Home
15. September 2017  

Uniplaces Studie

Studenten leisten sich kaum Luxus

Nach Abzug aller Fixkosten bleibt vielen Studenten kaum Geld übrig. Fast die Hälfte lebt am Existenzminimum.

Für ein Studium müssen Studenten tief in die Tasche greifen. Die steigenden Mieten in vielen Städten machen bezahlbaren Wohnraum rar, die Anschaffung neuer Lehrmaterialien belastet das Budget zusätzlich und leben möchte man während der vermeintlich besten Zeit des Lebens ja auch noch. Doch wie viel Geld haben Studenten monatlich zur Verfügung und wofür geben sie es wirklich aus? Dies untersuchte Uniplaces (www.uniplaces.de), eines der führenden Onlineportale für die Vermittlung von Studentenunterkünften, in einer Studie, bei der deutschlandweit 1040 Studenten befragt wurden.   

Die Studie ergab, dass über die Hälfte aller Studenten deutlich unter dem Existenzminimum von 735 Euro pro Monat lebt. Mit weniger als 600 Euro muss mehr als jeder Zweite auskommen und 24 Prozent leben von weniger als 400 Euro pro Monat. In Bremen (66 Prozent), Schleswig-Holstein (65 Prozent) und Thüringen (63 Prozent) ist die Anzahl der Studenten, die unter dem Existenzminimum lebt, überdurchschnittlich hoch. Verhältnismäßig gut haben es Studenten im Saarland. Dort haben rund ein Drittel aller Studierenden monatlich mehr 1000 Euro zur Verfügung und liegen somit deutlich über dem Durchschnitt, der bundesweit bei 9 Prozent liegt.

Vor allem die monatlichen Fixkosten lassen das Budget für weitere Ausgaben auf ein Minimum schrumpfen und rücken die Ausgaben für Freizeitaktivitäten in den Hintergrund. Am häufigsten geben die befragten Studenten ihr Geld für Essen und Trinken aus, gefolgt von Kosten rund ums Wohnen. Studenten zahlen in Deutschland allein für die Miete durchschnittlich zwischen 300 und 500 Euro. Ein WG-Zimmer in deutschen Städten kostet im Durchschnitt 355 Euro. Der Bafög-Satz, der seit sechs Jahren nicht erhöht wurde, sieht eine Wohnkostenpauschale von gerade einmal 250 Euro vor. Dafür bekommen Studenten meist nicht mal das kleinste Wohnheimzimmer.  

Immerhin investiert rund jeder Zweite regelmäßig in neue Kleidung, wobei weibliche Studenten (50 Prozent) im Gegensatz zu ihren männlichen Mitstudenten (33 Prozent) häufiger Geld fürs Shopping ausgeben. Zu den festen Ausgaben zählen für 39 Prozent auch Fahrtkosten, Bücher jedoch nur für rund jeden Vierten (23 Prozent). Da nach Abzug aller Fixkosten kaum Geld übrig bleibt, können sich viele Studenten Partys, Kino-, Theater- und Konzertbesuche nur unregelmäßig leisten. 

Quelle: uniplaces/markengold

Schlagworte:
 
FinanzierungBafögGeld

Hochschulen stellen sich vor

Mehr zum Thema