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17. November 2016  

Hochschulpolitik

Investitionslücke von 26 Milliarden Euro an deutschen Hochschulen

Nach Schätzungen der Hochschulleitungen sind 26 Milliarden Euro nötig, um den Nachholbedarf in der Infrastruktur an ihren Einrichtungen zu decken.
Sitzreihen in der Universität

©unsplash.com

Indirekte Projektkosten durch Verwaltung und Infrastrukturnutzung können nur selten durch  Einnahmen gedeckt werden. Private Kooperationspartner leisten dabei deutlich höhere Beiträge als öffentliche Drittmittelgeber. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Hochschul-Barometers des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung.
Um dem hohen Investitionsbedarf an Hochschulen nachzukommen, müssten 9.000 Euro pro Student aufgebracht werden. Geld, das in die Sanierung und den Neubau von Gebäuden, den Kauf neuer Lehr- und Forschungsausstattung oder Maßnahmen für eine angemessene IT-Infrastruktur fließen müsste. Der Investitionsbedarf ist an staatlichen Hochschulen fünfmal so hoch wie an privaten Einrichtungen. Besonders Berlin und Hessen haben einen hohen Nachholbedarf.

„Hochschulen stehen vor einem Dilemma. Sie sollen kooperieren, doch sie können kaum Vereinbarungen erzielen, die einerseits kostendeckend und andererseits attraktiv für die Partner sind. Das wird zum Wettbewerbsnachteil in einem Innovationssystem, das zunehmend kollaborativ und vernetzt ist“, stellt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes, zu den Ergebnissen fest.
Für die Hochschulleitungen nehmen Kooperationen im Hochschul-Alltag einen immer höheren Stellenwert ein. Dabei wird nicht nur die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft als wichtig angesehen. Auch die Zivilgesellschaft rückt hier stärker in den Fokus. Wissenstransfer entwickelt sich in den Hochschulen neben Lehre und Forschung zur wichtigsten Aufgabe.

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