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Gap Year vor der Haustür

Du möchtest ein Gap Year machen und nicht gleich für viel Geld ans andere Ende der Welt reisen? Kein Problem! Auch Deutschland bietet dir zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit zwischen Schule und Ausbildung sinnvoll und vielseitig zu gestalten.

  • Freiwilliges Jahr und Bundesfreiwilligendienst: Menschen und Projekte unterstützen
  • Orientierungsstudium: Uni auf Probe
  • Praktika: Arbeitswelten entdecken

FSJ, FÖJ und Bundesfreiwilligendienst

Die wichtigsten Gap-Year-Programme in Deutschland sind das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige
Ökologische Jahr (FÖ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD).



Mehr Infos auf einstieg.com
Bundesfreiwilligendienst und FSJ
Freiwilliges Ökologisches Jahr
Orientierungsstudium



Freiwilliges Soziales Jahr

Ein FSJ dauert in der Regel zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. Wenn du zwischen 16 und 26 Jahre alt bist, kannst du ein FSJ machen. Es startet immer am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Du arbeitest in Vollzeit, also 38,5 Stunden pro Woche. Typische Arbeitsfelder sind Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Altenheime. Du möchtest woanders arbeiten? Zum Beispiel in der Politik, der Schule, dem Sport, der Denkmalpflege, der Wissenschaft, der Technik oder im Bereich Nachhaltigkeit? Auch in diesen Bereichen gibt es jede Menge interessanter Jobs, zum Beispiel in Kultur- und Naturschutzzentren sowie in Gedenkstätten, Staatsarchiven und Museen.

Freiwilliges Ökölogisches Jahr

Du liebst die Natur und Umweltthemen liegen dir am Herzen? Dann ist das FÖJ genau das Richtige für dich. Einsatzstellen können Naturschutzverbände, Schulbauernhöfe, Tierpflegestationen, Naturparkzentren oder Einrichtungen der Umweltbildung sein.

Bundesfreiwilligendienst

Seit 2011 müssen junge Männer keinen Grundwehrdienst mehr leisten. Mit dem Ende dieser Dienstpflicht entfiel aber die wichtige Arbeit der Zivildienstleistenden. Der BFD basiert auf dem Bundesfreiwilligendienstgesetz von 2011 und löst seither den Zivildienst ab. Die Tätigkeitsbereiche sind ähnlich dem FSJ und FÖJ. Dazu kommen Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz und in Flüchtlingseinrichtungen. Im Unterschied zum FSJ, das du auch im Ausland absolvieren kannst, musst du den Dienst beim BFD innerhalb Deutschlands leisten.

Orientierungsstudium

Wie ist es eigentlich an der Uni? Lernt man da anders als an der Schule? Womit beschäftigen sich Natur- oder Geisteswissenschaften? Wäre BWL oder eher Jura was für mich? Antwort auf all diese Fragen findest du während eines zwei-semestrigen Orientierungsstudiums, das mittlerweile viele Hochschulen anbieten.

"Erst orientieren, dann entscheiden" lautet das Motto. Und das Gute dabei: Studienzeiten, Prüfungen und Scheine kannst du später auf das Studium anrechnen lassen. Viele Angebote liegen im Bereich MINT, also Mathmatik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es gibt allerdings auch Studiengänge in den Bereichen Geistes-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaft. Eine Liste der Hochschulen, die ein Orientierungsstudium anbieten, findest du hier. Tipp: Erkundige dich vor dem Studium über die Studiengebühren, die von Uni zu Uni variieren. An einer privaten Hochschule können da schon mal bis zu 200 Euro monatlich auf dich zukommen.

Praktika

Du möchtest nach der Schule endlich praktisch arbeiten und wissen, wie es im Berufsleben ist? Dann ist ein Praktikum eine gute Gelegenheit, das herauszufinden. Es kann der Orientierung bei der Studienwahl dienen und ist für einige Studiengänge sogar vor der Immatrikulation erforderlich. Als angehender Mediziner kannst du beispielsweise ein Pflegepraktikum machen oder als Eventmanager testen, wie Veranstaltungstechnik funktioniert. Ein qualifiziertes Praktikum kann ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr dauern. Erkundige dich unbedingt vorher über die Inhalte bei deinem Arbeitgeber. Für freiwillige Praktika muss der aktuell geltende Mindestlohn gezahlt werden.