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16. Juni 2008  

Vodafone-Stiftung

Stipendien-Programm für Migranten

Die Vodafone-Stiftung fördert Studierende mit ausländischen Wurzeln. In Kooperation mit deutschen Privathochschulen vergibt sie Vollstipendien. Diese umfassen nicht nur die Erstattung von Studiengebühren und Lebenshaltungskosten, sondern auch ein studienbegleitendes Mentoring-Programm.

Das neue Stipendienprogramm ermöglicht jungen Menschen mit Migrationshintergrund* ein Studium an einer der fünf Partnerhochschulen der Stiftung. Mit an Bord sind:

● Die Bucerius Law School
● Die Jacobs University Bremen
● Die Otto Beisheim School of Managemnt (WHU) 
● Die European Business School
● Die Zeppelin University

Über die Erstattung der Studiengebühren hinaus erhalten die Stipendiaten bis zu 585 Euro, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Vodafone-Stiftung unterstützt ferner bei Praktika, Auslandsaufenthalten, Vernetzung in akademische und gesellschaftliche Gruppen und durch regelmäßige Stipendiatentreffen. Studierende der Kunstakademie bekommen Ateliers und Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. Während der gesamten Studienzeit stehen den Stipendiaten Mentoren beratend zur Seite. 

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"Vorbilder schaffen"

Um ins Stipendiatenprogramm aufgenommen zu werden, müssen Bewerber hervorragende schulische Leistungen, überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit sowie soziales Engagement mitbringen. Darüber hinaus müssen sie erfolgreich das Aufnahmeverfahren der Partnerhochschule durchlaufen. Die Auswahl erfolgt durch ein Gremium, in dem neben unabhängigen Fachleuten auch Vertreter der aufnehmenden Hochschulen sitzen. Die Bewerbungsunterlagen stehen im Internet.

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"Junge Menschen mit Migrationshintergrund müssen Zugang zu einer ihrer Begabung entsprechenden Ausbildung erhalten", sagt der Soziologe Lord Ralf Dahrendorf, prominenter Unterstützer des Stipendienprogramms: "Integration durch Begabtenförderung zu stärken, ist in Deutschland ein wichtiger Schritt, weil auf diese Weise Vorbilder für alle neuen Bürger geschaffen werden." Derzeit studieren nur acht Prozent junger Menschen mit ausländischen Wurzeln an deutschen Hochschulen. Etwa 20 Prozent aller jugendlicher Migranten verlassen die Schule ohne Abschluss.

* Laut Statistischem Bundesamt sind Menschen mit Migrationshintergrund:
- zugewanderte Ausländer
- in Deutschland geborene Ausländer
- eingebürgerte Ausländer
- Spätaussiedler
- sowie Kinder mit zumindest einem Elternteil, das eines der genannten Merkmale erfüllt,jeweils soweit diese ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Diese Personen müssen keine eigene Migrationserfahrung haben und leben zum überwiegenden Teil seit ihrer Geburt in Deutschland.

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