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Diese Skills und Ausrüstungsgegenstände sollten angehende Fotografen kennen und beherrschen

Fotografie ist ein Berufsfeld in Bedrängnis durch private Kamerabesitzer. Du möchtest hier eine Ausbildung absolvieren? Dann solltest du schon bei deren Beginn nicht mehr gänzlich unwissend sein.

Fotografen brauchen einen Vorsprung – aber warum?

Lange hatten Profifotografen keinen Grund, Privatleute zu fürchten. Allein schon, weil sich nur Profis die Ausrüstung leisten konnten, um Filme zu entwickeln, Bilder zu vergrößern, Abzüge zu machen. Dann kam jedoch die Digitalfotografie und machte den Entwicklungsprozess überflüssig. Anschließend kam das Smartphone: 

  • Ein Gerät, das mit jeder neuen Generation eine zunehmend leistungsfähigere Kamera mitbringt;

  • Ein Gerät, das fast jeder Privatmensch besitzt, auch ohne fotografische Neigungen zu hegen; 

  • Ein Gerät, das durch Software diverse Fähigkeitslücken schließen kann. 

Hinzu kommt das Netz: Was Laien nicht wissen, können sie sich dank YouTube und zahllosen Ratgeberseiten binnen weniger Minuten autodidaktisch beibringen. 

Heute konkurriert deshalb jeder professionelle Fotograf gegen zigtausende Privatmenschen, die nicht nur simple Schnappschüsse anfertigen, sondern handwerklich saubere Fotos schießen können – jeder von ihnen ist ein potenzieller Kunde weniger. 

Wenn du mit Fotografie deinen Lebensunterhalt bestreiten möchtest, kommt es deshalb im Höchstmaß darauf an, dass du privaten Fotografen immer eine Nasenlänge voraus bist. Ein wichtiger Schlüssel dazu ist, dass du schon zu Beginn einer fotografischen Ausbildung die Grundlagen beherrschst und ebenso grundlegend fotografieren kannst – umso stärker kannst du dich von Tag 1 an auf das Erlernen jener Dinge konzentrieren, die Profifotografen auch weiterhin einen Vorsprung über gut ausgerüstete Laien verschaffen.

1. Die technischen Grundlagen der Fotografie

Fotografie ist ebenso Technik wie Kunst. Dir dieses Wissen anzueignen, spart dir im Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule viel Stress und Zeit – Zeit, die du investieren kannst, um deine fotografischen Skills zu verbessern.

Aufbau und Funktion von Kameras

Wie schafft es eine Kamera, ein Abbild der Realität einzufangen? Die Antwort darauf sind mehrere Techniken; Bauweisen, die die Art der Bildgebung definieren. Grundsätzlich haben wir es mit zwei Ober- und mehreren Untergruppen von Kameras zu tun. Hier die heute wichtigsten Systeme:

Analogkameras (mit Fotofilm)

  • Fachkamera: Hierbei sind Linse („Objektivstandarte“) und Sichtfenster („Bildstandarte“) durch einen Balgen verbunden und auf mehreren Ebenen verschieb- und kippbar.
  • Spiegelreflexkamera („SLR“ – Single Lens Reflex): Hierbei blickt das Fotografenauge über ein Spiegelsystem durch dieselbe Linse („Objektiv“), durch die auch die Kamera „blickt“. Bei der Auslösung klappt kurzzeitig der Spiegel hoch und schließt das Sichtfeld. Immer sind die Objektive austauschbar.
  • Sucherkamera: Hier erfolgt das „Anvisieren“ des Motivs durch eine andere Linse („Sucher“) als die Belichtung. Teilweise sind die Objektive austauschbar.

Digitalkameras

  • Kompaktkamera: Sie ist sehr klein, hat ein festes Objektiv (das aber typischerweise zoomen kann), die Betrachtung erfolgt über einen rückseitigen Bildschirm.
  • Bridgekamera: Ist technisch ähnlich wie eine Kompaktkamera, aber größer, fähiger und hat meist ein Sucherfenster.
  • Spiegelreflexkamera („DSLR“): Funktioniert prinzipiell wie analoge SLRs, nur mit Digitalsensor statt Film.
  • Systemkamera („DSLM“ – Digital Single Lens Mirrorless): Spiegellose Kameras mit Wechselobjektiven, meist auch Sucherfenstern, die in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Varianten mit Sucherfenster, bei denen das Bild durch das Objektiv auf einen im Fenster installierten Mini-Bildschirm geleitet wird, werden teilweise auch als „Spiegellose DSLR“ bezeichnet, wobei DSLM die korrekte Bezeichnung ist.

Dazu musst du wissen, dass die heutige Kamerawelt am Scheideweg steht. Jahrelang waren DSLRs das Maß aller Dinge. Mittlerweile setzen sich jedoch auch im Profisegment verstärkt DSLMs durch – sie haben kaum noch mechanische Bauteile und sind deshalb robuster und langlebiger.

Übrigens: Bei allen Kameras mit Wechselobjektiven wird die Kamera selbst „Body“ genannt.

Aufbau und Funktion von Objektiven

Alles, was wir sehen, ist prinzipiell nicht mehr als eine Lichtreflexion. Objektive als Pakete von Linsen bündeln dieses Licht in der gewünschten Art und leiten es auf den Film oder den Sensor weiter.

Grundsätzlich unterteilen Objektive sich in festverbaute sowie Wechselobjektive. Bei letzteren erfolgt die Montage am Body entweder durch ein Schraubgewinde (sehr selten bei Digitalkameras) oder durch ein „Bajonett“ – einen zwischen den Herstellern und Systemen unterschiedlichen Bajonettverschluss. 

Dabei sind die beiden wichtigsten Kennzahlen jedes Objektivs seine maximale Blendenöffnung sowie die Brennweite. Auf ersteres gehen wir im nächsten Abschnitt genauer ein, auf die Brennweite jetzt: 

Technisch gesehen ist die Brennweite (in Millimetern angegeben) der Abstand zwischen der Hauptlinse und dem Fokuspunkt des Objektivs. Ganz grob: Die Brennweite gibt den optischen Zoomfaktor an – auch wenn kein Profi vom Zoomfaktor spricht, sondern immer der Brennweite. Je größer die Brennweitenzahl, desto größer der Zoomfaktor. Verinnerliche besser, dass die Brennweite die Größe des Bildausschnitts in deinem Sichtfenster/Bildschirm definiert, das ist richtiger.

Was die Objektivvarianten anbelangt, gibt es folgende Gruppen:

  • Festbrennweiten: Sie haben keine Zoom-Möglichkeit. Dadurch benötigen diese Objektive weniger Bauteile, sind leichter, robuster, kompakter und meist lichtstärker (sie schwächen das durchgehende Licht durch die geringere Linsenanzahl weniger ab).
  • Zoomobjektive: Sie haben eine variable Brennweite, sind dadurch flexibler (du musst deinen Standort nicht verändern, um den Bildausschnitt zu justieren). 

Beide Varianten teilen sich zudem hinsichtlich ihrer Brennweite auf in:

  • Standard- bzw. Standardzoomobjektive zwischen ca. 24mm und 75mm Brennweite.
  • Tele- bzw. Telezoomobjektive zwischen 50mm und 600mm Brennweite.
  • Weitwinkel- bzw. Weitwinkelzoomobjektive zwischen 20mm und 40mm Brennweite.

Hinzu kommen noch zwei Sonderbauformen: Das „Reiseobjektiv“ ist eine Mischung zwischen Standard- und Tele(zoom)objektiv. Es wurde geschaffen, um auf Reisen weniger Objektive mitführen zu müssen, ist aber weniger leistungsfähig als dedizierte Einzelobjektive. Der „Telekonverter“ hingegen ist ein spezielles optisches Zwischenelement. Er wird zwischen Body und dem eigentlichen Objektiv installiert und vergrößert die bestehende Brennweite – beispielsweise, um einem Telezoomobjektiv eine maximale Brennweite von 400 statt 200 Millimetern zu geben.

Blende, Belichtungszeit, Empfindlichkeit, Fokus

Die Brennweite definiert, wie groß der Bildausschnitt ist und wie nah das Motiv deshalb wirkt. Daneben hast du bei den meisten höherwertigen Kameras noch vier weitere Einstellungsmöglichkeiten:

  • Die Blende (angegeben in „f + Zahlenwert“, bspw. f/8) ist im Objektiv installiert. Sie ist ein justierbarer Tunnel, den das Licht passieren muss. Dadurch definiert sie einerseits die mögliche Motivhelligkeit („Belichtung“), andererseits auch die „Schärfetiefe“: Je weiter offen die Blende ist, desto unschärfer ist das Motiv rings um den fokussierten Punkt.
  • Die Belichtungszeit (angegeben in Sekundenbruchteilen) definiert, wie lange der Lichtstrahl beim Auslösen auf den Sensor/Film einwirkt. Auch das justiert die Belichtung. Erst dadurch kannst du mit der Blende mehrere gleichhelle Fotos schießen, die aber eine unterschiedliche Schärfentiefe haben. Aber: Je länger die Belichtungszeit, desto leichter entstehen aber auch verwackelte Fotos.
  • Die Empfindlichkeit (bei Digitalkameras als „ISO-Wert“ angegeben) sagt aus, wie lichtempfindlich Chip und Film sind, also eine weitere Steuerungsmöglichkeit für die Belichtung. Bei Digitalkameras ist der ISO-Wert grundsätzlich variabel, doch je höher er ist, desto körniger wird das Motiv.
  • Der Fokus: Er stellt das Motiv unabhängig von den anderen Parametern scharf. Bei den meisten Kameras mit Wechselobjektiven kannst du das manuell am Objektiv erledigen, typischerweise steuern die Bodys jedoch einen Autofokus – den Fokuspunkt bestimmt dann entweder eine Automatik oder du über eingeblendete Punkte im Sucher bzw. Display.

Viele moderne Kameras steuern all diese Werte automatisch. Als angehender Fotograf solltest du dich jedoch unbedingt mit der manuellen Vorgehensweise und dem Zusammenspiel der erstgenannten drei Werte befassen – das muss jeder Profi blind beherrschen. 

Blitze und das Timing

Manchmal genügt ein hoher ISO-Wert zusammen mit langer Belichtungszeit und offener Blende nicht für ausreichend helle Motive – oder ist hinsichtlich der Bildkomposition nicht gewünscht. Dann kommen Blitze ins Spiel. 

Sie unterteilen sich in Studio- und Aufsteckblitze. Wichtig ist, dass du weißt, wie lange und wie hell dein Blitz aufleuchten muss, um zur gewählten Belichtungszeit zu passen.

Sensoren und Formate

Auch Digitalkameras sind an einem Punkt noch analog: bei der Sensorgröße. Vollumfänglich wirst du erst in der Berufsschule in dieses sehr komplexe, umfangreiche Thema eintauchen können, insbesondere, weil die Sensorgröße auch mit der Brennweite zusammenhängt. Hier aber schon die wichtigsten Basis-Infos.  

  • Digitale Vollformatkameras (maßgeblich im Profibereich) orientieren sich bei der Sensorgröße am analogen 35-Millimeter-Film; der Sensor ist ungefähr 24 x 36 Millimeter groß.
  • Digitale Crop-Kameras haben einen kleineren („Crop“-)Sensor – wie groß, unterscheidet sich zwischen den Herstellern und Modellen.

Dabei ist die Arbeitsweise simpel: Je größer der Sensor, desto mehr Bildpunkte passen darauf. Dadurch sind Vollformatsensoren automatisch lichtempfindlicher als Crop-Sensoren.

Bildbearbeitung

Zunächst: Wenn du die vorherigen Punkte beherrschst, sind deine Fotos auch ohne Nachbearbeitung exzellent. Aber ein guter Profifotograf muss heute auch ein guter Bildbearbeiter sein.

Denn mit Bildbearbeitung kannst du zahllose Dinge tun:

  • Beheben kleiner Fehler auf technischer Ebene;

  • Ästhetische Verbesserungen im Motiv (etwa Faltenentfernung);

  • Künstlerische Bearbeitungen, die durch reines Fotografieren nicht möglich sind.

Wichtig ist, dass du dich vor Ausbildungsbeginn mit beidem befasst – Fotografie und Bildbearbeitung. Auch, um zu sehen, wie vielfältig und kreativ sich ein Foto noch verändern lässt. Gerade das gibt Profis heute oftmals die Oberhand über Laien; denn Bildbearbeitungsprogramme sind sehr kompliziert.

2. Die ästhetischen Grundlagen der Fotografie

Technik ist die wichtige Grundlage. Doch Kunden wollen nicht nur technisch gute Bilder, sie wollen oft eine besondere Ästhetik. Auch dieses Feld musst du deshalb beherrschen.

Goldener Schnitt und Drittelregel

Du möchtest ein Oberkörperportrait schießen: wo im Bild sollen sich der Kopf des Models, Augen, Mund und Nase befinden? Hier kommt der „Goldene Schnitt“ ins Spiel, ein wichtiges Kompositionselement, das als Umsetzung es menschlichen ästhetischen Empfindens gilt.

In der Fotografie wird der Schnitt (vereinfacht) durch die „Drittelregel“ umgesetzt: Stell dir das Motiv von zwei waagerechten und senkrechten Linien durchzogen vor, sodass es in 3x3 Felder aufgeteilt wird. Hier besagt die Drittelregel, dass dein Hauptmotiv (je nach Stil, Blickrichtung usw.) in einem der Kreuzungspunkte zweier Linien liegen sollte. 

Tipp: Schalte dazu an deiner Kamera die Funktion „Hilfslinien“ oder „Gitterlinien“ ein. Sie helfen dir beim Anvisieren, die Drittelregel einzuhalten.

Die wichtigsten Stile

Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene Fotostile. Nach der Ausbildung wirst du alle kennen. Zuvor solltest du jedoch zumindest die Basisstile beherrschen:

  • Portraitfotografie
  • Landschaftsfotografie
  • Tierfotografie
  • Stillleben
  • Street-Fotografie
  • Event-Fotografie

Für den Einstieg raten wir dir zu Stillleben und Landschaftsfotografie. Die Motive stehen still, benötigen keine Anweisungen. Du kannst dich voll auf Technik und Einstellungen konzentrieren.

Schärfentiefe und Bokeh 

Bereits bei der Blende wurde die Schärfentiefe kurz angesprochen. Sie ist deshalb so wichtig, weil du mit ihrer Hilfe den Blick des Betrachters lenken kannst. Stell dir beispielsweise vor, du fotografierst ein Eichhörnchen auf dem Waldboden:

  • Bei hoher Schärfetiefe wäre nicht nur das Eichhörnchen scharf, sondern auch alles, was näher und weiter weg ist.
  • Bei geringer Schärfetiefe wäre nur das Eichhörnchen scharf, je nach möglicher Blendenöffnung vielleicht auch nur seine Nasenspitze oder die Augen. 

Letzteres würde von den meisten Menschen als ästhetischer empfunden werden. Man spricht bei solchen unscharfen Vorder- und Hintergründen auch von „Bokeh“. 

Crashkurs: Fünf beeindruckende Fotos für Anfänger

Du hast eine Kamera mit einstellbaren Objektiven und zumindest auf dem rückseitigen Display einblendbaren Hilfslinien. Das beherrscht heute praktisch jede DSLR, jede DSLM und viele Bridge-Kameras. Das genügt vollkommen, um erste Erfahrungen zu machen. Wir zeigen dir jetzt fünf beeindruckende Fotos, die du damit schießen kannst, ohne Models zu benötigen. 

1. Begib dich an einem möglichst wolkenlosen Tag morgens (vor Sonnenaufgang) in die Natur. Dann positionierst du dich an einem erhöhten Standpunkt mit Blickrichtung nach Osten. Richte die Kamera so aus, dass die untere waagerechte Hilfslinie deckungsgleich mit dem Horizont ist. Dann schalte die ISO-Automatik ab, stelle den ISO auf 100 und fokussiere keinesfalls auf unendlich (sonst kann dein Bildsensor durch das helle Licht Schaden nehmen).

Wenn die Sonne über den Horizont kommt, richtest du mit dem Zoom erst den Bildausschnitt passend aus. Dann bewegst du die Kamera seitlich, bis die Sonne entweder auf einer der senkrechten Hilfslinien liegt. Wenn sie durch ihren Aufstieg ungefähr in der Bildmitte angelangt ist, beginnst du, mit einem hohen Blendenwert und passender Belichtungszeit zu fotografieren. Spiele mit beiden Werten, bis du etwas gefunden hast, das dir gefällt. 

Wenn die Sonne dann im oberen Kreuzungspunkt der Linien angelangt ist, machst du mit dieser Einstellung ein endgültiges Foto.

2. Setze dich an einen Wasserlauf. Ein kleiner Bach, der an der Stelle über Steine, Stufen und Ähnliches fließt, ist perfekt. Schalte die ISO-Automatik aus und den ISO auf 100. Stelle dann deine Blende auf einen möglichst hohen Wert. Wenn die Kamera ausgerichtet und der Bach fokussiert ist, schaltest du alle Automatiken ab.

Dann machst du mehrere Fotos. Bei jedem verlängerst du die Verschlusszeit um einen Schritt. Davon ausgehend öffnest du die Blende ebenfalls schrittweise immer weiter. So lange, bis du ein vollumfänglich scharfes, hinreichend belichtetes Bild hast, auf dem das Wasser nicht mehr wie Wasser, sondern durch den Bach wabernder Nebel aussieht. Gegebenenfalls kannst du den ISO auch noch (leicht) nach oben justieren. Tipp zur Abwandlung: Mit einer ähnlichen Vorgehensweise kannst du abends an einer Straße fotografieren. Dadurch werden die Scheinwerferlichter der Autos zu weißen und roten Lichtstreifen quer durchs Bild.

3. Begib dich in einer wolkenlosen Nacht, am besten rund um den Neumond, in die Natur. Stelle den Autofokus aus und fokussiere auf unendlich (Symbol, liegende Acht). Schalte die ISO-Automatik aus, stelle den ISO auf ungefähr 1600 oder etwas höher. Stellte dann die längste Belichtungszeit ein. 

Dann legst du die Kamera mit möglichst geringer Brennweite so hin, dass sie in den Sternenhimmel blickt und stabil liegt. Löse vorsichtig aus und lass das Gerät seine Arbeit machen. Sind die Sterne zu dunkel, drehe den ISO etwas weiter hoch. Tipp zur Abwandlung: Noch besser wird es, wenn du eine Fernauslösung hast. Dann kannst du deine Belichtungszeit auf „Bulb“ stellen – die Belichtung beginnt, sobald du den Auslöser betätigst und endet erst, wenn du ihn ein weiteres Mal drückst. Das funktioniert ohne Verwacklung jedoch nur, wenn du die Kamera nicht berührst, deshalb der Fernauslöser. 

4. Stelle dich bei Regen an einen geschützten Ort – ein offenes Fenster ist ideal. Suche dir ein schönes Motiv und justiere den Bildausschnitt gemäß der Drittelregel. Schalte die ISO-Automatik ein und öffne die Blende, um ein schönes Bokeh zu bekommen. Dann tastest du dich mit kürzer werdender Verschlusszeit heran. Dein Bild ist perfekt, wenn um dein Motiv herum die Regentropfen fast ohne Schweif wie eingefroren in der Luft stehen.

5. Gehe an einem schönen Tag raus in die Natur. Suche dir eine Blume, eine schöne Blüte oder etwas Ähnliches, dann positioniere dich bequem mit der Kamera davor. Schalte die ISO-Automatik ein, gern auch die Belichtungsautomatik, aber den Autofokus aus. Öffne die Blende soweit es geht. Dann gehe so dicht an die Blume, wie dein Objektiv noch ein Scharfstellen erlaubt. Richte das Bild so aus, dass die Blume im linken oder rechten Drittel des Motivs liegt. Dann löst du aus. Spiele hierbei auch gern mit der Bildkomposition. Die Drittelregel ist zwar die Standardvorgehensweise, muss aber nicht bedingungslos eingehalten werden.

3. Checkliste: Was du bei Ausbildungsbeginn besitzen solltest

Fotografisches Equipment kann ziemlich teuer sein. In Anbetracht deines begrenzten Budgets kannst du dir deshalb vor Ausbildungsbeginn wahrscheinlich kein umfangreiches, professionelles Equipment leisten. Folgendes genügt aber fürs Erste völlig:

Zusammenfassung und Fazit

Profifotografen verdienen ihr Geld damit, dass sie technisch und vor allem in Sachen Stil und Kreativität mehr liefern können als es die meisten Laien vermögen. Ganz gleich, ob du Pressefotograf werden, Promis ablichten oder Produkte fotografieren möchtest: dein wichtigstes Argument wird es auch in Zukunft sein, dieses Quäntchen mehr liefern zu können. Je besser du bei Ausbildungsbeginn bereits die Routinen verinnerlicht hast, desto mehr kannst du daran arbeiten, besser zu sein als die große Masse von Freizeitfotografen. Die vor allem für die Zukunft bedeutendste Grundlage, die den Profi vom Amateur und auch der immer weiterentwickelten KI abhebt. Und deshalb gilt: Übe, übe, übe. Jedes geschossene Foto macht dich schon vor Ausbildungsbeginn besser und fähiger.

Neben der Ausbildung zum Fotografen, gibt es auch noch die Berufsbild der Fotodesigner/in oder Fotomedienfachmann/frau: vielleicht schaust du dich mal um, welche Ausbildung am besten zu dir passt. Du willst Kameramann oder Kamerafrau werden? Hier erfährst du alles Wichtige über das Kamera-Studium.