Beton- und Stahlbetonbauer/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.800 und 2.800 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du stellst Bauteile für neue Gebäude und Konstruktionen wie Brücken, Hochhäuser oder Hallen aus Beton und Stahlbeton her.
  • Am Anfang fertigst du eine Schalung, die den Beton in die richtige Form bringt.
  • Die Schalung befüllst du mit flüssigem Beton, der aus Zement, Wasser und Zuschlagsstoffen wie Kies oder Sand besteht.
  • Du bedienst moderne Maschinen und Geräte.
  • Du kontrollierst die Beton-Konstruktion und besserst sie aus, bevor du dich um die Montage oder Lagerung kümmerst.

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.800 und 2.800 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 570 bis 850 Euro 2. Ausbildungsjahr: 800 bis 1.200 Euro 3. Ausbildungsjahr: 950 bis 1.475 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Beton- und Stahlbetonbauerin oder Beton- und Stahlbetonbauer stellst du Bauteile für neue Gebäude und Konstruktionen aus den Materialien Beton und Stahlbeton her. Diese vorgefertigten Betonteile bilden beispielsweise die Grundlage für Brücken, Hochhäuser oder Hallen. Zu Beginn eines Auftrags fertigst du eine Schalung, womit eine passgenaue Form gemeint ist, die den Beton in die richtige Form bringt. Je nach Bedarf besteht sie aus Holz, Kunststoff oder Stahl. Die fertige Schalung befüllst du mit flüssigem Beton, den du durch die richtige Zusammensetzung von Wasser und Zement sowie Zuschlagstoffen wie Kies oder Sand herstellst. Wenn der Beton die Schalung ausfüllt, verdichtest du ihn mit Rüttel- und Stampfmaschinen. Danach wartest du auf die Aushärtung, bevor du die Schalung vorsichtig entfernst. Du kontrollierst die Beton-Konstruktion und besserst sie aus, bevor du dich um die Montage oder Lagerung kümmerst. Neben der Herstellung neuer Betonteile kontrollierst und sanierst du alte Gebäude. Außerdem isolierst du Häuser oder Hallen gegen Schall, Kälte oder Wärme.

Deine Arbeitszeit verbringst du vor allem auf Baustellen im Freien oder in Gebäuden. Eine Beschäftigung findest du in Brücken- und Tunnelbauunternehmen, in der Beton- und Betonfertigteilherstellung oder in Betrieben des Hoch- oder Fertigteilbaus.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Berufsausbildung im Bauwesen dauert generell 2 oder 3 Jahre. In der Stufenausbildung baut dabei die Spezialisierung auf der Grundbildung auf.

Im Bauwesen erfolgt die Ausbildung abwechselnd in der Berufsschule, welche theoretische Kenntnisse vermittelt sowie im Ausbildungsbetrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum, wo praktische Fertigkeiten vermittelt werden.

In Nordrhein-Westfalen sorgt das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH für die Vermittlung der überbetrieblichen Ausbildungsinhalte. Hierzu betreibt das BFW NRW insgesamt drei moderne Ausbildungszentren an den Standorten Hamm, Kerpen und Oberhausen.

Ausbildungsweg zum Beton- und Stahlbetonbauer

1. Ausbildungsjahr: Berufliche Grundbildung

18 Wochen Ausbildungsbetrieb, 20 Wochen Ausbildungszentrum, 14 Wochen Berufsschule

2. Ausbildungsjahr: Allgemeine berufliche Fachbildung

27 Wochen Ausbildungsbetrieb, 13 Wochen Ausbildungszentrum, 12 Wochen Berufsschule

ABSCHLUSS Stufe 1 als »Hochbaufacharbeiter, Schwerpunkt Stahbetonarbeiten« (Kammer-Prüfung)

3. Ausbildungsjahr: Besondere berufliche Fachbildung

38 Wochen Ausbildungsbetrieb, 4 Wochen Ausbildungszentrum, 10 Wochen Berufsschule

ABSCHLUSS Stufe 2 als »Beton- und Stahlbetonbauer« (Kammer-Prüfung) 

Du hast Abitur oder Fachabitur?

Die Bauwirtschaft hat etliche innovative duale Studiengänge an verschiedenen Standorten in Deutschland im Programm!

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:

1. Ausbildungsjahr: 570 bis 850 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 800 bis 1.200 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 950 bis 1.475 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Beton- und Stahlbauers zwischen 2.000 und 3.200 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.800 und 2.800 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 51% (Handwerk) / 35% (Industrie und Handel)
mittlerer Bildungsabschluss: 27% (Handwerk) / 30% (Industrie und Handel)
Hochschulreife: 18% (Handwerk) / 28% (Industrie und Handel)

Die Arbeit als Beton- und Stahlbetonbauer ist körperlich sehr fordernd und umfasst fast ausschließlich praktische Tätigkeiten. Deshalb ist es wichtig, dass du fit, gesund und ausdauernd bist. Du bist den Anforderungen gewachsen, wenn dein Herz-Kreislaufsystem und deine Arme, Beine sowie Hände belastbar sind. Und: Für die Arbeit auf Leitern oder hohen Gerüsten solltest du schwindelfrei sein. Um den Baustoffbedarf oder Flächen berechnen zu können, setzt du  deine guten Mathekenntnisse ein. Zudem setzt du dich mit den Eigenschaften von Werkstoffen sowie Kräften und Hebeln auseinander, die du mit physikalischen Grundkenntnissen besser verstehst. Wenn du sorgfältig, flexibel sowie selbstständig arbeitest, bringst du gute Voraussetzungen für diesen Job mit.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Beton- und Stahlbetonbauer/-in eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Bausanierung, Schalungsbau oder Baumaschinenführung fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Polier im Bereich Hochbau ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker/zur Technikerin der Fachrichtung Bautechnik mit dem Schwerpunkt Betonbau.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Bauingenieurwesen oder Baustoffingenieurwissenschaft.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Sorgfalt und Genauigkeit

Fit in Bio, Chemie, Physik

Interesse an Technik

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