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Berufswahl von A bis Z

Auch wenn viele die Berufswahl so lange wie möglich vor sich herschieben – die Suche nach der passenden Ausbildung oder dem geeigneten Studium ist gar nicht so schwer, wie es scheint. Du solltest nur die richtige Einstellung mitbringen.  Wir erklären dir, worauf es ankommt.

Anfangen/Aufraffen

So viel steht fest: Die Strategie "Einfach nicht dran denken" ist nicht die beste, denn irgendwann musst sich jeder mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen. Anstatt die Sache möglichst lange aufzuschieben, solltest du dich besser aufraffen und möglichst früh damit anfangen, dich mit deinen Fähigkeiten und Berufswünschen zu beschäftigen. Vorteil dieser offensiven Haltung: Du hast kein schlechtes Gewissen und erhöhst die Chancen, deine Wunschausbildung oder dein Traumstudium zu ergattern – späte Kümmerer dagegen bekommen häufig nur noch "Restposten".

Durchhaltevermögen/ Beharrlichkeit

Wenn du schon mitten in der Orientierungsphase steckst und das Gefühl hast, nicht weiterzukommen, gib nicht so schnell auf. Die Berufswahl braucht einfach Zeit und ist in der Regel nicht innerhalb eines Tages erledigt. Wenn du Durchhaltevermögen zeigst und beharrlich an deinem Ziel festhältst, zahlt es sich früher oder später auch aus. Und nichts ist schöner, als am Ende eines Projektes auf ein befriedigendes Ergebnis blicken zu können.

Erfahrungen sammeln

So schön die Theorie auch ist – du wirst nur wissen, ob ein Beruf wirklich zu dir passt, wenn du ihn praktisch erlebt hast. Nutz also die Chance und sammle Erfahrungen durch Praktika oder Nebenjobs. Einblick in den Arbeitsalltag bekommst du auch durch Angebote wie den Tag der offenen Tür, ein Probestudium oder die Freiwilligenarbeit. Wenn du während der Schulzeit zeitlich zu sehr eingespannt bist, nimm dir solche Einsätze für die Ferien vor. Es muss ja nicht gleich der ganze Sommer dafür draufgehen. Eine Woche kann für die Einschätzung durchaus schon reichen.

Eigeninitiative/Eigenverantwortung

Auch wenn deine Eltern dir gerne die Verantwortung abnehmen, solltest du dich besser selbst um deine Zukunft kümmern. Werde aktiv und warte nicht darauf, dass dir der Weg bereitet wird. Schließlich ist nichts schlimmer, als ein Ausbildungsplatz, den du ausschließlich durch gute Kontakte deiner Familie  bekommen hast, und der so gar nichts mit dem zu tun hat, was du gut kannst oder gerne machst. Anleitungen, wie du die ersten Schritte in Richtung Traumberuf machst, gibt es zu Genüge. Wenn du Initiative zeigst und selbst Verantwortung übernimmst, findest du mit Sicherheit auch den Job, der dich langfristig glücklich macht.

Hilfe suchen/Unterstützung finden

Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn du jemanden um Rat fragst oder dir Hilfe suchst. Im Gegenteil. Kommst du an einer bestimmten Stelle im Berufswahlprozess nicht weiter, gehe auf jemanden zu, dem du vertraust und der dich gut kennt. Im Gespräch mit anderen kommt einem oft die eine oder andere Idee, die man bislang noch gar nicht hatte. Neben Eltern, Freunden und Lehrern können auch Berufsberater ideale Ansprechpartner sein. Ihnen kannst du alle Fragen stellen – weil sie sich den lieben langen Tag mit dem Thema beschäftigen, geben sie dir in der Regel immer eine passende Antwort und zudem gute Tipps mit auf den Weg.

Neugierig sein

Eine Grundvoraussetzung für die Suche nach dem Traumberuf ist Neugier. Sie sorgt dafür, dass du den Dingen auf den Grund gehen willst und nicht nachlässig wirst, bis du dein Ziel erreicht hast. Du bist dir sicher, dass dir diese Eigenschaft fehlt? Wir wissen, dass das nicht stimmt. Häufig fehlen einfach Informationen, die deine Neugier wecken. Nutze doch erst einmal einen Berufswahltest, um eine grobe Richtung einzuschlagen. Die Ergebnisse kannst du super für deine weitere Suche nutzen. Wenn du damit erst einmal den Anfang gemacht hast, kommt die Neugier auf den einen oder anderen Ausbildungsberuf oder Studiengang automatisch. 

Orientierung

Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht? Bei der Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten kann Orientierungslosigkeit durchaus mal vorkommen. Aber keine Sorge, der Zustand ist nicht von Dauer. Schließlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die schnell Licht ins Dunkel bringen. Du kannst zum Beispiel Berufsorientierungsmessen besuchen oder einen Termin bei einer Studien- und Berufsberatung machen. Zudem gibt es Online-Tools, die dir helfen können: Berufswahltests fragen nach deinen Interessen, Fähigkeiten und Kompetenzen und spucken dir am Ende dazu passende Berufsfelder aus. Hast du die ersten Schritte gemacht, wirst du dich im Dschungel der Möglichkeiten besser zurechtfinden. 

Planung/Plan B

Du weißt, was du willst und setzt alles daran, dein Ziel zu erreichen? Gut so, allerdings ist nicht jeder Weg gerade und kurz. Es kann durchaus sein, dass dich auf der Strecke viele Kurven und Stolpersteine erwarten. Mit ein bisschen Glück, einem starken Willen und Durchhaltevermögen wirst du am Ende vielleicht trotzdem erfolgreich sein. Wenn nicht, ist aber noch nichts verloren. Du solltest also für alle Fälle einen Plan B in der Tasche haben. Sollten deine Chancen auf die Wunschausbildung oder das Traumstudium zum Beispiel wegen zu vieler Bewerber gering sein, ist es ratsam, gleich mehrere Alternativen im Kopf zu haben. Anstatt deiner Zukunftsvision Arzt nachzutrauern, könntest du dich beispielsweise als Gesundheitsmanager oder Physiotherapeut versuchen.

Realitätssinn

Reich und schön – das wären wir wohl alle gerne. Ist aber leider nicht immer machbar. Und sind wir mal ehrlich: der Durchschnitt kann auch ganz angenehm sein. Anstatt dir also gleich die ganz großen Ziele zu stecken, solltest du den Sinn für die Realität nicht verlieren. Das gilt auch für die Berufswahl. Anstatt an Geld und Anerkennung zu denken solltest du dich bei deiner Zukunftsplanung besser auf andere Dinge konzentrieren. Neben den Berufen Arzt, Rechtsanwalt und Polizist gibt es nämlich noch hunderte andere, die dich vielleicht viel glücklicher machen können. Konzentriere dich einfach darauf, was du gut kannst und gerne machst. Dann strebst du automatisch realistische Ziele an und bleibst auf dem Boden der Tatsachen.

Selbstbewusstsein

Um deinen Traumjob zu ergattern, musst du Selbstbewusstsein mitbringen. Um es mit anderen Worten zu sagen: Du musst wissen, was du willst und kannst, und du musst gewillt sein, das auch anderen gegenüber zu zeigen. Diese Eigenschaft hilft dir nicht nur im Berufsfindungsprozess, sondern auch bei der Bewerbung um den passenden Ausbildungsplatz oder Studiengang. Sie ist zwar eine Frage der Persönlichkeit (entweder ist man selbstbewusst oder nicht), allerdings kannst du Selbstbewusstsein auch durch ausreichende Informationen erreichen. Wenn du dir wirklich sicher bist, dass du den zu dir passenden Beruf gefunden hast, kannst du selbstsicher alle weiteren Schritte einleiten.