tierischen Bewohner zuständig. Forstwirt ist der perfekte Beruf in der Natur für alle, die nicht nur bei 30 Grad im Sommer gern draußen sind, sondern auch bei rauem und winterlichem Wetter. Hast du keine Scheu vor schlechtem Wetterbedingungen und magst die körperliche Arbeit mit natürlichen Ressourcen, bist du hier genau richtig. Alternativ zur Ausbildung kannst du dich auch für das (allerdings deutlich theoretischere) Studium der Forstwirtschaft entscheiden.

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Gärtner

Gärtner

Der Beruf Gärtner klingt einseitig? Von wegen! Die Vielfalt dieses Berufs in der Natur fängt schon damit an, dass du dich in der Ausbildung für einen der vielen Schwerpunkte wie beispielsweise Baumschule oder Garten- und Landschaftsbau entscheiden kannst. Grünflächen in Städten sind beliebte Anlaufstellen für Stadtbewohner. Umso schöner, wenn es sich dabei um toll angelegte Parks mit blühenden und gedeihenden Pflanzen handelt. Dafür sind in aller Regel (Landschafts-)Gärtner verantwortlich. In diesem Beruf arbeitest du mit und an der Natur, denn Pflanzen sind dein Arbeitsmittel. In einer Ausbildung zum Landschaftsgärtner ziehst du Pflanzen groß, pflegst sie, gestaltest Blumenbeete und legst tolle Außenanlagen inklusive Teiche und Gewässer an - und das alles natürlich an der frischen Luft. In diesem Beruf siehst du am Ende des Tages, was du geleistest hast. Auch kleinere Gärten können dein Arbeitsort sein. Genauso gehört auch die Kundenberatung zu deinen Aufgaben. Der Beruf Gärtner ist für jeden etwas, der es liebt, wenn im Frühjahr die Blumen blühen, aber genauso gern in den kalten Monaten seine Pflanzen hegt und pflegt. Die (natürlich deutlich weniger praktischen) Studienalternativen sind die Fächer Garten- und Landschaftsbau sowie Landschaftsarchitektur.

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Winzer

Winzer

In vino veritas: Dass im Wein die Wahrheit liegt, wussten schon die alten Griechen. Bis das beliebte Getränk allerdings im Weinglas auf dem Küchentisch landet, hat es einen langen, vielseitigen Produktionsprozess hinter sich. Verantwortlich dafür ist der Winzer. Eine der Besonderheiten in diesem Beruf in der Natur ist, dass noch ungewöhnlich viel mit der Hand gearbeitet wird. Natürlich gibt es auch in Winzer-Betrieben einige große Maschinen, die den Arbeitenden unter die Arme greifen. Die größte Arbeit am Weinberg, insbesondere die Weinlese, geschieht aber meist nach wie vor mit der Hand. In der Ausbildung zum Winzer lernst du alles über Reben, Gärprozesse, Maische etc. und natürlich, wie du Weine unterscheidest, ihre Qualität prüfst und Kunden berätst. Die eine oder andere Weinverkostung darf hier natürlich auch nicht fehlen. Weinbau kannst du außerdem auch studieren, wobei du dich hier auf etwas mehr Schreibtisch und etwas weniger Natur einstellen musst. So oder so, der Beruf des Winzers ist zwar körperlich anstrengend, aber dafür besonders vielfältig (und wir finden: stilvoll!).

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Tierpfleger

Tierpfleger

Du liebst die Natur, aber noch mehr liebst du Tiere? Wie gut, dass sich beides kompromisslos miteinander vereinen lässt: im Beruf des Tierpflegers. Natürlich solltest du hier darauf achten, dass du die Ausbildung in einem Zoo, Naturpark oder Tierheim machst und nicht in einer Tierklinik oder in einem -labor. Bei letzterem ist der Faktor Natur dann doch etwas gering. Arbeitest du allerdings im allzeit beliebten Zoo, bist du den lieben langen Tag mit den Tieren an der frischen Luft. Als Tierpfleger kümmerst du dich um die tierischen Bewohner. Neben Fütterung und Hygiene gehören auch die Reinigung der Tierunterkünfte, die Aufzucht von Jungtieren und die Gestaltung der Gehege zu deinen Aufgaben. Dafür lernst du alles Wichtige über uns bekannte und eher unbekannte Tiere. Schließlich braucht jedes Tier seine individuelle Betreuung. Daher ist es auch üblich, dass sich Tierpfleger auf einige wenige Tierarten spezialisieren. Tierpflege geht meist mit dem Tierschutz Hand in Hand, weshalb die beiden Bereiche auch in einem Studiengang miteinander verbunden sind. Aber auch hier gilt: Möchtest du in jedem Fall nur draußen und am liebsten jeden Tag praktisch arbeiten, überlege dir gut, ob ein Studium die richtige Alternative für dich ist.

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Pferdewirt

Pferdewirt

"Das Leben ist ein Ponyhof" trifft bei diesem Beruf in der Natur voll und ganz zu. Als Pferdewirt darfst du dich jeden Tag um die Vierbeiner kümmern und wirst sogar bezahlt! So toll das klingt, wartet auch in diesem Berufsalltag viel körperliche Arbeit auf dich. Pferde wollen gepflegt und gefüttert werden und brauchen ihre tägliche Bewegung, an der du maßgeblich beteiligt bist. In der Ausbildung zum Pferdewirt lernst du jedes Pferd an deiner Arbeitsstelle genau kennen, sodass du Erkrankungen und Verletzungen am Verhalten des Pferdes schnell erkennst. Da Pferdewirte meist im Stall oder auf der Koppel arbeiten, ist der Arbeitsanteil an der frischen Luft hier natürlich entsprechend hoch. Außerdem kannst du deine eigenen Interessen einbringen, indem du einen der folgenden Schwerpunkte wählst: Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung und Service, Pferderennen, Pferdezucht oder Spezialreitwesen. Fit hält dich dieser Beruf in der Natur in jedem Fall und glücklich sicher auch. Denn wie wir ja bekanntlich wissen: Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

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Bergführer

Bergführer

Zum Schluss haben wir noch einen ganz besonderen Beruf in der Natur für alle, die nicht nur die frische Luft lieben, sondern vor allem auch sportlich topfit sind. Die Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer ist sicher ein absoluter Nischenberuf und daher besonders spannend. Bergführer werden ist kein Zuckerschlecken, sondern vielmehr eine Gipfelbesteigung. Wenn du allerdings seit Kindesbeinen auf Skiern stehst, sportlich ein absoluter Allrounder bist (Feld, Eis, Mix-Gelände, Ski) und schon die eine oder andere Gebirgswanderung hinter dich gebracht hast, kannst du als Bergführer womöglich deinen Traumberuf Wirklichkeit werden lassen. Hat dieser extreme Beruf in der Natur (mehr Natur geht nicht!) dein Interesse geweckt, dann solltest du dich beim Verbund Deutscher Berg- und Skiführer e. V. über die weiteren Teilnahmebedingungen informieren. Bei Nicht-Eignung für die Ausbildung lass den Kopf aber nicht hängen: Der Sommer- und Winterurlaub in den Bergen ist mindestens genauso schön und bleibt somit auch immer etwas ganz Besonderes.

Wenn dich unsere Top 8 Berufe in der Natur neugierig gemacht haben, schau doch auch mal bei unseren Berufen im Grünen, Berufen rund um Umweltschutz und Studium Umwelt und Nachhaltigkeit vorbei. Go Nature!