Ein Dramaturgie- oder Regie-Studium wird häufig als Masterstudium angeboten. Voraussetzung dafür ist der Bachelorabschluss in einem ähnlichen Fach wie Schauspiel, Theaterwissenschaft oder Medienwissenschaft. Das Masterstudium dauert in der Regel vier Semester. Bekommst du einen der wenigen Bachelorplätze, dauert das Studium zwischen sechs und acht Semestern. Leider ist die Anzahl der Studienplätze oftmals sehr gering. Um zum Studium zugelassen zu werden, musst du eine Eignungsprüfung absolvieren, in der du meist in mehreren Zulassungsrunden und anhand von Aufgaben dein künstlerisches Können zeigen sollst. Häufig musst du auch schon ein passendes Praktikum vorweisen können.
Im Dramaturgie-Studium mit Schwerpunkt Theater belegst du in den ersten Semestern Fächer wie „Zeitgenössische Dramaturgie“, „Gegenwartstheater“ oder „Werkanalyse“. Du hast aber auch Kurse zur Sprecherziehung, Schauspiel oder je nach Schwerpunktsetzung Klavier oder Gesang. Außerdem arbeitest du mit deinem Studiengang an Projekten, die häufig am Ende des Semesters ausgestellt oder aufgeführt werden. Im Laufe des Studiums hast du je nach Hochschule auch spezifischere Fächer wie „Rechtsfragen des Theaters“ oder praktische Kurse zum Bühnenbild. Die meisten Hochschulen haben Praktika in ihren Studienverlaufsplan integriert. Im Bereich Film und Medien sieht es ähnlich aus, auch wenn sich der Schwerpunkt der Studieninhalte verlagert: Du hast Kurse zur Mediengeschichte und Filmästhetik und die Entwicklung von Projekten ist eher an die Bedingungen des Films und weniger an die einer Bühne geknüpft.
Im Regie-Studium geht es von Beginn an sehr praktisch zu: Du beschäftigst dich schon im ersten Semester mit Improvisation, Szenenspiel und Schauspielführung. Im Laufe des Studiums werden dir Schauspieler an die Seite gestellt, mit denen du deine eigenen Ideen auf der Bühne umsetzen kannst. Daneben hast du auch immer wieder theoretische Kurse wie „Aktuelle Gegenwartsliteratur“, „Aufführungsanalyse“ oder „Theatergeschichte“. Die Praxis überwiegt allerdings und bereitet dich auf den Beruf des Regisseurs vor. Hast du dich für den Schwerpunkt Film entschieden, wirst du weniger auf die Arbeit für die Bühne, sondern mehr auf die künstlerische Leitung am Filmset vorbereitet. Dazu gehören Fächer wie „Kamera“ „Serial Storytelling“, „Drehbuch“ oder „Bild und Ton“.
Die Abschlussarbeiten dieser Studienfächer sind selten wissenschaftliche Arbeiten, sondern häufig ein größeres künstlerisches Projekt, das du eigenständig von der ersten Idee bis hin zur fertigen Produktion entwickelst und leitest. Der genaue Studienverlauf unterscheidet sich natürlich von Hochschule zu Hochschule: Jede Hochschule hat eine andere Philosophie und setzt andere Schwerpunkte. Interessierst du dich also für ein Dramaturgie- oder Regie-Studium, solltest du dir das Studienkonzept jeder Hochschule genau anschauen und überlegen, welcher Studiengang mit welchen Vertiefungen am besten zu dir passt.