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13. Juli 2017  

Wintersemester 2017/2018

Hamburg hat die höchsten NC-Quoten

In diesen Tagen endet für viele zulassungsbeschränkte Studiengänge die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester. Der aktuelle Numerus-Clausus-Check des CHE Centrum für Hochschulentwicklung zeigt große Unterschiede bei den Fächern und den Bundesländern.

Für viele Abiturienten steht nach den bestandenen Prüfungen nur noch der NC zwischen ihnen und ihrem Wunschstudienplatz. Zwar können im Durchschnitt mehr als die Hälfte aller Studiengänge zulassungsfrei studiert werden, doch viele große Hochschulen und beliebte Fächer kommen ohne Zulassungsbeschränkung nicht aus. Zu den Bundesländern mit den höchsten NC-Quoten zählen die drei Stadtstaaten und das Saarland. In Hamburg gibt es mit 75,5 Prozent den größten Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge im kommenden Wintersemester. Mit jeweils 62 Prozent folgen das Saarland, Berlin und Bremen.  

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es die niedrigste NC-Quote. Lediglich 20,1 Prozent der Angebote sind zulassungsbeschränkt. Studieninteressierte können sich also zum Wintersemester in vier von fünf Studiengängen ohne eine Auswahl unter den Bewerbern einschreiben. Vor vier Jahren war dort auch noch jeder dritte Studiengang zulassungsbeschränkt. Im bundesweiten Durchschnitt wird in 42,4 Prozent aller Studiengänge eine Vorauswahl der Bewerber, beispielsweise durch die Abiturnote, getroffen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 0,9 Prozent.

Es gibt auch Unterschiede innerhalb der Bundesländer, wie das Beispiel Nordrhein-Westfahlen zeigt. Dort sind in Köln rund zwei Drittel der Studiengänge zulassungsbeschränkt, während es in Dortmund gerade einmal ein Viertel sind. Doch es gibt nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch zwischen den Fächern. Die Fächergruppe mit den höchsten NC-Quoten bleibt die Gruppe der Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften mit gut 53 Prozent. In den Sprach- und Kulturwissenschaften können sich dagegen Studierende in rund 70 Prozent aller Studiengänge ohne zahlenmäßige Beschränkung einschreiben. Studiengänge an Universitäten sind weiterhin zu einem geringeren Anteil (41,2 Prozent) mit einem NC belegt als die an Fachhochschulen (46 Prozent).  Im Bachelorbereich ist der Anteil der Zulassungsbeschränkungen mit 46 Prozent immer noch höher als im Master mit 39,9 Prozent.

Studienautor Cort-Denis Hachmeister rät Bewerbern zu einem Blick über den Tellerrand: „Wer in seinem Wunsch-Studiengang an seiner Wunsch-Hochschule an Zulassungsbeschränkungen zu scheitern droht, sollte auch andere Städte, andere Bundesländer, einen anderen Hochschultyp oder fachlich verwandte Studiengänge in Betracht ziehen. Außer den wenigen bundesweit zulassungsbeschränkten Studienfächern wie Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie sowie im Fach Psychologie gibt es eigentlich immer auch Studiengänge ohne NC – man muss sie nur suchen und finden.“

Quelle: Pressemittteilung CHE Centrum für Hochschulentwicklung
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