Ausbildung zum/zur Heilerziehungspflegehelfer/-in

Dauer: 2 Jahre
Einstiegsgehalt: 1.700 bis 2.000 Euro
Ausbildungstyp: Schulische Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst, wie man körperlich, geistig oder psychisch beeinträchtigten Menschen helfen kann.
  • Du strukturierst in der Ausbildung zur Heilerziehungspflegehelferin das Lebensumfeld von beeinträchtigten Menschen.
  • Du bringst deinen Patienten bei, wie man soziale Kontakte aufnimmt und pflegt.
  • Du hilfst, dass diese Menschen ein möglichst eigenständiges Leben führen können
  • Du bekommst beigebracht, Fachkräfte dabei zu unterstützen, Menschen mit Behinderung sowohl zuhause als auch in Krankenhäusern oder Heimen zu pflegen.

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Schulische Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
1.700 bis 2.000 Euro
Vergütung
Keine Ausbildungsvergütung
Ausbildungsdauer
2 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Nach deiner dualen Ausbildung unterstützt du schwerpunktmäßig Heilerziehungspfleger bei der Pflege, Erziehung und Förderung von Menschen aller Altersgruppen mit geistiger, körperlicher, seelischer oder mehrfacher Behinderung. Du begleitest die betreuten Personen bei Alltagsaktivitäten, zum Beispiel auf dem Weg zur Schule oder zum Einkaufen. Außerdem planen und organisieren Heilerziehungspflegehelfer Freizeitaktivitäten für behinderte Menschen.
Dein Arbeitsumfeld bietet dir abwechslungsreiche, aber auch anstrengende Aufgaben. Wochenendarbeit, emotionale belastende Situationen und ein hohes Maß an Verantwortung gehören zum Alltag.
Als Heilerziehungspflegehelferin arbeitest du in erster Linie in Tagesstätten und in Wohn- und Pflegeheimen für Menschen mit Behinderung. Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie Kindergärten bieten weitere Beschäftigungschancen. Zudem kannst du als Heilerziehungspflegehelfer bei ambulanten sozialen Diensten tätig werden.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Du lernst, welche geistigen und körperlichen Behinderungen sowie psychischen Krankheiten es gibt. Und welche medizinischen Grundlagen zu den verschiedenen Arten von Behinderungen führen. In der Ausbildung zur Heilerziehungspflegehelferin wird dir zudem beigebracht, wie man beeinträchtigten Menschen helfen kann, ihr Lebensumfeld zu strukturieren, soziale Kontakte aufzunehmen, zu pflegen sowie ein möglichst eigenständiges Leben zu führen. Du kannst am Ende der ein- bis zweijährigen Ausbildung Fachkräften helfen, Menschen mit Behinderung zuhause, in Krankenhäusern oder Heimen zu pflegen und nötige Verwaltungsaufgaben zu erledigen. Du weißt als ausgebildeter Heilerziehungspflegehelfer, wie musisch-kreative Fertigkeiten bei deinen Patienten gebildet oder gefördert werden können undnd wie du behinderte Menschen aller Altersstufen zu Spielen und Sport anleitest.
Während deiner zwei bis drei Praktika in Wohn- und Pflegeheimen, Sozialstationen, Tagesstätten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung sammelst du Erfahrung in der berufstypischen Arbeit. Die Praktika dauern etwa drei bis vier Wochen. Zum Berufsschulunterricht zählen neben Deutsch, Sozialkunde und Englisch vor allem berufsspezifische Fächer wie Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie, Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Deine Unterrichtsschwerpunkte sind Praxis- und Methodenlehre sowie Kommunikation, Lebensraumgestaltung und Praxis der Heilerziehungspflege.
Deine Ausbildung zum Heilerziehungspflegehelfer beendest du mit einer staatlichen Prüfung, meist bei der IHK. Diese umfasst einen schriftlichen, einen praktischen und eventuell einen mündlichen Teil.

Nur in vier Bundesländern ist die Ausbildung rechtlich geregelt, mit unterschiedlichen Namen bei den Abschlüssen:

  • Baden-Württemberg: Staatlich anerkannter Heilerziehungsassistent/Staatlich anerkannte Heilerziehungsassistentin
  • Bayern: Staatlich anerkannter Heilerziehungspflegehelfer/Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegehelferin
  • Bremen: Staatlich geprüfter Heilerziehungspflegeassistent/Staatlich geprüfte Heilerziehungspflegeassistentin
  • Nordrhein-Westfalen: Staatlich geprüfter Sozialassistent/Staatlich geprüfte Sozialassistentin, Schwerpunkt Heilerziehung

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
Keine Ausbildungsvergütung, evtl. Bafög ca. 230 bis 590 Euro
 
Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Träger der jeweiligen Einrichtung liegt das Gehalt eines Heilerziehungspflegers zwischen 2.300 und 3.000 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.700 und 2.000 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Vorausgesetzt wird der Hauptschulabschluss. Einige Bundesländer fordern zusätzlich, dass du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung hast. Oder dass du bereits einige Jahre in einem ähnlichen Beruf gearbeitet hast. Daneben wollen viele Berufsfachschulen ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung sowie dein Führungszeugnis sehen.
Sehr hilfreich, um diesen Beruf ausüben zu können, ist Kontaktfreude und Spaß am Umgang mit Menschen. Außerdem ist die Fähigkeit zur einfühlsamen Unterstützung bei der Körperpflege und der Nahrungsaufnahme von Menschen mit Behinderung von Vorteil. Du solltest Geduld bei therapeutischen Maßnahmen und beim Anregen zu kreativ-musischen und künstlerischen Tätigkeiten mitbringen. Gut wäre zusätzlich, wenn du Freude hast am kreativen Gestalten von Festen, Ausflügen, Sport- und Kulturevents. Genaues Beobachten, ein gutes Namensgedächtnis sowie pädagogisches Geschick runden idealerweise dein Profil ab.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Heilerziehungspflegehelfern stehen viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen, mit denen du auch nach der Ausbildung keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich verpasst.

  • Mit einer Anpassungsweiterbildung kannst du deine Fachkenntnisse immer auf den neuesten Stand bringen, etwa durch Schulungen in Heilpädagogik oder Hauswirtschaft.
  • Als Heilerziehungspflegehelfer kannst du eine verkürzte Ausbildung als Heilerziehungspfleger absolvieren.
  • Als Heilerziehungspfleger mit einjähriger Berufspraxis kannst du per Fernstudium zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen werden.

Einstieg Reality-Check

Kontaktfreude

Verantwortung übernehmen

Helfer-Mentalität

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