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27. Juli 2017  

Wissenschaft weltweit

Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

In diesem Jahr sind erstmals über 355.000 Studenten an deutsche Hochschulen eingeschrieben. Damit wird die von Hochschulen und Politik für 2020 gesteckte Zielmarke von 350.000 schon jetzt übertroffen.

Die Zahl der ausländischen Studenten in Deutschland hat sich damit um 37 Prozent in den letzten zehn Jahren erhöht. Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl von 340.000 im Jahr 2016 auf derzeit 357.800. Nach den USA, Großbritannien, Australien und Frankreich zählt Deutschland zu den beliebtesten Zielländern für internationale Studenten. Mit 13 Prozent stammt die größte Gruppe aus China, gefolgt von Studenten aus Indien (6 Prozent) und Russland (5 Prozent). 

Weltweit steigt die Zahl der international mobilen Studenten und damit auch der Wettbewerb um die besten Talente. Waren 2013 rund vier Millionen Studenten außerhalb ihres Heimatlandes eingeschrieben, waren es im Jahr darauf bereits 4,3 Millionen. Im Unterschied zu vielen anderen Ländern zeichnet sich Deutschland durch eine ausgeglichene Mobilitätsbilanz aus. Das heißt, dass man sowohl als Gast- als auch als Herkunftsland für den internationalen Austausch von Studenten und Wissenschaftlern von großer Bedeutung ist. 

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betont: "Das deutsche Wissenschafts- und Hochschulsystem ist global aufgestellt, global vernetzt und im besten Sinne weltoffen. Die Attraktivität des Studien- und Forschungsstandortes Deutschland zieht nicht nur zahlreiche ausländische Studierende und Forschende an, für viele deutsche Studierende und Forschende ist es mittlerweile  selbstverständlich geworden, im Ausland zu studieren und zu forschen. Das ist ein großartiger Erfolg unserer Internationalisierungsbestrebungen und spricht für die Qualität und Attraktivität unseres Wissenschaftssystems und unserer Mobilitätsangebote". 

140.000 deutsche Studenten waren im Jahr 2015 an Hochschulen im Ausland eingeschrieben. Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz zählen zu den beliebtesten Ländern, wenn es darum geht, im Ausland einen Abschluss zu erwerben. Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien zählen zu den beliebtesten Zielländern für temporäre studienbezogene Auslandsaufenthalte. Mehr als ein Drittel aller Studenten verbringen derzeit einen Teil ihres Studiums im Ausland. Die Bundesregierung und der DAAD verfolgen das Ziel, den Anteil bis 2020 auf 50 Prozent zu erhöhen. 

"Unsere Welt rückt immer mehr zusammen. Deshalb brauchen wir qualifizierte Nachwuchskräfte, die in internationalen Dimensionen denken können und weltweit vernetzt sind. Die Vorteile eines Auslandsstudiums liegen klar auf der Hand: Gute Jobperspektiven, verbesserte Fremdsprachenkenntnisse, Fachwissen in internationalen Zusammenhängen, interkulturelle Kompetenz, Gewinn an Selbständigkeit, Freundschaften auf der ganzen Welt, neue Sichtweisen auf das Gast- und Heimatland und nicht zuletzt auf sich selbst", erläutert Margret Wintermantel, Präsidentin des DAAD.

Auch die Zahl der ausländischen Wissenschaftler hat sich in den letzten Jahren erhöht. In den letzten zehn Jahren sogar um 74 Prozent. 2015 waren circa 43.000 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen angestellt, unter ihnen rund 3.100 Professorinnen und Professoren.


Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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