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Berufsorientierung: Berufsentscheidung treffen, der dritte Schritt zum Traumjob

Nachdem du dich mit deinen Interessen und Fähigkeiten auseinandergesetzt und dich über passende Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten  informiert hast, steht jetzt der letzte Schritt deiner Berufswahl bevor: Die Entscheidung. 

Hast du alle wesentlichen Informationen eingeholt und überlegt, was du gut kannst und was du willst, so geht es bei deiner Berufswahl in Richtung Entscheidung. Grundsätzlich solltest du dich hier an dem orientieren, was dir die meiste Freude bereitet. Sich allein danach zu entscheiden, was auf dem Arbeitsmarkt derzeit am gefragtesten ist, ist oft der falsche Ansatz. Denn die Gegebenheiten des Marktes ändern sich so schnell, dass man nie sicher sein kann, ob nach Abschluss des Studiums der Bedarf an Arbeitskräften in der jeweiligen Branche wirklich so groß ist wie erhofft. Auch das Geld sollte bei deiner Zukunftsplanung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Nur wenige sind durch hohe Kontostände glücklich geworden, obwohl ihnen der Job keinen Spaß macht. Ein Tipp für eine bessere Entscheidung: Spiel die Wahl vorher in Gedanken durch und stell dir konkret vor, wie es im jeweiligen Job später sein wird. Ist dein Grundgefühl positiv, dann stimmt der Weg vermutlich.

Berufswahl als Entdeckungsreise

Und schließlich gilt: Auch mit einer "falschen" Berufsentscheidung ist nicht alles verloren. Der Weg der Berufsorientierung ist keine Einbahnstraße, sondern eine Entdeckungsreise. Gerade wenn man schon am Anfang einer Ausbildung merkt, dass sie nicht die richtige ist, fällt es in der Regel leicht, eine Alternative zu finden. Und wer im Studium das Fach wechselt, weil er feststellt, dass die ursprüngliche Wahl nicht zu ihm passt, macht alles richtig. Bei zukünftigen Bewerbungsgesprächen kann ein kleiner Schönheitsfehler im Lebenslauf durchaus auch etwas Positives sein – vorausgesetzt man steht zu seiner Entscheidung und begründet den Wechsel gut.

Diese Dinge können dich bei deiner Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung oder ein Studium beeinflussen. Wie wichtig sie dir sind, musst du selbst entscheiden. Eins sei an dieser Stelle aber schon einmal gesagt: Nur selten vereint ein Beruf alle Vorzüge. Überlege dir also gut, worauf es dir bei einer  Ausbildung oder einem Studium ankommt.

  • Geld
    Willst du langfristig viel verdienen oder reicht es dir, gut über die Runden zu kommen? Und kannst du dich im Studium finanziell aus eigener Kraft über Wasser halten oder brauchst du Unterstützung?
  • Umzug
    Bist du bereit, für die Ausbildung/das Studium/den Beruf Familie und Freunde daheim zu lassen und in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Bundesland zu ziehen?
  • Praktische Tätigkeit
    Bist du eher der Macher, der mit den Händen arbeiten will und am Ende des Arbeitstages spüren will, dass er etwas geschafft hat?
  • Theoretisches Lernen
    Oder bist du eher ein Kopfmensch und verbringst liebend gerne Zeit damit, dein Oberstübchen zu fordern? Oftmals verbringst du den Arbeitsalltag dann eher am Schreibtisch als im Stehen oder Gehen.
  • Karrierechancen
    Stehst du auf Beförderungen und willst nach und nach mehr Verantwortung übernehmen? Es gibt Berufe, in denen sind die Karrierechancen eher begrenzt. In anderen Jobs kannst du dagegen schnell zur Führungskraft aufsteigen.
  • Anerkennung
    Willst du eine Arbeit ausüben, mit der du bei anderen punkten kannst und durch die du Anerkennung bekommst? Das kannst du entweder durch einen gesellschaftlich sehr angesehenen Beruf erreichen oder aber durch einen sehr sozialen Job.
  • Sich festlegen
    Willst du dich durch eine Ausbildung beruflich festlegen oder möchtest du dir durch ein allgemeines Studium die Option freihalten, einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen?
  • Sicherheit
    Je nachdem in welcher Branche du nach deiner Ausbildung oder deinem Studium arbeitest, ist deine berufliche Zukunft sicher oder eben nicht. In manchen Berufen und etlichen Unternehmen gibt es keine Arbeitsplatzgarantie, in anderen wiederum wird es auch zukünftig viele Jobs geben.