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07. November 2017  

„Kopf braucht Dach“

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende

Die Studentenwerke starten ihre Kampagne und fordern mehr staatliche Unterstützung für den Neubau und die Sanierung der Wohnheime.

Zu Beginn des Wintersemesters weisen die 58 im Deutschen Studentenwerk organisierten Studenten- und Studierendenwerke mit einer Kampagne darauf hin, dass der bezahlbare Wohnraum in vielen Hochschulstädten für die rund 2,8 Millionen Studierenden immer knapper wird. Dabei werben sie mit dem Slogan „Kopf braucht Dach“ bei der Politik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene um mehr Unterstützung beim Neubau und bei der Sanierung ihrer Wohnheime. Die Studentenwerke fordern schon seit längerem einen gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt für den Neubau und die Sanierung der Studentenwerke. „Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Bezahlbarer Wohnraum, das ist nicht nur Privatsache. Das ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit“, betont DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.  

Außerhalb des Elternhauses sind die Studentenwerks-Wohnheime mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 241 Euro im Monat die preisgünstigste Wohnform für Studierende. In den rund 1.700 Wohnheimen leben derzeit rund 192.000 Studierende. „Sozialverträgliche, bezahlbare Mieten, die sich am BAföG orientieren, können die Studentenwerke bei Neubau und Sanierung nur realisieren, wenn sie von der Politik mit Zuschüssen unterstützt werden“, erläutert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Er sagt: „Während die Zahl der staatlich geförderten Studienplätze seit dem Jahr 2008 um 42 Prozent gestiegen ist, wurden bei den Studentenwerken seitdem gerade einmal 5 Prozent mehr Wohnheimplätze mit staatlicher Förderung geschaffen. Diese Schere darf nicht noch weiter auseinanderklaffen.“ 

Auch in diesem Wintersemester rechnet das Deutsche Studentenwerk wieder mit einer sehr angespannten Lage für die Studierenden auf den Wohnungsmärkten vieler Hochschulstädte. Diese Befürchtung wurde zuletzt von mehreren Studien und Forschungsinstituten bestätigt.

Quelle: Pressemittteilung DSW
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