Ausbildung zum Film- und Videoeditor/-in

Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.800 und 2.100 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst in der Ausbildung zum Film- und Videoeditor, was bei einem Bildschnitt am Mischpult alles zu tun und zu beachten ist.
  • Exposés, Treatments, Drehbücher, Storyboards und Manuskripte lernst du auszuwerten und dabei die gestalterischen und dramaturgischen Gesichtspunkte zu beachten.
  • Du erfährst, was hinsichtlich Urheber-, Nutzungs- und Persönlichkeitsrechte sowie Datenschutz zu beachten ist.
  • Bild-, Ton- und Datenträger müssen fachgerecht gelagert werden.
  • Dir wird in der Film- und Videoeditor-Ausbildung beigebracht, wie Bild- und Tonmaterial nummeriert und codiert wird.
  • In der Berufsschule wirst du unter anderem in die Organisation und Produktion von Medien eingeführt, sowie in die Abläufe von Audiovisions- und Medienproduktionen.

Fakten

Abschluss
Fachhochschulreife
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.800 und 2.100 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 650 bis 700 Euro 2. Ausbildungsjahr: 700 bis 750 Euro 3. Ausbildungsjahr: 800 bis 850 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Hinter jedem guten Fernseh- und Kinofilm, journalistischen Beitrag oder Werbefilm haben Film- und Videoeditoren erfolgreich ihre Finger im Spiel gehabt. Der optimale Schnitt ist nämlich ein wichtiges Kriterium für einen guten Film oder Beitrag. Sie bearbeiten das jeweilige Bild- und Tonmaterial, wobei sie die inhaltlichen Vorgaben von der Regie oder der Redaktion bekommen. Beim Dreh entstehen die einzelnen Szenen nicht chronologisch, sondern durcheinander. Aufgabe der Film- und Videoeditoren ist es, alle  Szenen zu einem stimmigen Ganzen zusammenzusetzen. Dabei ist die richtige Handhabung entscheidend und das Wissen, wie man das Gesprochene, die Geräusche und die Hintergrundmusik zeitlich übereinstimmend schneidet. Es muss darauf geachtet werden, dass die Sprache und Geräusche trotz der eingespielten Musik noch gut zu hören sind. Die Musik muss zu den einzelnen Szenen die richtige Stimmung erzeugen. Auch müssen Film- und Videoeditoren darauf achten,, dass dramaturgische Bögen in Bild und Ton effektvoll und passend ausgebaut und ausgeführt werden. Dazu müssen Exposés, Treatments, Drehbücher, Storyboards und Manuskripte im Vorfeld nach gestalterischen und dramaturgischen Gesichtspunkten ausgewertet werden, was theoretisch wie auch praktisch in der Ausbildung zum Film- und Videoeditor vermittelt wird. Hier gilt es die Urheber-, Nutzungs- und Persönlichkeitsrechte zu beachten. Auch der Datenschutz ist ein wichtiges Thema. Die richtige Lagerung der Bild-, Ton- und Datenträger erfolgt nach bestimmten Kriterien. Und schließlich muss Bild- und Tonmaterial nummeriert und codiert werden. Allein schon durch die unterschiedlichen Drehbücher für Filme, Serien und Werbespots ist die Tätigkeit sehr abwechslungsreich. Auch Reportagen und Dokumentationen zählen dazu, denn kein Format kommt ohne die Bearbeitung von Szenen aus.

Film- und Videoeditoren arbeiten in Schneideräumen von Filmstudios oder in Regieräumen, Archiv- und Magazinräumen. Daneben auch im Büro am PC, wo das digitale Material geschnitten wird. Nach der Ausbildung zum Film- und Videoeditor können die Schnittexperten je nach Art der Branche in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen arbeiten. In Frage kommen Filmbearbeitungsfirmen, Unternehmen der Filmwirtschaft sowie Rundfunk- und Fernsehanstalten. Sind sie bei Hörfunk- und Fernsehanstalten beschäftigt, wird auch abends, nachts und an Wochenenden gearbeitet.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Film- und Videoeditor arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Dazu zählt beispielsweise die Arbeit am Mischpult beim Bildschnitt wieie auch die Erarbeitung von Entwicklungs- und Ablaufkonzepten anhand von Manuskripten, Drehbüchern und Musikvorlagen. In der Berufsschule lernst du die Techniken der Filmbearbeitung und der Bild- und Tonaufnahmen kennen sowie die Bearbeitungstechniken. Auch die Grundlagen der Dramaturgie und Computertechnik lernst du kennen.

Am Ende des ersten  Ausbildungsjahres legst du den ersten Teil der Abschlussprüfung, eine Zwischenprüfung, ab. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil und verlangt Wissen über die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres. Der zweite Prüfungsteil erfolgt am Ende deiner Ausbildung.Auch hier musst du zunächst einen schriftlichen Teil erledigen und zum Beispiel Fragen zur Bild- und Tongestaltung, Arbeitsplanung und Medienwirtschaft beantworten. Im praktischen Teil musst du zwei Prüfungsstücke anfertigen: Verlangt wird das Bildmischen einer Magazinsendung unter Live-Bedingungen und das Ausführen einer Montage für eine szenische und eine selbsterzählende Produktion.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 650 bis 700  Euro 
2. Ausbildungsjahr: 700 bis 750  Euro 
3. Ausbildungsjahr: 800 bis 850  Euro 

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt von Film- und Videoeditoren zwischen 2.300 und 2.790 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung zum Film- und Videoeditor kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.800 und 2.100 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hochschulreife: 80 Prozent
Mittlere Reife: 0 Prozent
Hauptschulabschluss: 20 Prozent

Für die Ausbildung zum Film- und Videoeditor sind gute Noten in den Fächern Physik, Englisch und Deutsch von großem Vorteil. Du solltest nach Möglichkeit ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen und eine Beobachtungsgenauigkeit mitbringen. Eine schnelle Auffassungsgabe hinsichtlich Bildszenen, Szenenschwenks und Bildübergängen ist ebenfalls wichtig. Ein musikalisches Talent sowie ein Gespür für Ästhetik sind unerlässlich.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Film- und Videoeditoren eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten, um später auch Führungspositionen übernehmen zu können.

  • Die Prüfung als Medienfachwirt/in in Digital.
  • Eine Weiterbildung als Meister/in für Medienproduktion Bild und Ton oder als Techniker/in in Foto- und Medientechnik.
  • Eine kaufmännische Weiterbildung als Betriebswirt/in Medien oder als Technische/r Fachwirt/in.
  • Eine Ausbildung als Kamera-Assistent/in oder Kameramann/-frau.
  • Ein Studium im Fachbereich Film- und Fernsehproduktion, Medien- und Multimediatechnik oder Ton- und Bildtechnik.
  • Ein Studium in Mediendesign und Medienkunst, Medienwirtschaft und Medienmanagement oder im Studienfach Medienproduktion.

Einstieg Reality-Check

Fit in Bio, Chemie, Physik

Sorgfalt und Genauigkeit

Interesse an Technik

Fit in Englisch

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