Ausbildung als Systemelektroniker/in

Dauer: 3,5 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.600 und 1.900 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Stromkreise und Schutzmaßnahmen werden entworfen und festgelegt. Elektrische Größen werden gemessen, bewertet und berechnet.
  • Hardwarevoraussetzungen müssen in der Ausbildung zum Systemelektroniker analysiert und beurteilt werden. Betriebssysteme und ihre Komponenten werden ausgewählt, installiert und konfiguriert.
  • Alles, was beim Aufstellen und Anschließen von elektrischen und elektronischen Geräten wichtig ist
  • Wie elektrische, mechanische und elektronische Komponenten ausgewählt, angepasst und zu Geräten und Systemen montiert werden.
  • Wie du digitale und analoge Schaltungen computerunterstützt entwirfst
  • Wie du Aktoren und Sensoren auswählst und montierst
  • Wie du in der Systemelektroniker-Ausbildung Fertigungsanlagen einrichtest, programmierst, optimierst, in Betrieb nimmst und wartest

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.600 und 1.900 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 550 bis 750 Euro 2. Ausbildungsjahr: 600 bis 810 Euro 3. Ausbildungsjahr: 700 bis 900 Euro 4. Ausbildungsjahr: 750 bis 1.000 Euro
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Elektrizität spielt in Form von Strom eine große Rolle in unserem Alltag: Smartphones, Fernseher, Spielekonsolen, Autos, Flugzeug oder Zahnbürste – ohne Strom würde nichts davon funktionieren. Als Systemelektroniker entwickelst du nach deiner Ausbildung elektrische und elektronische Komponenten, die in unterschiedlichen Branchen eingesetzt werden können. Im Team oder auch allein konzipierst du einzelne Geräte oder komplette Anlagen. Denn jedes elektrische oder elektronische Element benötigt ein kluges Konzept. Genau das lernst du in der dualen Ausbildung zum Systemelektroniker. So erstellst du Muster und Einzelstücke und planst sowie überwachst die darauffolgende Serienfertigung. Zudem berätst du Kunden über Einsatzmöglichkeiten und individuelle Anwendungsszenarien. Als Experte von bereits gebauten Anlagen und Systemen, hältst du diese instand und überwachst deren Abläufe. 

In der Ausbildung zum Systemelektroniker analysierst du zunächst die Prozesse. Basierend auf diesen Kenntnissen entwirfst du Schaltungen und Leiterplatten-Layouts. Rechnergestützte CAD-Software begleitet dich beim Entwicklungsprozess. Die am Computer erstellten Pläne werden per Fräsmaschine auf den Platinen realisiert. So werden beispielsweise Bohrlöcher platziert, um dort weitere Elemente einsetzen zu können. Anschließend wählst du die passenden Bauteile, Antriebe, Softwarekomponenten und Gehäusekonstruktionen aus. Als Systemelektroniker beherrschst du das Zusammenspiel aus Mechanik, Elektrotechnik, Elektronik, Pneumatik und Hydraulik. 

Bevor eine Serienfertigung startet, hast du den Prototypen erstellt. Mithilfe von Elektronikzangen, Lötkolben oder Schraubenziehern montierst du, bis alles perfekt ist. Dank Geräte- und Steckverbindungen lässt du die einzelnen Komponenten miteinander kommunizieren. Wenn alle Bauteile an der richtigen Stelle sitzen, kümmerst du dich um die benötigte Software. Denn für den Systembetrieb konfigurierst du auch die Datenübertragungssysteme, Speichermedien und Datensicherungsprogramme. Während der Ausbildung zum Systemelektroniker erhältst du Einblicke in die Quellcodes verschiedener Programmiersprachen – so kannst du Testroutinen schreiben und Systemprogramme erstellen. Im laufenden Betrieb misst du elektrische Größen, führst Sicherheitsprüfungen durch und untersuchst die Funktion der Schaltungen. Exakte Fehlerdiagnosen helfen dir Probleme zu lösen und leiten Korrektur- und Optimierungsmaßnahmen ein. Im Zuge der Digitalisierung beschäftigst du dich außerdem während der Ausbildung zum Systemelektroniker mit der Aufrüstung und Modernisierung bestehender Anlagen.  

Du arbeitest in erster Linie in der Werkstatt oder in Werkhallen. Dort hast du optimale Arbeitsbedingungen, denn gutes Werkzeug und eine große Arbeitsplatte stehen dir hier zur Verfügung. Deine Expertise ist in vielen Branchen gefragt: sei es bei einem Betrieb des Elektrotechnikerhandwerkes, der Elektroindustrie oder im Maschinen- und Anlagenbau. Gefragt bist du ebenfalls bei sämtlichen Installations-, Wartungs- und Reparaturmaßnahmen. Bürosysteme, Fertigungsstraße, Computer oder medizintechnisches Gerät – diese Systeme funktionieren nur mit deiner Hilfe. 

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die duale Ausbildung zum Systemelektroniker dauert insgesamt 3,5 Jahre. Dual bedeutet, dass du sowohlcin der Berufsschule als auch im Betrieb ausgebildet wirst. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt. Die Gesellenprüfung ist in zwei Abschnitte gegliedert. Teil 1 deiner Prüfung absolvierst du am Ende des zweiten Ausbildungsjahres - Teil 2 in der Mitte des vierten Ausbildungsjahres. 

In den ersten 24 Monaten deiner Ausbildung zur Systemelektronikerin geht es unter anderem um die betriebliche und technische Kommunikation, um das Installieren von Systemkomponenten, das Messen, Analysieren und Prüfen und um das Konzeptionieren von elektronischen Anlagen.

In den letzten beiden Jahren kümmerst du dich um die Vertiefung deiner erlernten Fähigkeiten. Hinzu kommen das Programmieren, das Testen und Optimierungsprozesse. Ein wichtiger Fokus liegt auf der Realisierung und der Inbetriebnahme deiner entworfenen Anlagen. Parallel zur betrieblichen Ausbildung teilst du an bestimmten Tagen die Berufsschulbank mit gleichgesinnten Azubis.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 550 bis 750 Euro
2. Ausbildungsjahr: 600 bis 810 Euro
3. Ausbildungsjahr: 700 bis 900 Euro
4. Ausbildungsjahr: 750 bis 1.000 Euro

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Weiterbildung liegt das Gehalt eines Systemelektronikers zwischen 2.000 und 3.200 Euro.

Einstiegsgehalt:
Dein Einstiegsgehalt für Systemelektroniker liegt zwischen 1.600 und 1.900 Euro.

Was musst du mitbringen?

Möchtest du eine Ausbildung zum Systemelektroniker machen, musst du keine bestimmte Vorbildung mitbringen. Zumindest nicht aus rechtlicher Sicht. Statistisch stellen die Ausbildungsbetriebe überwiegend Azubis mit mittlerem Bildungsabschluss ein – die sogenannte mittlere Reife. Hilfreich sind mathematische Kenntnisse, denn du musst immer wieder elektrische Größen berechnen und Materialkosten kalkulieren können. Außerdem solltest du Spaß an Physik haben, denn nur dann wirst du verstehen können, wie elektrische Bauteile aufgebaut sind und funktionieren. Weil der Aufbau von Systemen und Geräten zu deinem Arbeitsalltag gehört, ist handwerkliches Geschick von Vorteil – zum Teil musst du mit sehr kleinen Bauteilen umgehen können, Fingerspitzengefühl ist also auch gefragt. Und natürlich haben Systemelektroniker auch mit Software zu tun, die du nur dann verstehen wirst, wenn du ein grundsätzliches Interesse an Informatik hast.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Systemelektroniker/-in eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Während der Ausbildung zum Systemelektroniker kannst Du dich zusätzlich im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht qualifizieren. Die genaue Bezeichnung lautet: Europaassistent/in.
  • Du kannst außerdem eine Prüfung als Elektrotechnikermeister/in ablegen.
  • Willst du lieber noch ein Studium anschließen, kannst du dich für die Fächer Elektrotechnik oder Informations- und Kommunikationstechnik einschreiben.
  • Du kannst dich aber auch selbstständig machen, beispielsweise mit einem Betrieb des Elektrotechnikerhandwerks oder des verwandten Informationstechniker- oder Elektromaschinenbauerhandwerks.

Einstieg Reality-Check

IT Kenntnisse

Fit in Bio, Chemie, Physik

Interesse an Technik

Sorgfalt und Genauigkeit

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