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01. September 2017  

BAföG

Erneuter Rückgang der BAföG-geförderten Studenten

Das Statistische Bundesamt meldet für das Jahr 2016 einen erneuten Rückgang der Zahl der BAföG-geförderten Studierenden. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) bekräftigt angesichts der Zahlen seine Forderung nach regelmäßigen BAföG-Erhöhungen; außerdem müsse fürs BAföG stärker geworben werden.

Laut den Anfang August veröffentlichen Zahlen des statistischen Bundesamts, haben rund 584.000 Studierende im vergangenen Jahr BAföG erhalten. Das sind 27.000 weniger als noch im Jahr zuvor. Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), kommentiert: „Die jüngste Erhöhung der BAföG-Elternfreibeträge um 7% zum Wintersemester 2016/2017 verfehlt ganz offenbar das von der Bundesregierung selbst gesteckte Ziel, 110.000 Geförderte zusätzlich zu generieren. Es bestätigt sich: Die jüngste BAföG-Erhöhung kam zu spät, und sie fiel zu niedrig aus. Der Handlungsdruck beim BAföG bleibt weiterhin hoch. Es muss nun dringend gegengesteuert werden.“ 

Aus diesem Grund fordert er, das BAföG regelmäßig auf der Grundlage der BAföG-Berichte der Bundesregierung zu erhöhen. Zuletzt war das BAföG 2016 nach sechs Jahren erhöht worden. „Eine BAföG-Erhöhung pro Legislaturperiode reicht eben nicht. Damit kann sich keine jede Bundesregierung zufrieden geben, gleich welcher politischer Couleur.“ Er kritisiert, dass viele Studierende dies durch eine erhöhte Erwerbstätigkeit kompensieren mussten und sich dadurch die Zeit des Studiums verlängert hat, wie die Ergebnisse des 21. Sozialerhebung zeigen. 

„Für die Vorzüge des BAföG muss auch stärker geworben werden, so dass Studierende auch kleinere und mittlere Förderbeträge nutzen. Wir können nur immer wieder betonen, dass der Darlehensanteil beim BAföG gering und im Höchstfall auf 10.000 Euro begrenzt ist. Dieser Fall tritt erst bei einem fünfjährigen Studium mit einer Förderung ab 20.000 Euro ein; zudem beginnt die Rückzahlung erst fünf Jahre nach Förderende in sehr kleinen Raten von 105 Euro monatlich.

Wir können gerade Studierenden aus Familien, die mit der Studienfinanzierung zu kämpfen haben, nur dringend raten, einen BAföG-Antrag zu stellen. Wir wünschen uns aber hier auch deutlich mehr Unterstützung der Bundesregierung“, so Achim Meyer auf der Heyde.

Quelle: Pressemitteilung DSW
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