Wenn du Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit studieren möchtest, hast du vermutliche edle Ziele, du möchtest der Menschheit oder der Natur etwas Gutes tun und weniger entwickelten Ländern und Regionen helfen. Bevor du deinen Siegeszug antreten kannst, solltest du dir jedoch genau überlegen, ob du die damit verbundenen Arbeitsbedingungen auf dich nehmen möchtest. Du wirst nach deinem Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit Studium voraussichtlich viel im Ausland arbeiten. Wenn du nach Deutschland zurückkehrst, sind deine Karrieremöglichkeiten meist auf Organisationen und Verbände beschränkt, die hier ihren Sitz haben und von der Zentrale aus Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit betreiben. Beim Einsatz vor Ort in Entwicklungsländern musst du mit teils großen Einschränkungen in Bezug auf Komfort und Versorgung rechnen. Möglicherweise ist deine Arbeit auch körperlich belastend durch die klimatischen Bedingungen, riskant wegen schwerer Krankheiten, mit denen du dich anstecken könntest, und in Krisengebieten zudem lebensgefährlich. Psychische Belastungen durch das direkte Erleben von Armut, Hunger, körperlicher Bedrohung, fehlender Demokratie und Menschenrechten fordern von Entwicklungshelfern starke Nerven und eine robuste Gesundheit. Wenn dich diese beruflichen Besonderheiten nicht abschrecken und du dich dieser Herausforderung gewachsen fühlst, steht deinem Studienwunsch nicht mehr viel im Weg. Günstig ist es, wenn dir schon in der Schule Fremdsprachen liegen. Dann hast du es im Studium leichter, wenn du deine Sprachkenntnisse verbesserst und eventuell noch weitere Fremdsprachen lernst.
Im Allgemeinen ist das Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht zulassungsbeschränkt. Örtlich kann jedoch ein NC verlangt werden, die genauen Informationen findest du auf den Internetseiten der einzelnen Hochschulen.