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Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Dauer: 36 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 1.600 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung

  • Du stellst Säfte, Nektare, Erfrischungsgetränke oder Weine aus Obst und Gemüse her.
  • Du begleitest den gesamten Verarbeitungsprozess bis zur Abfüllung und kontrollierst die verwendeten Inhaltsstoffe.
  • Du bedienst und steuerst Maschinen, die verschiedene Obst- und Gemüsesorten reinigen und verarbeiten.
  • Du kümmerst dich um die Konservierung und Abfüllung der von dir hergestellten Getränke.
  • Hygiene und die Sicherung der Produktionsqualität stehen bei dir immer an erster Stelle.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 1.600 Euro
Vergütung
Zwischen 825 und 1025 Euro
Ausbildungsdauer
36 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Fachkraft für Fruchtsafttechnik stellst du Säfte, Nektare, Erfrischungsgetränke oder Weine aus Obst und Gemüse her. Dabei überwachst und steuerst du die Auswahl der verwendeten Inhaltsstoffe und den gesamten Verarbeitungsprozess bis zur Abfüllung. Du verwendest Maschinen, um verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu reinigen und anschließend auszupressen oder zu passieren. Danach fügst du weitere Zutaten wie Wasser, Zucker oder Aromastoffe hinzu, damit das Endprodukt den gewünschten Geschmack und die richtige Farbe erhält. Du kümmerst dich zudem darum, dass die Säfte möglichst lange haltbar sind und ordnungsgemäß in Flaschen, Dosen oder Kartons abgefüllt werden. Da du Lebensmittel verarbeitest, ist Hygiene bei der Produktion extrem wichtig. Und: Du kannst die Qualität deiner Produkte in allen Produktionsstadien sofort am Geschmack und am Geruch erkennen und reagierst möglichst schnell, falls es ein Problem gibt.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Fachkraft für Fruchtsafttechnik arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie stellst du Konzentrate und Halbkonzentrate aus Früchten her und wie machst du diese haltbar? Wie stellst du Rezepturen für neue Säfte, Getränke oder Nektare her? Was musst du wissen, wenn du Fruchtwein herstellen möchtest? Wie behandelst und verarbeitest du verschiedene Obstsorten richtig? Wie bedienst du Geräte und Anlagen, mit denen Obst verarbeitet wird? Wie gewinnst du Frucht- und Gemüsemark?
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem in der Technologie der Saftherstellung und in den Inhaltsstoffen von Obst und Gemüse.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du vier Arbeitsproben durchführst – zum Beispiel eine Qualitätsuntersuchung oder das Bedienen technischer Einrichtungen für die Entsaftung. Zudem musst du einen schriftlichen Test zu den Themen "Anforderungen an die Rohware", "Qualitätsmerkmale typischer Anbaugebiete und Sorten", "Technische Einrichtungen für die Vorbereitung und Entsaftung der Rohware", "Schönung und Filtration von Säften", "Gewinnung von Frucht- und Gemüsemark", "Produktbezogene Rechtsvorschriften", "Flächen- und Volumenberechnung" und "Mischungsberechnung" bestehen. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus vier weiteren praktischen Arbeitsproben sowie einer schriftlichen Überprüfung der Themen "Technologie", "Technische Mathematik" und "Wirtschafts- und Sozialkunde".

Wie hoch ist das Gehalt?

Du möchtest wissen, welches Gehalt dich während der Ausbildung im Durchschnitt erwartet? Auf unserer Seite rund ums Gehalt findest du alle wichtigen Informationen. Außerdem zeigen wir dir, mit welchem Gehalt du nach der Ausbildung rechnen kannst und welche regionalen Unterschiede möglich sind.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 16%
mittlerer Bildungsabschluss: 68%
Hochschulreife: 16%

Als Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist es besonders wichtig, dass du verschiedene Säfte an der Farbe, am Geruch und am Geschmack unterscheiden kannst. Deine Arbeit wird hauptsächlich aus organisatorischen und praktischen Tätigkeiten bestehen. Um die benötigten Volumen- und Mischungsverhältnisse richtig bestimmen zu können, setzt du deine mathematischen Kenntnisse ein. Im Umgang mit verschiedenen Stoffen und technischen Geräten und Anlagen sind Grundkenntnisse in Naturwissenschaften wie Chemie und Physik hilfreich. Wenn du zudem sorgfältig, selbstständig und verantwortungsbewusst arbeiten kannst, bist du in der Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik gut aufgehoben.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Fachkraft für Fruchtsafttechnik eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Lebensmittelhygiene, Getränkeherstellung oder Lebensmittelrecht fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Getränkebetriebsmeister ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Fruchtsaft und Getränke.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Brau- und Getränketechnologie oder Lebensmitteltechnologie.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Interesse an Technik

Sorgfalt und Genauigkeit

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