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20. Juli 2011  

Zusammenhang zwischen Studiengebühren und Studienwahl

Ohne Moos nix los

Studiengebühren haben keinen bedeutenden Einfluss auf die Studienwahl von Abiturienten, fanden Forscher der Hochschul Informations System GmbH heraus.

Abiturienten lassen sich bei ihrer Studienwahl und bei der Entscheidung für eine Hochschule nicht von Studiengebühren beeinflussen. Zwar spielen die zu erwartenden Studienkosten insgesamt eine große Rolle bei der Studienwahl. Ihr Einfluss ist aber in Bundesländern, die Studiengebühren erheben, genauso groß wie in Ländern, die keine Studiengebühren erheben. "Dies legt die Vermutung nahe, dass Studiengebühren bei den ungefähren Kalkulationen für ein Studium demzufolge zumindest vor dem Schulabgang noch keine bedeutende Rolle spielen", folgern die Autoren der Studie "Studienentscheidung im Kontext der Studienfinanzierung", die die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) gerade veröffentlicht hat. 

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Die hohen Kosten, die für ein Studium insgesamt aufzubringen sind, halten dennoch viele Studienberechtigte vom Studieren ab. Insbesondere Frauen, Studienberechtigte mit hochschulferner Herkunft und Schulabgänger mit schlechten Abschluss entscheiden sich oft gegen ein Studium – hauptsächlich wegen der Kosten. Dabei macht es jedoch keinen Unterschied, ob jemand in einem Bundesland mit Studiengebühren oder in einem ohne Studiengebühren studieren wollte – schließlich muss man auch in gebührenfreien Ländern für seinen Lebensunterhalt aufkommen.

Drei Prozent aller Studienberechtigten 2008 entscheiden sich dagegen gezielt für eine Hochschule mit Gebühren, da sie sich von ihr eine bessere akademische Ausbildung versprechen. Außerdem glauben die meisten Studienanfänger, dass Gebühren die Studienbedingungen verbessern

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StudiengebührenStudienfinanzierung

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