Fachkraft für Schutz und Sicherheit

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.600 und 2.900 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Schätze Situationen und mögliche Gefährdungen möglichst schnell und genau ein.
  • Berate Kunden über Sicherheitsvorkehrungen und mögliche Risiken.
  • Verhindere, dass sich unbefugte Personen Eintritt zu Veranstaltungen oder Gebäuden verschaffen.
  • Du bist verantwortlich für die Sicherheit von Personen, Wertgegenständen und Orten wie Bahnhöfen oder Flughäfen.

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.600 und 2.900 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 500 bis 750 Euro 2. Ausbildungsjahr: 550 bis 800 Euro 3. Ausbildungsjahr: 580 bis 868 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als gut ausgebildete Fachkraft für Schutz und Sicherheit bist du in der Lage, Situationen und mögliche Gefährdungen möglichst schnell und genau einschätzen zu können. Du analysierst Gefahrenlagen und berätst deine Kunden zu optimalen Vorkehrungen, damit Probleme gar nicht erst entstehen. Du installierst zudem sicherheitstechnische Einrichtungen und stellst sicher, dass diese auch nach einer längeren Zeit im Einsatz immer noch einwandfrei funktionieren. Bei Veranstaltungen und in Betrieben sorgst du dafür, dass nur berechtigte Personen Zugang zu dem Gebäude oder Areal erhalten, für das du verantwortlich bist. Sollte es doch einmal zu einer Gefahr oder einem Unfall kommen, musst du schnell handeln: Du bist dafür zuständig, die Rettungskräfte zu alarmieren, und leitest alle notwendigen Maßnahmen ein, um die Situation zu entschärfen.

Als Fachkraft für Schutz und Sicherheit wird dir die Verantwortung in ganz unterschiedlichen Bereichen übergeben: Du bist zum Beispiel für Werttransporte, die Sicherheit an Flughäfen oder Bahnhöfen oder sogar den Schutz eines anderen Menschen zuständig. Am Ende des Tages musst du über alle von dir festgelegten und durchgeführten Maßnahmen Protokoll führen und logisch begründen können, warum genau du welche Handlungsweise für die Richtige gehalten hast.

Nach der Ausbildung werden Fachkräfte für Schutz und Sicherheit unter anderem in Flughäfen, an Bahnhöfen und bei Verkehrsgesellschaften, aber auch in der Sicherheitsberatung oder in Unternehmen des Objekt-, Personen- und Werteschutzes eingestellt. Je nach Arbeitgeber kann dieser Beruf dementsprechend äußerst abwechslungsreich sein, du musst dich jedoch auch auf unregelmäßige Arbeitszeiten einstellen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Fachkraft für Schutz und Sicherheit arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Neben den Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste erfährst du, wie Gefährdungspotenziale zu beurteilen, Vorschriften zu prüfen und mögliche Gefahrensituationen abzuwenden sind. Du lernst die richtige Handlungsweise in einer Unfall- oder Notfallsituation kennen. Außerdem lernst du, wie du Kundenkontakte herstellst und pflegst, wie du Einsätze und Termine planst und wie du Rechnungen schreibst. In der Berufsschule werden neben allgemeinbildenden Fächern auch berufsspezifische Lernfelder vermittelt, beispielsweise lernst du wie du Sicherheitsmaßnahmen zur Gefahrenabwehr planst oder Geschäftsprozesse in der Sicherheitsbranche steuerst.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du den ersten Teil der Abschlussprüfung ab, er besteht aus den Prüfungsbereichen !Situationsgerechtes Verhalten und Handeln" sowie "Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste". Der zweite Prüfungsteil erfolgt am Ende deiner Ausbildung und besteht aus den Prüfungsbereichen "Wirtschafts- und Sozialkunde", "Konzepte für Schutz und Sicherheit" sowie "Sicherheitsorientiertes Kundengespräch".

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 500 bis 750 Euro
2. Ausbildungsjahr: 550 bis 800 Euro
3. Ausbildungsjahr: 580 bis 868 Euro 

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt einer Fachkraft für Schutz und Sicherheit zwischen 2.400 und 3.600 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 2.900 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 44%
mittlerer Bildungsabschluss: 40%
Hochschulreife: 12%

Wenn du Fachkraft für Schutz und Sicherheit werden möchtest, solltest du in der Schule im Deutschunterricht gut aufgepasst haben, da du die Ergebnisse deiner Einsätze oder Untersuchungen schriftlich festhalten und vor Veranstaltungen mit Kunden über deine Sicherheitsdienstleistungen sprechen musst. Eine gute körperliche Fitness ist zudem äußerst wichtig für diesen Ausbildungsberuf. Du musst dich aber nicht nur auf deinen Körper, sondern auch auf deine Sinne verlassen können: Du musst Situationen mit Augen und Ohren schnell erfassen können, um im Notfall möglichst rasch die richtigen Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten.  Du musst sorgfältig und selbstständig arbeiten, stets die Kontrolle über die Situation behalten und dich im Notfall durchsetzen können. Während der Arbeit als Fachkraft für Schutz und Sicherheit wirst du vor allem organisatorisch und verwaltend, aber auch beratend tätig werden.

Da es sich um eine körperlich anstrengende Arbeit in der Sicherheitsbranche handelt, musst du für den Zugang zur Ausbildung in der Regel einen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung (Attest) und persönliche Eignung (Führungszeugnis) erbringen. Je nach Einsatzort und Betrieb kann es sein, dass du zur Ausübung der Tätigkeit nach der Ausbildung einen Waffenschein oder einen Nachweis über den sachkundigen Umgang mit gefährlichen Hunden vorweisen musst.

Wie sind die Aufstiegschancen?

  • Weiterbildungen sind beispielsweise in den Bereichen Pfortendienst, Wert- und Geldtransporte, Personen- und Veranstaltungsschutz oder Wach- und Sicherheitsdienste möglich.
  • Weiterbildungen bieten sich im Umgang mit ferngesteuerten Drohnen an, die immer häufiger von Sicherheitsdiensten eingesetzt werden.

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