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Ausbildung als Bergbautechnologe/-in

Dauer: 36 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 2.150 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung

  • Bei der Werkstoffbearbeitung erlernst Du Techniken und Fertigkeiten, wie das gewonnen Material aus der Tiefe weiterverarbeitet werden kann.
  • Steuerungstechnik hilft dir zu verstehen, wie die Maschinen kommunizieren.
  • Das Heben und Bewegen von Lasten beruht auf den Gesetzmäßigkeiten der Physik. Hier wird aus Theorie: Praxis.
  • Montieren, Demontieren, Inbetriebnehmen, Bedienen und Warten von Maschinen, Systemen und Anlagen.
  • Bewetterungs- und Klimatechnik beschreibt den technischen Umfang unserer Wetters und deren Einflüsse auf deine Arbeitsabläufe. Bewetterung im Bergbau bedeutet Luftversorgung.
  • Bei Bohrlochmessungen geht es um technische Präzision.
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz sind genauso wichtig bei der Arbeit wie Technik und Konzept.
  • Der Umfang des Umweltschutzes lehrt dir eine nachhaltige Arbeitsweise.
  • Betriebliche und technische Kommunikation ist das A & O, denn du wirst immer im Team arbeiten.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 2.150 Euro
Vergütung
Zwischen 800 und 1000 Euro
Ausbildungsdauer
36 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Deutschland blickt auf eine lange Bergbautradition zurück. Historische Überlieferungen belegen, dass hierzulande bereits seit dem 8. Jahrhundert vor Christus die Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen aus der Tiefe betrieben wird. Der Bergbau umfasst die Gewinnung von Stein- und Braunkohle, sowie das Fördern von Salzen und Erzen. Doch wie werden diese Rohstoffe  an die Oberfläche befördert? Hier kommst du ins Spiel. In der dualen Ausbildung zum Bergbautechnologen lernst du, wie du die richtigen Werkzeuge und Materialien auswählst und wie Rohstoffe gelöst, verladen und abtransportiert werden. Dabei stehen dir zwei Fachrichtungen zur Auswahl: 

Als Bergbautechnologe der Fachrichtung Tiefbautechnik bist du für bergtechnische Arbeiten im Unter- und Übertagebetrieb des Bergbaus verantwortlich. Zu deinen wichtigsten Aufgaben zählt die Herstellung des Grubenbaus. Bestehende Aushebungen werden von dir gesichert und betreut. Wenn du dich für die Ausbildung als Bergbautechnologe mit der Fachrichtung Tiefbautechnik entscheidest, arbeitest du später hauptsächlich unter Tage. Als Jugendlicher, der unter Tage arbeitet, hast Du übrigens Anspruch auf drei weitere Urlaubstage pro Jahr. In der Fachrichtung der Tiefbohrtechnik führst du technische Arbeiten im Bergbau aus. Dazu gehören beispielsweise die Herstellung und Sicherung von Bohrlöchern. Darüber hinaus warten und pflegen Bergbautechnologen Bohranlagen und halten diese instand.

Das Spektrum der Bergbautechnologie umfasst ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche. Je nach Position und Betrieb wechseln auch die Einsatzmöglichkeiten. Eine bundesweit geregelte Ausbildungsverordnung beschreibt die genauen Inhalte deiner dualen Berufsausbildung. Zu erlernende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Ausbildungsrahmenplan sind beispielsweise: Werkstoffbearbeitung, Geologie und Gebirgsmechanik, sowie das Heben und Bewegen von Lasten. In späteren Ausbildungsabschnitten folgen dann unter anderem noch: Bewetterungs- und Klimatechnik, Vortriebs- und Gewinnungstechnik sowie alles Wichtige bezüglich der Bohrlochkonstruktion. Neben technischen Inhalten wirst du in der dualen Ausbildung zum Bergbautechnologen aber auch in den Bereichen betrieblicher und technischer Kommunikation, Arbeits- und Tarifrecht sowie Umweltschutz unterrichtet. 

Deine Einsatzorte sind Betriebe der Rohstoff- und Energiegewinnung, sowie  Unternehmungen im Bereich der Tiefbohrtechnik. So kannst Du später beim Steinkohlebergbau arbeiten oder aber auch in Tiefbaubetrieben mit dem Fokus auf Brunnenbau. Deine Einsatzzeiten werden in der Regel im Schichtdienst organisiert.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für die duale Ausbildung als Bergbautechnologe. Viele der Azubis haben den Realschulabschluss oder (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleiner Teil der Ausbildungsanfänger wurde mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss eingestellt. Deine Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre – kann jedoch auf 2 bis 2,5 Jahre verkürzt werden. Die Ausbildung ist dual organisiert, das bedeutet, dass du im Betrieb und in der Berufsschule lernst. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt. Die Abschlussprüfung besteht aus den Teilen 1 und 2. Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolviert werden, Teil 2 am Ende der Berufsausbildung.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 812 Euro
2. Ausbildungsjahr: 899 Euro
3. Ausbildungsjahr: 987 Euro

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Bergbautechnologen zwischen 2.400 und 3.800 Euro. 

Beispiele für 2 Branchen:
Steinkohlebergbau: 1.600 bis 2.700 Euro
Energiewirtschaft: 2.750 bis 3.350 Euro

Einstiegsgehalt:
Die tarifliche Vergütungsgruppe entscheidet über dein Einstiegsgehalt. Je nach Branche kannst du mit bis zu 2.000 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Die duale Ausbildung zum Bergbautechnologen ist für dich interessant, wenn du dich für geologisches Material aus den unterschiedlichen Erdschichten interessierst. Die anschließende Weiterverarbeitung als Werkstoff oder die Energiegewinnung sollte dich ebenso reizen. Zusätzlich sollte das Arbeiten unter der Erde für dich kein Problem darstellen. Wichtig ist außerdem, dass dich die speziellen Arbeitsbedingungen und die Bereitschaft zum Schichtdienst nicht abschrecken.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Bergbautechnologe eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Du kannst bereits während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".
  • Du kannst aber auch eine kaufmännische Weiterbildung zum Technischen Fachwirt absolvieren.
  • Nach deiner erfolgreichen Ausbildung und anschließender dreijähriger Berufserfahrung erhältst du deine Hochschulzugangsberechtigung. Mögliche Studiengänge wären z.B. Geotechnologie, Geographie und Geowissenschaften.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Interesse an Technik

Sorgfalt und Genauigkeit

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