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14. September 2017  

In die Mensa!

800 Millionen Euro für die Mensen der Studentenwerke

Die Studentenwerke sind die Hochschulgastronomen Deutschlands. Sie betreiben mehr als 950 Einrichtungen, darunter mehr als 400 Mensen, sowie Cafés, Cafeterien, Bistros und Restaurants.

Dreiviertel der Studenten und sieben von zehn Studentinnen essen mindestens einmal in der Woche in der Mensa ihres Studenten- oder Studierendenwerks. Männer nutzen die Mensa häufiger als Frauen, jüngere Studierende häufiger als ältere. Für gut die Hälfte der Studierenden ist das Mittagessen die Tages-Hauptmahlzeit.

Im Durchschnitt essen Studierende dreimal die Woche in der Mensa. Die intensivste Mensanutzung haben Studierende der Ingenieurwissenschaften (76 Prozent) sowie der Medizin (74 Prozent). Die Zufriedenheit der Studierenden mit der Mensa ist hoch. 63 Prozent sind mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden.

Diese Daten aus seiner neuen, 21. Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland. „Studium und Mensa, das gehört zusammen“, kommentiert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde die jüngsten Daten aus der 21. Sozialerhebung. „Aber viele Mensen der Studentenwerke arbeiten an ihrer Belastungsgrenze, oder sind darüber hinaus. Wir benötigen dringend zusätzliche staatliche Unterstützung für den Erhalt und den Ausbau der Mensakapazitäten.“ 

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) bekräftigt seine Forderung nach einem gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt. Für den Ausbau und die Sanierung der Mensa-Kapazitäten der Studentenwerke seien 800 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren notwendig. „Wir haben so viele Studierende wie noch nie zuvor. Die Mensa-Kapazitäten sind aber nicht im gleichen Umfang mitgewachsen. Sowohl die zeitlichen und organisatorischen Anforderungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen als auch die rechtlichen, technischen und organisatorischen Vorgaben für die Essensproduktion machen Investitionen in die Substanz und den Ausbau der Mensakapazitäten zwingend erforderlich. Schon jetzt arbeiten sehr viele Mensen an ihrer Belastungsgrenze – oder darüber hinaus“, so Achim Meyer auf der Heyde. Die zahlreichen Pakte und Programme, die Bund und Länder für die Hochschulen und die Wissenschaft in Deutschland auflegen, müssen laut Meyer auf der Heyde zwingend um einen Hochschulsozialpakt für die Studentenwerke ergänzt werden.


Quelle: Pressemitteilung Deutsches Studentenwerk
Schlagworte:
 
MensaStudentenwerkHochschulsozialpakt

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