Wie plane ich ein Gap Year?
Fristen und Voraussetzungen
Wenn du ein Gap Year planst, solltest du dir rechtzeitig überlegen, wie du deine Auszeit finanzieren kannst. Denn nicht immer wirst du für das, was du während dieser Zeit machst, bezahlt. Bei einer Auslandsreise können die Kosten schnell steigen.
Auf die Frage, was ein Gap Year kostet, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Wie viel Geld du brauchst, hängt stark davon ab, was du in deiner Auszeit vorhast, bei welchem Programm du bist und für welche Förderungsmöglichkeiten du dich angemeldet hast. Einen guten Überblick über deine Grundkosten bekommst du, wenn du zunächst deine aktuelle finanzielle Situation analysierst. Wenn du weißt, welche Ausgaben du derzeit hast, kannst du besser einschätzen, welche Kosten während deines Gap Years auf dich zukommen.
Am besten erstellst du eine Liste mit allen monatlichen Kosten, die aktuell bei dir anfallen. Zahlst du schon Miete, weil du eine eigene Wohnung hast? Wie viel Geld gibst du für Essen, Freizeitvergnügen und Hygieneartikel aus? Hast du ein eigenes Auto und musst Versicherungen und Sprit zahlen? Auch laufende Kosten wie dein Handyvertrag oder Streaming-Abos solltest du berücksichtigen.
Wenn du alle laufenden Kosten zusammengerechnet hast, erhältst du eine gute Orientierung für deine Mindestkosten während eines Gap Years. Einige Ausgaben lassen sich jedoch reduzieren – zum Beispiel, indem du Abonnements kündigst, deine Wohnung untervermietest oder deine Lebenshaltungskosten je nach Reiseziel und persönlichem Anspruch anpasst.
Hilfreich ist außerdem eine Übersicht über deine Einnahmen. Vielleicht verdienst du regelmäßig Geld durch Nebenjobs, Ferienarbeit oder Aushilfstätigkeiten. Manche jungen Menschen erhalten zudem finanzielle Unterstützung von ihren Eltern oder Verwandten. Solche Einnahmequellen können dir dabei helfen, bereits vor deinem Gap Year Geld anzusparen oder – wenn du weiterhin arbeitest – auch während deiner Auszeit einen Teil deiner laufenden Kosten zu decken. Wenn du feste Einnahmen aus solchen Quellen hast, kannst du sie bereits gegen deine monatlichen Fixkosten gegenrechnen und so besser abschätzen, wie viel Geld du insgesamt benötigst.
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Was ein Gap Year kostet und wie viel Geld du währenddessen brauchst, hängt vor allem davon ab, was du in der Zeit machen möchtest. Je nach Aktivität gibt es unterschiedliche Einnahmen und Ausgaben, die anfallen:
| Gap-Year-Option | Einnahmen & Kosten |
| Studienvorbereitungsjahr |
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| Freiwilligendienst (BFD, FSJ oder FÖJ) |
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| Au-pair-Aufenthalt |
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| Auslandspraktikum |
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| Sprachreise |
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| Work and Travel |
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Neben den laufenden Lebenshaltungskosten entstehen bei vielen Gap-Year-Programmen zusätzliche einmalige Ausgaben. Dazu gehören unter anderem:
Die Kosten eines Gap Years sind etwas, das nur wenig junge Menschen komplett aus eigener Tasche finanzieren. Wenn deine Eltern dich nicht vollständig unterstützen können, gibt es aber verschiedene Fördermöglichkeiten:
| Finanzierungsmöglichkeiten fürs Gap Year | Förderung, Leistungen und Aufwand |
| Auslands-BAfÖG |
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| Studienkredit (z.B. KfW-Studienkredit oder Bildungsfonds) |
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| Gap-Year-Stipendien (z.B. von Stiftungen) |
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| Nebenjobs vor oder während des Gap Years |
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Neben Praktika oder Work and Travel gibt es auch staatlich oder international geförderte Programme, die einen Auslandsaufenthalt ermöglichen und gleichzeitig einen Großteil der Kosten übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel das Europäische Solidaritätskorps (ESC), das Programm „kulturweit“ sowie der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“.
Beim Europäischen Solidaritätskorps (ESC) engagieren sich junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren mehrere Monate lang in sozialen, kulturellen oder gemeinnützigen Projekten innerhalb Europas. Die Teilnahme ist für Freiwillige weitgehend kostenfrei: Unterkunft, Verpflegung, Versicherung und Reisekosten werden übernommen. Zusätzlich erhalten Teilnehmende ein monatliches Taschengeld und teilweise auch ein kleines Budget für persönliche Ausgaben. Insgesamt entspricht die finanzielle Unterstützung häufig einem Gegenwert von etwa 400 bis 1.000 Euro pro Monat.
Auch das Programm „kulturweit“, das von der Deutschen UNESCO-Kommission organisiert wird, ermöglicht jungen Menschen einen Freiwilligendienst im Ausland – meist in den Bereichen Kultur, Bildung oder Auswärtige Kulturpolitik. Die Teilnehmenden erhalten ein monatliches Taschengeld von etwa 350 bis 400 Euro. Außerdem werden in der Regel Flugkosten, Versicherungen sowie ein Teil der Unterkunftskosten übernommen. Die Programme laufen in der Regel sechs bis zwölf Monate und beinhalten vorbereitende sowie begleitende Seminare.
Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird, richtet sich ebenfalls an junge Menschen, die sich in Projekten in Ländern des Globalen Südens engagieren möchten. Auch hier werden die meisten Kosten wie Unterkunft, Versicherung, Seminare und Betreuung übernommen. Zusätzlich erhalten Freiwillige oft ein Taschengeld von etwa 100 bis 400 Euro pro Monat. Bewerbungen erfolgen in der Regel über sogenannte Entsendeorganisationen in Deutschland.
Wie bei vielen größeren Projekten ist auch für das Gap Year eine gute Planung entscheidend. Wenn du weißt, was du machen möchtest und wie du deine Auszeit finanzieren kannst, kannst du mit der konkreten Vorbereitung beginnen. Wir erklären dir in unserem Leitfaden, wann du mit der Vorbereitung loslegen solltest und worauf du achten musst.
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