Aquakultur und Fischerei Studium Uni

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Das erwartet dich im Studium

  • Du erwirbst Basiswissen in allgemeiner Chemie, organischer und anorganischer Chemie.
  • Du beschäftigst dich mit angewandter Mathematik.
  • Du lernst die Grundlagen der Ozeanographie kennen.
  • Auch Statistik und experimentelle Physik gehören zu deinen Studieninhalten.
  • Ökologie, Fischereiwirtschaft und Fischzucht sind weitere wichtige Bestandteile deines Studiums.

Aquakultur und Fischerei

Du interessierst dich für die Ökosysteme der Meere, für maritime Pflanzen und Lebewesen, vor allem für Fische? Und du hast gute Noten in Biologie, Chemie und Mathematik? Dann wäre ein Aquakultur und Fischerei Studium für dich eine geeignete Wahl. Als grundständiges Studium wird die Fachrichtung erst seit 2017 angeboten. Informationen zu den Studiengängen Aquakultur oder Fischerei findest du hier.

Das lernst du im Studium

Das Ökosystem der Meere steht im Mittelpunkt des Studiengangs Aquakultur und Fischerei: angefangen bei maritimen Organismen über die geologische Beschaffenheit der Seen und Ozeane bis hin zur Pflanzen- und Tierwelt im und am Wasser. Diese Grundkenntnisse lernst du in Zusammenhang zu setzen mit der Bewirtschaftung der Meere durch Fischfang und Fischzucht und den Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes. Dabei helfen dir deine Kenntnisse aus der Schule in Chemie, Biologie und Mathematik, auf denen im Studium aufgebaut wird. Du lernst und arbeitest nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch: Du arbeitest im Labor, führst Experimente durch und wertest Statistiken aus. Eine gründliche Arbeitsweise und Interesse an naturwissenschaftlichen Prozessen sind für das Aquakultur und Fischerei Studium von Vorteil. Zusätzlich zu den Pflichtbestandteilen deines Studiums kannst du dich im Rahmen eines Wahlpflichtfachs speziell mit Mollusken (Weichtieren) wie Muscheln beschäftigen, mit der Ökologie der Ostsee oder des Wattenmeeres. Auch Plankton und Klima sind Studienschwerpunkte, die du setzen kannst.

Die Zulassung erfolgt mit der allgemeinen Hochschulreife ohne Beschränkung. Es ist an der Universität Rostock sogar möglich, Aquakultur und Fischerei ohne Abitur zu studieren – für Meister oder auch mit mehrjähriger Berufserfahrung in fachlicher Nähe. Dann wird jedoch noch eine Eignungsprüfung verlangt. Für Abiturienten gehört ein 12-wöchiges Vorpraktikum verpflichtend zum Studiengang dazu.

Nach dem grundständigen Aquakultur und Fischerei Studium weißt du dann alles Wichtige über Aquakultur und Fischzucht und kannst dich weiter spezialisieren. Mögliche Arbeitsfelder sind die Entwicklung neuer Fischfanggeräte, der Umweltschutz oder der Klimaschutz.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Bachelor-Studium von Aquakultur und Fischerei ist als Ein-Fach-Studiengang konzipiert und kann nicht mit anderen Studienfächern kombiniert werden.

Je nach Hochschule kannst du den Studiengang Aquakultur/Fischerei, Fischereiwesen oder Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften studieren. Das Studium dauert zwischen sechs und acht Semester. In den ersten Semestern geht es um chemische und biologische Grundlagen. Erst ab dem dritten Semester hast du dann auch die Möglichkeit, individuelle Vertiefungsrichtungen zu belegen und dich zum Beispiel auf Algen, das Wattenmeer oder eine andere Fachrichtung zu fokussieren.

Damit du dir eine Vorstellung davon machen kannst, wie umfassend das Aquakultur und Fischerei Studium aufgebaut ist, hier eine Auswahl der Pflichtmodule. Zur Studienrichtung Aquakultur und Fischerei gehören Inhalte wie marine Biodiversität, Ökosystem-Management und Umweltpolitik, Statistik und Programmierung, marine Ökosystem-Modellierung, physikalische Ozeanographie und marine Biogeochemie.

Während des Studiums absolvierst du meist einige Praktika. Möglich sind Einsätze mit Forschungsschiffen auf See, in Ämtern, die sich mit dem Bereich Fischerei befassen, oder bei Umweltorganisationen. Die Praktika können teilweise auch im Ausland stattfinden. Für den Aufenthalt an Bord und in freier Natur, auf rauer See bei Wind und Wetter ist eine robuste Gesundheit natürlich vorteilhaft.

Das Studium schließt in der Regel mit einem Bachelor of Science ab.

Spätere Berufe und Branchen

Mit einem Aquakultur und Fischerei Studium eröffnen sich Tätigkeitsfelder in der Agrarwirtschaft, in der Fischereibranche, der Fischwirtschaft oder in der Verfahrens- und Produktentwicklung, um beispielsweise Prozesse bei der Fischkonservierung zu optimieren. Auch Umweltschutztechnik und Biologietechnik sind mögliche Einsatzgebiete, für die du dich nach dem Studium bewerben kannst. Mit dem Abschluss in diesem Fach kannst du sowohl in der Binnenfischerei und der Küstenfischerei als auch in der Hochseefischerei arbeiten.

Wenn du in einem Unternehmen eine Führungsposition anstrebst, wird in der Regel ein Masterabschluss erwartet. Gängige weiterführende Studienfächer sind: Fischereiwesen, Aquakultur, Agrarwissenschaft, Biologie, Meeresbiologie oder Umweltwissenschaft. Nach deinem Abschluss in Aquakultur und Fischerei kannst du bei Fischereibetrieben, Umweltbehörden oder in Nationalparks mit Wasserschutzgebieten arbeiten. Aber auch Forschungseinrichtungen kommen als mögliche Arbeitgeber in Frage.

Wenn du schon eine Reihe an Projekten auf die Beine gestellt und Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du dich mit einem Bachelor in Aquakultur und Fischerei beispielsweise als Fischzüchter auch selbstständig machen. Dafür solltest du dir aber nach Möglichkeit betriebswirtschaftliche Kompetenzen und Kenntnisse aneignen. Übliche Einsatzfelder mit diesem Studienabschluss wären auch die selbstständige Arbeit als Gutachter oder Sachverständiger für Wasser- oder Abwasseruntersuchungen.

Gehalt nach dem Studium

Im Beruf:

Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen liegt das Gehalt eines Spezialisten für Aquakultur und Fischerei zwischen 2.800 und 3.800 Euro.

Einstiegsgehalt:

In den ersten beiden Jahren nach dem Aquakultur und Fischerei Studium kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.100 und 2.900 Euro rechnen.