Medienassistenten arbeiten an der Schnittstelle zwischen kreativem und kaufmännischem Bereich. Du realisierst Medienprodukte aller Art, berücksichtigst dabei gestalterische, technische sowie betriebswirtschaftliche Aspekte. Du arbeitest an Marketing- und Medienkonzepten mit und beschaffst Informationen über den Markt. Du kümmerst dich um die technische Ausrüstung und bereitest Teamsitzungen vor. Nach deiner Ausbildung zum Medienassistenten hilfst du auch bei der Personalplanung und überwachst Zahlungstermine.
Als Medienassistentin gehören Multimediaverlage, Werbeagenturen und Softwareverleger zu deinen Arbeitgebern. Auch bei Firmen, die Internetpräsentationen entwickeln oder bei Film- und Rundfunkunternehmen kannst du eingesetzt werden. Du arbeitest in erster Linie in Büros und Redaktionsräumen.
In deiner Ausbildung zum Medienassistenten wirst du vor allem in der Berufsfachschule sein. Dazu kommen Betriebspraktika von insgesamt ca. drei Monaten Länge. In der Berufsfachschule lernst du, mit Analog- und Digitaltechnik, Audio- und Videotechnik zu arbeiten. Du wirst Webseiten mit HTML erstellen, mit Javascript und Framework programmieren. Zudem lernst du den Umgang mit Datenbanken, die Grundlagen der Netzwerktechnik und wie Datenübertragung im Internet funktioniert. In deiner Ausbildung zur Medienassistentin erstellst du Webanwendungen, arbeitest mit Photoshop und lernst den Aufbau komplexer technischer Animationen. In der Schule werden auch Deutsch, Mathematik und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet. Während der Praktika werden die theoretischen Inhalte zum Beispiel in Multimedia-, Internet- und Werbeagenturen umgesetzt und angewandt. Die angehenden Medienassistenten erhalten Einblick in das Betriebsgeschehen, sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden und gewinnen einen Überblick über Aufbau und Ablauforganisation des Betriebes.
Zum Schluss wartet die schriftliche, mündliche und praktische Abschlussprüfung auf dich. Dabei wirst du zum Beispiel einen Finanzierungsplan für ein Videoprojekt aufstellen, mit dem Kunden über die Produktion und die Kosten sprechen und selbst einen kurzen Film drehen.
Du möchtest wissen, welches Gehalt dich während der Ausbildung im Durchschnitt erwartet? Auf unserer Seite rund ums Gehalt findest du alle wichtigen Informationen. Außerdem zeigen wir dir, mit welchem Gehalt du nach der Ausbildung rechnen kannst und welche regionalen Unterschiede möglich sind.
Die Berufsfachschulen verlangen meist einen mittleren Bildungsabschluss (Sekundarstufe I./mittlere Reife).
Wer eine Ausbildung zum Medienassistenten beginnt, sollte flexibel, kontaktfreudig und durchsetzungsstark sein. Sehr wichtig für den Beruf des Medienassistenten ist das Interesse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeiten. Dazu gehört beispielsweise das gewinnorientierte Erarbeiten von Marketingkonzeptionen oder das Erstellen von marktgerechten Angeboten. Kreativität und Sinn für Ästhetik erleichtern dir, multimediale Produkte herzustellen oder gute Marketingkonzepte zu verfassen. Organisationstalent und Sorgfalt sind bei Verwaltungsaufgaben wie etwa Honorar-Abrechnungen ein Plus.
Du solltest dich darüber hinaus gut auskennen in Mathematik, um Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten prüfen oder statistische Daten auswerten zu können. Englisch wird in der Medienbranche täglichen genutzt, viele Fachbegriffe oder auch Texte gibt es nur in englischer Sprache. Wenn du eine Ausbildung zur Medienassistentin machst, wirst du schriftlichen und telefonischen Kontakt zu Geschäftspartnern haben – etwa wenn Lizenzen zu beschaffen sind oder Kunden beraten werden wollen. Hierfür sind gute Deutschkenntnisse, vor allem eine gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit hilfreich. Auch Sicherheit in der Rechtschreibung ist wichtig. Wirtschaftliche Grundkenntnisse machen dir die Arbeit mit betriebswirtschaftlichen Prozessen einfacher.
Nach der Ausbildung zum Medienassistenten steht dir eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten offen. So verpasst du in deinem Berufsleben keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich.
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