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Viele Studierende gründen heutzutage

30. Juli 2021

Im Studium ein Unternehmen zu gründen gehört fast zum guten Ton. Zum nachhaltigen Erfolg gehört aber mehr als nur eine Idee. Seit 24 Jahren kommt hier das CyberForum in Karlsruhe für dich ins Spiel: „Bei unserer Arbeit dreht sich alles um das unternehmerische Denken“, sagt Kerstin Weber-Sanguigno, die von Anfang an für das „Hightech.Unternehmer.Netzwerk CyberForum“ tätig ist und zeitweise selbst frei gearbeitet hat.

Copyright: Christian Ernst | CyberForum

Geschäftsidee? Hier ist deine erste Adresse!
Das CyberForum ist deine erste Adresse in Karlsruhe, wenn du wissen willst, wie man aus einer Geschäftsidee auch wirklich ein Geschäft macht. Denn hier kannst du ein mehrmonatiges, kostenfreies und vom Wirtschaftsministerium des Landes gefördertes Accelerator-Programm durchlaufen, das dir zeigt, worauf es ankommt: unternehmerisches Denken. Schließlich lernt man das in der Schule leider nicht. Entsprechend selten sind Gründungen durch Schülerinnen und Schüler. Diese hätten zwar manchmal „recht spleenige Ideen“, so Kerstin Weber-Sanguigno. Aber in den häufigsten Fällen gäbe es dafür keinen Markt. Anders sehe die Lage bei manchen Studierenden aus, die bereits das Thema Entrepreneurship an der Hochschule kennengelernt haben. Wobei auch da die Vorlesungen in der Regel nicht tief genug ins Detail gehen. „Man muss eigene Erfahrungen sammeln, und da kommen wir ins Spiel“. Das CyberForum verfügt über eine eigene Abteilung mit sechs Consultants, die Gründende mit einem Fokus auf IT, IT-Security, KI und Smart Production unter ihre Fittiche nehmen. In den dreimonatigen Kursen, dem sogenannten Accelerator-Programm, geht es um Themen wie Team-Building, Produktentwicklung und die Definition von Märkten. Das Ziel: Marktreife, und zwar auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnitten und nicht „0815-Gedöns“, wie Kerstin Weber-Sanguigno betont. Mit dabei als Mentorinnen und Mentoren sind ehrenamtliche Unternehmerinnen und Unternehmer, die den Gründenden auch mal Hausaufgaben mit auf den Weg geben.

Das Team muss passen
Willst du erfolgreich gründen? Dann schau, wer bei dir im Team ist. Das sei immer der wichtigste erste Eindruck, sagt Kerstin Weber-Sanguigno. „Ist so ein Team harmonisch und krisenfest? Das sind ganz wichtige Fragen. Man muss ein Gründungsteam als Einheit spüren, nur dann kann es auch in Krisen bestehen.“ Manchmal müsse man auf die Rollenverteilung innerhalb eines Gründungsteams schauen. Und nach einer Weile nachjustieren. Erfolgsgarantien gebe es dennoch keine für Start-ups. „Genau darum geht es. Man muss auch mal drei Schritte zurücktreten, um wieder einen Schritt nach vorn machen zu können. Gründende müssen brennen für ihr Team und ihre Geschäftsidee.“

Kein Start ohne Stress
Am Anfang gehe es für Start-ups auch darum, mit 20-Stunden-Tagen klarzukommen. Ohne Konflikte geht so etwas nicht, weshalb auch Kommunikation und Konfliktbewältigung zu den Dingen gehört, auf die das CyberForum in seinen Angeboten für Jungunternehmerinnen und -unternehmer schaut. „Die Frage, wie ein Team untereinander klarkommt und miteinander umgeht reflektiert sich nachher ja auch im Umgang mit dem Kunden.“

Nachhaltiger Erfolg erwächst aus Leidenschaft
Kunden und Investoren serviert das CyberForum seinen Gründenden nicht auf dem Silbertablett. Klar, man habe auch „Business Angels“ an Bord, die Gründenden auch mit Investitionen zur Seite stehen, sagt Kerstin Weber-Sanguigno. Aber die Erfahrung von knapp einem Vierteljahrhundert habe gezeigt, dass diejenigen Gründenden, die nicht sofort verkaufen und reich werden wollen, sondern mit Leidenschaft für ihre Ideen kämpfen, am Ende oft diejenigen mit dem nachhaltigsten Erfolg seien. Manche Firmen, die das Unternehmernetzwerk bei seinen ersten Schritten betreut hat, seien heute große Player und immer noch am Markt. Manche Gründende müsse man aber auch wieder wegschicken, weil ihre Ideen nicht wirklich neu oder gut seien. „Letztendlich liegt es aber in der Verantwortung der Gründenden, oben sie dann weitermachen oder nicht.“