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27. Juni 2017  

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende

Studentenwerke fordern Hochschulsozialpakt

Das Deutsche Studentenwerk (DSW), in dem die 58 Studentenwerke in Deutschland zusammengeschlossen sind, bekräftigt vor der Bundestagswahl seine Forderung nach einem gemeinsamen Hochschulsozialpakt von Bund und Ländern.
Kleines, modernes Schlafzimmer mit Arbeitsplatz und PC.

Das Deutsche Studentenwerk hält in den nächsten vier Jahren ein Investitionsvolumen von rund 3,3 Milliarden Euro für erforderlich. Für die bundesweite Schaffung von 25.000 zusätzlichen preisgünstigen Wohnheimplätzen für Studierende werden rund zwei Milliarden benötigt, für die Sanierung bestehender Wohnheime rund 1,3, Milliarden, um dort den preisgünstigen Wohnraum zu erhalten. Über das neue Bund-Länderprogram müssten die Studentenwerke 1,45 Milliarden Euro staatlichen Zuschuss erhalten, um das Vorhaben umsetzen zu können. Die restlichen 1,85 Milliarden würden die Studentenwerke aus Darlehen- und Eigenkapital finanzieren. 

Zur Eröffnung der diesjährigen DSW-„Wohnheimtagung“ in Konstanz sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängig werden. Das ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Die Politik muss handeln, damit Studierende am Ort ihrer Studienwahl überhaupt noch bezahlbaren Wohnraum finden.“ 

Meyer auf der Heide sieht neben den Bundesländer, die sich unterschiedlich für den Studierenden-Wohnheimbau engagieren vor allem den Bund in der Pflicht: „Dass der Bund und die Länder in der Wissenschaftspolitik erfolgreich zusammenarbeiten, zeigen doch ihre gemeinsamen Hochschulpakte oder die Exzellenzstrategie. Warum sollte das beim Thema preisgünstiger Wohnraum für Studierende nicht möglich sein?“ Besonders aktiv sind Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Bremen, Thüringen, Niedersachsen. „Leuchtendes Vorbild bei der Wohnheimförderung ist der Freistaat Bayern mit 32.000 Euro faktischem Zuschuss pro Platz. Mit Zuschüssen auf diesem Niveau könnten die Studentenwerke auch bei Neubauten sozialverträgliche Mieten realisieren, die sich an der BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro orientieren“, so Meyer auf der Heide. Aber auch den Freistaat Thüringen lobte Meyer auf der Heyde dafür, dem Studierendenwerk Thüringen 15 Millionen Euro aus Hochschulpaktmitteln für die Sanierung von Studierendenwohnheimen zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Pressemittteilung Deutsches Studentenwerk
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