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08. Juni 2017  

Ausbildung statt Studium

Studienabbrecher beginnen häufig eine Berufsausbildung

Fast ein Drittel aller Bachelorstudierenden bricht das Studium ab. Die gute Nachricht: Ein halbes Jahr nach Verlassen der Hochschule haben 43 Prozent von ihnen eine Berufsausbildung aufgenommen und 31 Prozent sind erwerbstätig.

An Universitäten brechen 32 Prozent aller Bachelorstudierenden ihr Studium ab. An Fachhochschulen sind es 27 Prozent. Knapp die Hälfte verlässt bereits in den ersten beiden Semestern die Hochschule, weitere 29 Prozent im dritten oder vierten Semester. Nach dem Verlassen der Hochschule  gestaltet die Mehrheit der Studienabbrecher aber ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg erfolgreich. Dies ist ein Ergebnis einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Danach haben 43 Prozent von ihnen ein halbes Jahr nach Verlassen der Hochschule eine Berufsausbildung aufgenommen, weitere 31 Prozent sind erwerbstätig. 

Fehlende Orientierung, aber kein Scheitern

„Der frühe Zeitpunkt eines Studienabbruchs und der schnelle Wechsel in eine Ausbildung weisen darauf hin, dass viele junge Menschen noch nicht genau wissen, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten. Das zeigt, wie wichtig eine gute Berufsorientierung bereits in der Schulzeit ist, hier hat der Bund zuletzt seine Angebote massiv ausgebaut. Gleiches gilt für die gezielte Unterstützung von Studienanfängern, die dabei hilft, Studienabbrüche zu vermeiden", sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass ein Studienabbruch kein Scheitern der beruflichen Karriere bedeutet. Wichtig ist, dass alle jungen Menschen ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend einen qualifizierten Berufsabschluss machen – Studium und Berufsausbildung sind dafür gleichwertige Wege."

Gründe für den Abbruch

Der häufigste Grund für den Abbruch des Studiums sind die unbewältigten Leistungsanforderungen (30 Prozent). Auf Platz zwei mit 17 Prozent wurde mangelnde Studienmotivation genannt. Bei 15 Prozent ist der Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit größer als der Wunsch nach einem Studienabschluss. „Finanzielle Engpässe und schwierige Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Studium spielen nur eine nachrangige Rolle", erläutert Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW, weitere Ergebnisse der Studie.

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