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Upcycling – 5 Ideen, wie du aus altem Kram etwas Neues machst

26. März 2019

Aus Alt, mach Neu! Kreativität liegt dir im Blut und du hast einen Sinn für Nachhaltigkeit? Dann ist Upcycling genau das Richtige für dich! Der Begriff setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern ‚up‘ und ‚recycling‘. Heraus kommt ein Trend, bei dem alte Produkte, die eigentlich schon dem Müll geweiht sind, nicht nur wiederverwendet, sondern gleichzeitig aufgewertet werden.

Upcycling

In Zeiten, in denen Themen wie Umwelt- und Klimaschutz immer relevanter werden, kannst du mit Upcycling nicht nur tolle Deko gestalten, sondern auch etwas für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und gegen die Wegwerfgesellschaft tun. Ziehst du in deine erste eigene Wohnung oder hast einfach nur Lust dein Zimmer neu zu gestalten, mache dir Gedanken, ob du die eine oder andere Fahrt ins Möbelhaus vielleicht vermeiden kannst. Dort bekommst du zwar zum Teil preiswerte Ware. Dabei handelt es sich allerdings häufig um Massenware, deren Produktionsbedingungen und -wege ihren Teil zum Klimawandel beitragen. Hinzu kommt noch, dass solch günstige Massenware für viele Menschen häufig keinen persönlichen Wert haben. Gefällt sie nicht mehr oder ist kaputt, landet sie auf dem Müll. Nicht beim Upcycling! Hast du gerade keine alten Möbel dafür zur Hand, möchtest aber dennoch dein Zimmer nachhaltig gestalten, schaue auf Dachböden, in Kellern oder auf Flohmärkten nach. Dort findest du mit Sicherheit alte Schätze, die du im Nu toll aufpeppen kannst. Das Tolle daran: Du verkleinerst nicht nur deinen ökologischen Fußabdruck, sondern kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen. Wenn du fertig bist, hast du dein ganz individuelles Deko- oder Möbelstück, das dir niemand nachkaufen kann. 

Hast du richtig Lust bekommen loszulegen? Dann haben wir 5 Ideen für dich, wie du aus altem Kram tolle neue Möbel oder Deko machen kannst. Viel Spaß!

1. Mach aus alten Obstkisten ein neues Regal!

Obst- oder Weinkisten sind zurzeit richtig beliebt. Zu Recht! Die Holzkisten sind auch nach ihrer Zeit als Aufbewahrungsmittel für Lebensmittel noch für einiges zu gebrauchen. Hier können zum Beispiel genauso gut Bücher, Schuhe oder Filme Platz finden. Mittlerweile gibt es solche Kisten sogar neu zu kaufen. Das solltest du natürlich vermeiden. Frage stattdessen beispielsweise in Lebensmittelgeschäften nach, ob du dir von dort ein paar der Kisten mitnehmen kannst. Durch das Material Holz sind die Kisten zeitlos und passen in jedes Zimmer. Wenn du magst, kannst du die Kisten aber auch streichen. Weiß ist dabei sehr beliebt. Magst du es bunt, kannst du dich auch für knallige Farben entscheiden. Du kannst die Kisten einzeln verwenden oder auch zu einem größeren Regal bauen. Lege die Kisten dafür auf die Seite und stelle sie mit der Bodenseite gegen deine Zimmerwand, sodass die offene Seite in dein Zimmer zeigt. Dann kannst du Tetris spielen und die Kisten quasi nach deinem Belieben übereinander stapeln – mal senkrecht, mal waagerecht, mal eng aneinander, mal mit einer Lücke. Mache sie dabei sicherheitshalber mit ein paar Nägeln aneinander fest. So erhältst du ein offenes Regal, in das du alternativ auch Kleidung oder Pflanzen legen und stellen kannst. Ist dir das zu sichtbar für manche deiner Gegenstände, kannst du vor einigen offenen Kisten auch etwas alten Stoff hängen. Schneide ihn zurecht und mache ihn ganz einfach mit Nägeln oder einem Tacker am oberen Rand der Kiste fest. Schon hast du dein ganz eigenes Upcycling-Regal.

2. Mach aus alten Holzpaletten ein neues Bett!

Nicht nur Obst- und Weinkisten sind über ihren eigentlichen Verwendungszweck hinaus zu gebrauchen, sondern auch die verwandte Holzpalette. Mit ihr kannst du beispielsweise sowohl deinen Wohnzimmertisch gestalten, als auch eine Couch oder dein Bett. Je nachdem wie alt und gebraucht die Holzpalette ist, kann das ‚alt‘ sogar recht cool aussehen und ist bei Fans des Einrichtungsstils ‚Shabby Chic‘ sehr beliebt. Möchtest du es lieber etwas neuer und gepflegter haben, ist ein Anstrich eine gute Option. Willst du die Palette als Couchtisch benutzen, kannst du sie entweder so auf den Fußboden legen und durch Pflanzen direkt etwas aufpeppen oder du legst beispielsweise noch eine Glasplatte oben drauf. Da eine Couch im Idealfall etwas höher ist, solltest du dafür zwei oder drei Paletten übereinander legen. Eine weitere Palette stellst du aufrecht dahinter. Das ganze legst du mit Sofapolstern und ein paar Kissen aus und schwupp…hast du eine gemütliche, moderne und selbstgestaltete Couch. Bei einem Paletten-Bett verhält es sich fast genauso. Du benötigst allerdings keine Rückenlehne und statt dem Polster nimmst du natürlich eine Matratze. Für welches Paletten-Upcycling du dich auch entscheidest, eins ist sicher: Mit diesen Möbelstücken liegst du definitiv im Trend!

3. Aus alten Einweggläsern alles Mögliche machen!

Bei dir stapeln sich die Einmachgläser und (Wein)Flaschen und du kommst oftmals gar nicht hinterher, diese zum Container zu bringen? Dann behalte sie und mache was anderes draus! Gut gespülte Einmachgläser sind für (fast) alles zu gebrauchen. Du kannst sie als Vase benutzen, genauso gut aber auch als Behälter für Küchenutensilien oder Lebensmittel wie Nudeln oder Reis. Hast du einen Balkon, der nicht sonderlich viel Platz bietet, kannst du in ihnen auch kleine Pflanzen oder Kräuter sähen. Besonders schön machen sie sich auch als Blumenbehälter, die du an einer Schnur befestigt aufhängen kannst. Statt dir unnötig neue Behälter oder Kästen zu kaufen, sind Einweggläser auch für Kleingeld, Schmuck oder Stifte der perfekte Aufbewahrungsort. Möchtest du es dir gemütlich machen, dürfen Kerzen oftmals nicht fehlen. Ein besonderes Flair erhältst du, wenn du sie in gesäuberte und vom Etikett befreite (Wein)Flaschen steckst. Zündest du sie an, läuft mit der Zeit das Wachs an der Flasche herunter, was für das spezielle Etwas sorgt. Dafür werden vor allem grüne Flaschen verwendet. Helle Weinflaschen wiederum eignen sich perfekt als Vasen für einzelne Blumen. 

4. Mach aus alten Stühlen eine neue Garderobe!

Auch alte Sitzgelegenheiten können deinem Zimmer das gewisse Etwas geben. Beispielsweise kannst du einfach ein großes Tuch aus ebenfalls recyceltem Stoff über einen alten Sessel werfen und schon hast du ein neues Möbelstück in der Farbe oder dem Muster deiner Wahl. Alte Stühle aus Holz kannst du durch einen Anstrich neu aufpeppen. Möchtest du aus gebrauchten Stühlen etwas vollkommen Neues machen, bastle mit ihnen eine Garderobe! Dafür befestigst du ein oder zwei Stühle mit der Rückenlehne an einer Wand. Am besten dafür geeignet sind Stühle, an denen zwischen den Stuhlbeinen je noch eine Stange angebracht ist. An diese kannst du dann deine Kleiderbügel hängen. So erhalten deine liebsten Kleidungsstücke einen ganz besonderen Ort. Die Sitzfläche der Stühle kannst du dann ebenfalls noch gut als Ablage für Hüte, Handschuhe, Taschen oder Schals benutzen. Diese Garderobe soll dir erst einmal jemand nachmachen!

5. Aus altem Stoff neue Kissen machen!

Hast du alte Vorhänge oder Bettwäsche zu Hause, müssen diese nicht im Container landen, sondern lassen sich ebenfalls zu tollen neuen Produkten upcyceln. Sind Nadel und Faden für dich keine Fremdwörter, kannst du dir tolle Stofftaschen, Kissenbezüge oder je nach Stoff sogar neue Kleidung nähen. Das sind übrigens tolle Geschenke, über die sich sicherlich auch deine Freunde freuen würden. Mit einer selbstgenähten Tasche, noch dazu aus recyceltem Stoff, steht einem nachhaltigen Einkauf nichts mehr im Wege! Für Kissenbezüge, die nur zur Deko dienen sollen und nicht unbedingt bequem sein müssen, kannst du auch alte Leinensäcke benutzen. 

Beim Upcycling kannst du deiner Kreativität im jedem Fall freien Lauf lassen. Im Internet findest du noch viele weitere Vorschläge. Vielleicht fällt dir beim Stöbern ja sogar deine ganz eigene Upcycling-Idee ein!

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