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15. Februar 2012  

Erste Ergebnisse der Initiative Stipendienspenden

Spenden für ein Studium

Im August 2011 rief eine Gruppe von Stipendiaten dazu auf, einen Teil ihres Büchergelds an bedürftige Schüler und Studenten zu spenden, um diesen ein Studium zu ermöglichen. Bis Ende Dezember konnten so über 7.000 Euro gesammelt werden.

Nicht alle Empfänger von Stipendien sind wirklich auf eine finanzielle Förderung angewiesen. Zugleich gibt es viele Schüler und Studenten aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die zur Finanzierung ihrer Bildung und ihres Lebensunterhalts auf Unterstützung angewiesen sind und mit etwas Geld ihre Bildungschancen drastisch verbessern könnten. Die Initiative Stipendienspenden fordert Stipendiaten aller 12 Begabtenförderungswerke in Deutschland daher dazu auf, einen Teil ihres Stipendiengelds an Bildungsprojekte zu spenden, die benachteiligte Schüler und Studenten unterstützen.

Hintergrund des Aufrufs war eine Gesetzesänderung im deutschen Bildungssystem: Seit April 2011 erhalten alle Stipendiaten unabhängig von ihrem Einkommen deutlich mehr Büchergeld als zuvor – statt den bisherigen 80 Euro werden nun 150 Euro im Monat an sie ausgeschüttet.

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Der Aufruf der Initiative Stipendienspenden hat Wirkung gezeigt: Bis Ende Dezember sind insgesamt 7.220 Euro Spendengelder eingegangen. Rund 40 Prozent des Geldes kommen dabei dem Projekt "Plan MSA" zugute, das Schülern kostenlose Nachhilfe zur Vorbereitung auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss ermöglicht. Ebenfalls über rund 40 Prozent der Spenden kann sich die "Initiative Arbeiterkind“ freuen, die Schülern aus nicht-akademischen Familien bei der Aufnahme eines Studiums beisteht. 20 Prozent der Einnahmen gehen an das Projekt "Rock Your Life", das Hauptschülern Studierende als Mentoren zur Seite stellt, die sie beim Übergang in das Berufsleben beraten.

Die Gründer der Initiative Stipendienspenden sind zufrieden mit dem bisherigen Erfolg: "Wir freuen uns, dass durch die Spenden ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit geleistet wird", so Sprecherin Ines Burckhardt.

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