Webdesign Studium Uni, FH, Akademie

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Das erwartet dich im Studium

  • Du lernst die Grundlagen der digitalen Bilderstellung und -bearbeitung kennen. Nach den theoretischen Einführungen in die gängigen PC-Programme entwirfst und gestaltest du selbst Webseiten und wendest Grafik- und Schnittsoftware an. Je nach Hochschule kann der Design-Aspekt auch sehr künstlerisch ausgelegt werden.
  • Das Zusammenspiel von Mensch und Computer (Interface) steht im Mittelpunkt deiner Ausbildung. Dazu gehören Vorlesungen über psychologisches Basiswissen, arbeitsrechtliche Grundlagen der Interaktion, Softwareergonomie und Kenntnisse in Inclusive Design, Usability Design und Accessibility.
  • Um Mathematik und Statistik kommst du bei diesem Webdesign Studium nicht herum: Du beschäftigst dich mit Algorithmen und Datenstrukturen.
  • Auf deinem Studienplan stehen außerdem Themen wie Softwarequalität und Softwaretechnik.
  • Du entwickelst Gestaltungskonzepte für das Application- und Interfacedesign.

Webdesign und Interfacedesign

Du interessierst dich für die Gestaltung von Internetseiten und die gute Bedienbarkeit von Computerprogrammen? Dann bringst du gute Voraussetzungen für ein Webdesign Studium mit. Es verbindet die visuelle Gestaltung digitaler Medien mit der Benutzerfreundlichkeit. Daher heißen einige Studiengänge, je nach Schwerpunkt, auch Interfacedesign Studium oder Usability Design Studium.

Das lernst du im Studium

Überlegst du gerade, ob ein Webdesign Studium für dich infrage kommt? Gute Voraussetzungen bringst du mit, wenn du in der Schule gut in Fächern wie Mathematik, Informatik, Physik und Englisch warst. Dann hast du weniger Probleme damit, die Fachliteratur zu lesen und dich in Algorithmen hineinzudenken. Außerdem solltest du Spaß am Gestalten haben und vor allem ein gutes Beobachtungs- und Vorstellungsvermögen haben. Dein späterer Beruf wird viel Arbeit am PC bedeuten. Aber auch kommunikative Fähigkeiten sind extrem wichtig für dich. Du musst dich in ständig mit deinen Kollegen oder Kunden absprechen, um ihre konkreten Anforderungen an das gewünschte Webdesign verstehen und umzusetzen zu können.

Nach deinem Webdesign Studium wirst du zur Schnittstelle zwischen Mensch und Computer. Durch die optische Gestaltung von Bildschirmseiten und die Sicherstellung ihrer Anwenderfreundlichkeit (Usability Design) entscheidest du letztlich mit über den Erfolg von Software, von Produkten, Onlineshops oder Internetauftritten von Unternehmen. Spezialisierst du dich zum Beispiel auf behinderte oder alte Menschen, ermöglichst du ihnen mit deiner Oberflächengestaltung Teilhabe und Freude an digitalen Medien. Auch Kinder stellen eine Anwendergruppe mit ganz speziellen Anforderungen an das Webdesign dar. Hier kommt der psychologische Aspekt deines Webdesign Studiums ins Spiel. Wenn du über die Wirkungsweisen von visueller Wahrnehmung und Bildverarbeitung Bescheid weißt, kannst du sie optimal für die Gestaltung von Internetseiten nutzen.

Im Allgemeinen ist das Webdesign Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht zulassungsbeschränkt. Mit einem (Fach-)Abitur wirst du in der Regel zugelassen. An einigen Hochschulen kann dich jedoch ein gesondertes Auswahlverfahren erwarten. Dann geht es beispielsweise darum, deine gestalterischen Fähigkeiten durch digitale Arbeiten nachzuweisen, die du einschicken sollst.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Je nach Hochschule kannst du den Studiengang Interfacedesign, Interaktionsgestaltung, User Experience, Usability Design oder Digital Experience studieren. Das Webdesign Studium dauert zwischen sechs und acht Semester. In den ersten Semestern geht es um Computergrafik, psychologische und ergonomische Grundlagen. Erst ab dem dritten Semester hast du dann auch die Möglichkeit, individuelle Vertiefungsrichtungen zu belegen –  und dich zum Beispiel auf interaktive Systeme, Medienpsychologie oder eine andere Fachrichtung zu fokussieren.

Während des Webdesign Studium machst du mindestens ein Praktikum zum Beispiel in einem Software-Verlag. An einigen Hochschulen ist sogar ein ganzes Semester dafür vorgesehen – mit der Möglichkeit, ins Ausland zu gehen. In dualen Studiengängen geht es noch praktischer zu: Oft ist eine Ausbildung fester Bestandteil des Studiums, hier wechseln sich theoretische und praktische Phasen regelmäßig ab. Beim dualen Studium Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign kannst du parallel den Berufsabschluss als Fachinformatiker/-in erwerben.

Das Webdesign Studium schließt je nach Hochschule mit einem Bachelor of Arts, einem Bachelor of Science oder einem Bachelor of Engineering ab. Danach kannst du ein weiterführendes Master-Studium anschließen, das meistens zwei bis vier Semester dauert.

Spätere Berufe und Branchen

Nach dem Abschluss deines Webdesign Studiums kannst du bei Softwareentwicklern, Datenbankanbietern, in Multimedia- oder Internetagenturen arbeiten.  Aber auch Computerspiel-Entwickler kommen als mögliche Arbeitgeber in Frage.

Natürlich kannst du auch eine Laufbahn an der Universität einschlagen, auf deinem Spezialgebiet weiter forschen, unterrichten und deine Ergebnisse publizieren. Für Führungspositionen wird in der Regel ein Masterabschluss vorausgesetzt, typische weiterführende Studien sind etwa Medieninformatik, Softwaretechnik oder Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign.

Wenn du schon eine Reihe an Projekten auf die Beine gestellt und Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du dich als Webdesigner auch selbstständig machen.

Gehalt nach dem Studium

Die Höhe deines Gehalts schwankt je nach Arbeitgeber, deiner eigenen Spezifikation und hängt davon ab, ob du im Ausland oder Inland arbeitest.

Im Beruf:

Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Webdesigners zwischen 2.600 und 4.500 Euro.

Einstiegsgehalt:

In den ersten beiden Jahren nach deinem Webdesign Studium kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.100 und 2.800 Euro rechnen.