Das Tierpflege und Tierschutz Studium ist genau das Richtige für alle, die sich um das Wohlergehen von Tieren in der Haltung und in der Natur sorgen, aber auch die wirtschaftlichen Aspekte des Tierschutzes nicht außer Acht lassen wollen. Wenn du dachtest, in dieser Fachrichtung könnte man nichts studieren außer Tiermedizin, dann täuschst du dich. Denn das noch junge fachübergreifende Tierschutz Studium bietet dir genau, wonach du suchst.
Dabei sollte dir von vornherein klar sein, dass im Tierschutz alle Tiere miteingeschlossen sind. Für persönliche Präferenzen ist an dieser Stelle kein Platz. Außerdem wirst du dich mit Tieren auseinandersetzen müssen, die sich in schlimmen Zuständen befinden, zum Beispiel sehr verwahrlost sind. Du solltest also nicht zimperlich sein und keine Angst davor haben, anzupacken.
Im Verlauf des Tierpflege und Tierschutz Studiums besuchst du mit deinen Mitstudenten Zoos und Tierparks, Auffangstationen für verwaiste Tiere und Forschungseinrichtungen, um einen praktischen Bezug sicherzustellen.
Im theoretischen Teil deines Tierpflege und Tierschutz Studium werden dir Module wie „bioethics and legislation“ (Bioethik und Rechtssetzung), „applied mathematics and physics“ (angewandte Mathematik und Physik), „comparative animal anatomy“ (vergleichende Tieranatomie), „wild animal care in clinical settings“ (Wildtierpflege im klinischen Kontext) oder „wild animal husbandry, management and welfare“ (Wildtierhaltung, -management und -wohl) begegnen. Du lernst also alles über den tierischen Körper und dessen Funktionsweisen, bekommst aber auch wirtschaftliches Wissen vermittelt, was dir bei der Jobsuche weiterhilft.
Wie dir wahrscheinlich schon aufgefallen ist, werden die Vorlesungen auf Englisch abgehalten. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass das Tierpflege und Tierschutz Studium in Deutschland nicht angeboten wird. Nur in England und Italien stößt man auf Unis, die das Studium in dieser Form anbieten. Wer seine Heimat nicht verlassen möchte, hat aber Alternativen: In Deutschland kann man beispielsweise Tierwissenschaften, Veterinärmedizin oder Jura studieren, oder eine ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen, wenn man sich für das Wohlergehen von Tieren einsetzen will. Bedenke: Viele Mitarbeiter von Organisationen wie der PETA werden nicht bezahlt. Sie betätigen sich ehrenamtlich.
Im Allgemeinen ist das Tierpflege und Tierschutz Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht durch einen NC zulassungsbeschränkt. Du brauchst allerdings eine allgemeine Hochschulreife und musst einen Aufnahmetest bestehen.