Das Sozialversicherungswesen Studium wird meistens mit dem Schwerpunkt Unfallversicherung angeboten. Deswegen werden die meisten Studienplätze als duales Studium von den deutschen Unfallkassen, der Deutschen Rentenversicherung oder verschiedenen Berufsgenossenschaften angeboten. Daher ist der Studiengang sehr selten in Deutschland. Die Einrichtungen, die das Studium in dieser Form anbieten, haben außerdem meist nur wenige Studienplätze zu vergeben. Interessierst du dich für ein duales Studium im Bereich Sozial- oder Rentenversicherungswesen, solltest du dich möglichst früh über Angebote informieren.
Dein duales Studium ist ein bereichsübergreifender Studiengang. Du beschäftigst dich mit Themen wie soziale Sicherheit und Sicherheitspolitik, setzt dich aber auch mit Themen der Sozialwissenschaften auseinander. Von VWL und BWL über Medizin und Rechtswissenschaften bis hin zu Informatik und Case Management wird alles abgedeckt. Neben dem fachlichen Know-How werden auch Sozialkompetenzen vermittelt. Typische Module heißen „Systeme sozialer Sicherheit“, „Verfassungsrecht“ oder „Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren“.
Wenn du dich für ein Sozial- oder Rentenversicherungswesen Studium entscheidest, sollte dir klar sein, dass du einmal eine Stelle in der Verwaltung oder dem öffentlichen Dienst antreten wirst. Natürlich interessiert das nicht jeden. Falls du aber Interesse am Thema Verwaltung mitbringst, dich für medizinische, sozialpolitische und wirtschaftliche Zusammenhänge begeistern kannst und analytische, konzeptionelle und kommunikative Fähigkeiten besitzt, kommt ein Sozialversicherungswesen Studium oder ein Rentenversicherungswesen Studium für dich infrage. Aber auch gute Kommunikationsfähigkeiten, Nervenstärke und ein sicheres Auftreten sind wichtig für die Arbeit mit den Kunden. Außerdem solltest du gerne und leicht lernen und bereit sein, dich in viele Themengebiete einzuarbeiten, da das Studium Module aus verschiedenen Bereichen umfasst.
Im Allgemeinen ist das Sozial- oder Rentenversicherungswesen Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht zulassungsbeschränkt. An vielen Standorten wird die Hochschulreife vorausgesetzt, an anderen kann man auch ganz ohne Abitur studieren, wenn man sich beruflich ausreichend qualifiziert hat. In beiden Fällen setzen die Hochschulen allerdings einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag bzw. einen sogenannten Studienvertrag mit einem gesetzlichen Unfallversicherer voraus.