Orientalistik Studiums Uni, Akademie

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Das erwartet dich im Studium

  • Während des Orientalistik Studiums tauchst du in die spannende Welt des „Morgenlandes“ ein und bekommst eine umfassende Sprachausbildung.
  • Arabisch steht meistens zuerst auf dem Lehrplan. Je nach Universität kannst du noch eine zweite orientalische Sprache wählen, wie etwa Türkisch, Ägyptisch, Persisch, Aramäisch oder Hebräisch.
  • Das Erlernen der Sprachen ermöglicht dir im Verlauf des Orientalistik Studiums eine intensive Auseinandersetzung und ein besseres Verständnis der vielen Kulturen des Nahen Ostens.
  • In der Regel gehören Praxissemester in orientalischen Ländern ebenso wie Projektarbeiten in islamischen Kultureinrichtungen oder vergleichbaren Institutionen zum Studium.

Orientalistik

Interessierst du dich für den Orient? Möchtest du mehr über die islamische Welt erfahren, ihre Sprachen, Religionen und Literaturen erforschen? Dann ist das Orientalistik Studium vielleicht genau richtig für dich. In diesem vielseitigen Studienfach wird die Welt von „1001 Nacht“ geistes- und kulturgeschichtlich beleuchtet. Außerdem lernst du Arabisch und eine zweite orientalische Sprache.

Das lernst du im Studium

Überlegst du dir gerade, ob ein Orientalistik Studium für dich das Richtige ist? Es gibt einige Grundvoraussetzungen, die dir den Zugang zu diesem Studienfach erleichtern. Zunächst brauchst du natürlich Neugier und Offenheit, um die fremde Kultur vorurteilsfrei kennenlernen zu können. Du solltest dich darauf einstellen, viel zu reisen. Möglicherweise wirst du nach Abschluss deines Studiums in einem anderen Land arbeiten und leben. Da das Sprachenlernen im Orientalistik Studium sehr wichtig ist, solltest du Begeisterung und Begabung für fremde Sprachen mitbringen. Wenn du bereits Französisch, Russisch oder Englisch beherrschst, hast du einen Vorteil im Umgang mit der Sekundärliteratur.

An manchen Universitäten kannst du Orientalistik auch als Kombinationsstudiengang belegen und die Orientwissenschaft zusammen etwa mit Wirtschaft, Verlagswesen oder Medien studieren. Du solltest dich über die verschiedenen Möglichkeiten vorab informieren, denn schon mit der Wahl der Uni und deiner Fachkombination kannst du eine Vorentscheidung für deine späteren Berufsaussichten treffen.

Im Allgemeinen ist das Orientalistik Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht zulassungsbeschränkt. Wenn du dein (Fach-)Abitur abgelegt hast, kannst du dich einschreiben. Allerdings verlangen manche Universitäten einen Nachweis über Fremdsprachenkenntnisse beispielsweise in Englisch, Französisch oder Russisch. Manche Einrichtungen haben auch ein hochschulinternes Auswahlverfahren.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Je nach Hochschule kannst du zum Beispiel den Studiengang Orientalistik, Orientalistik/ Islamwissenschaften, Ägyptologie, Arabistik oder Altertumswissenschaften/ Altorientalistik studieren. Das Studium dauert zwischen sechs und acht Semester. In den ersten Semestern geht es um die Kultur des Orients und die sprachlichen Grundlagen. Später hast du dann auch die Möglichkeit, individuelle Vertiefungsrichtungen zu belegen – und dich zum Beispiel auf eine bestimmte Sprache, Literatur und Landeskultur oder eine andere Fachrichtung zu fokussieren.

Während des Studiums machst du mindestens ein Praktikum in einer kulturellen oder öffentlichen Einrichtung oder einer Firma mit regionalem Bezug zum Orient. Auch ein Auslandsaufenthalt beispielsweise im Nahen Osten gehört an vielen Hochschulen zum Studium. Das Orientalistik Studium schließt in der Regel mit einem Bachelor of Arts ab. Danach kannst du ein weiterführendes Master-Studium anschließen, das meistens zwei bis vier Semester dauert.

Spätere Berufe und Branchen

Nach deinem Abschluss als Orientalist kannst du als Dolmetscher oder Übersetzer in internationalen Organisationen wie der UN, im diplomatischen Dienst oder in der Entwicklungshilfe arbeiten. Daneben kommen Wirtschaftsunternehmen als mögliche Arbeitgeber in Frage. Hier können Orientalisten bei Vertragsverhandlungen beratend zur Verfügung stehen, vorab über die jeweiligen kulturellen Besonderheiten aufklären oder Außenstellen im Ausland führen. Mögliche Berufsfelder finden sich auch in Museen und Spezialbibliotheken, in journalistischen Redaktionen, in der Erwachsenbildung oder im Lektorat von Verlagen.

Natürlich kannst du nach dem Orientalistik Studium auch eine Laufbahn an der Universität einschlagen, auf deinem Spezialgebiet weiter forschen, unterrichten und deine Ergebnisse publizieren. Für Führungspositionen wird in der Regel ein Masterabschluss vorausgesetzt, weiterführende Studien bieten sich zum Beispiel in Islamwissenschaft oder Wissenschaft vom Christlichen Orient an.

Wenn du schon eine Reihe an Projekten auf die Beine gestellt und Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du dich als Orientalist und Berater auch selbstständig machen und dein Fachwissen freiberuflich zur Verfügung stellen.

Gehalt nach dem Studium

Die Höhe deines Gehalts schwankt je nach Arbeitgeber, deiner eigenen Spezifikation und hängt davon ab, ob du im Ausland oder Inland arbeitest.

Im Beruf:

Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Orientalisten etwa zwischen 2.200 und 5.000 Euro.

Einstiegsgehalt:

In den ersten beiden Jahren nach dem Orientalistik Studium kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.000 bis 3.000 Euro rechnen. Allerdings nur, wenn du an Hochschulen oder im öffentlichsten Dienst arbeitest. Bei einer Anstellung in einer gemeinnützigen Einrichtung ist das Gehalt in der Regel sehr viel niedriger. In Wirtschaftsunternehmen kannst du mit Erfahrung und Zusatzqualifikationen auch mehr verdienen.