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10. März 2011  

Sportstipendien für US-amerikanische Hochschulen

Akademische Athleten

Deutsche Leistungssportler erhalten durch Sportstipendien in den USA die Chance, ihren Sport und ein Studium miteinander in Einklang zu bringen – das optimale Umfeld des amerikanischen Hochschulsports macht's möglich.

Nach dem Schulabschluss stellt sich für viele talentierte Sportler die Frage nach einer sportlichen oder einer akademischen Laufbahn – denn beides lässt sich oft schwerlich unter einen Hut kriegen. In den USA sieht die Sache ein wenig anders aus, denn an dortigen Universitäten werden Leistungssportlern durch spezielle Sportstipendien optimale Rahmenbedingungen geboten, um "ihren" Sport parallel mit einem Studium zu vereinbaren. Denn durch ein solches Stipendium entfallen in der Regel neben Studiengebühren auch die Kosten für die Miete, Verpflegung, Bücher und Versicherungen. Wichtig: Es geht dabei nicht zwangsläufig um ein Sportstudium, sondern nur um die Finanzierung eines beliebigen Studiums über den Sport. Man kann also jedes Studienfach studieren, das von der Universität angeboten wird.

Der College-Sport hat in den USA eine große Tradition: Die Sportteams dienen den Unis als Aushängeschilder und Werbemittel. Dementsprechend groß ist die Unterstützung, die die Athleten erfahren. Der Stundenplan wird beispielsweise oft so gestaltet, dass es keine Überschneidungen zwischen dem Unterricht und dem Training gibt. Auch wenn man durch einen Wettkampf oder ein wichtiges Spiel mal eine Klausur verpasst, ist das in der Regel kein Problem – meist können diese problemlos nachgeholt werden. Die Sportstätten, die Ausstattung der Mannschaften sowie die medizinische Betreuung sind meist hochklassig. Allerdings gibt es hinsichtlich der sportlichen Qualität, der akademische Reputation oder der finanziellen Ausstattung zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Hochschulen. Umso wichtiger ist es für jeden sportlichen Bewerber, sich bestens über das vorhandene Angebot zu informieren.

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Scholarbook

Bei dieser Aufgabe helfen diverse Anbieter, wie etwa das Unternehmen Scholarbook, das nicht nur über die US-Sportstipendien informiert, sondern zugleich einen Vermittlungsservice anbietet. Scholarbook fungiert dabei als Bindeglied zwischen deutschen Athleten und dem College-Sport in den USA. Das Scholarbook-Team begleitet und unterstützt Sportler vom ersten Kontakt mit Trainern und Universitäten bis hin zur Annahme eines Sportstipendiums und erledigt dabei alle nötigen Behördengänge und Telefonate. Die Palette möglicher Sportarten ist dabei von Tennis und Fußball über Leichtathletik und Schwimmen bis hin zu Eishockey oder Golf breit gefasst. Wer sich nicht sicher ist, ob die eigenen Leistungen für eine Förderung reichen, kann zunächst eine persönliche Chanceneinschätzung anfordern.

Sport-Scholarships.com

Auch die Münsteraner Experten von Sport-Scholarships.com unterstützen deutsche Athleten tatkräftig dabei, Sport-Stipendien an amerikanischen Universitäten zu erhalten – und das schon seit über einem Jahrzehnt. Jeder Athlet wird individuell beraten, um auch wirklich an dem College zu landen, das zu seinen Bedürfnissen passt. Die Berater von Sport-Scholarships.com sprechen dabei aus eigener Erfahrung: Alle Mitarbeiter haben selbst mit Stipendien in den USA studiert. Die Erfolgsquote der Agentur ist beeindruckend: Über 85 Prozent aller Bewerber werden vermittelt. Das liegt auch daran, dass alle Bewerber sorgfältig geprüft und nur jene mit guten Erfolgsaussichten übernommen werden – so investiert kein Bewerber unnötig viel Zeit und Geld.

IDEA

Zudem vermitteln auch amerikanische Stipendienorganisationen deutschen Bewerbern Sportstipendien für amerikanische Hochschulen – zum Beispiel International Doorway To Education & Athletics (IDEA). Die Organisation verhandelt mit ausgewählten Partnerhochschulen über Gebührennachlässe und hilft ihren Bewerbern zudem bei den Aufnahmeformalitäten. Bei allen angebotenen Stipendien handelt es sich um höhere Teil-Stipendien – das heißt, es wird ein großer Teil der Kosten für die Studiengebühren, Unterkunft & Verpflegung erlassen, ein Eigenanteil bleibt jedoch immer bestehen. Die meisten Hochschulen verlangen dabei keinen bestimmten Notenschnitt, so dass das Programm allen (Fach-)Abiturienten offen steht.

Um Bewerber mit Hochschulen zusammenzubringen, veranstaltet IDEA ein eigenes, zwölftägiges Sportcamp im US-Bundesstaat Florida. Alle Athleten demonstrieren hier vor den Augen amerikanischer Sportcoaches ihre Leistungsfähigkeit. Pro Jahr nehmen ca. 70 bis 90 US-Universitäten am Programm teil. Mögliche Sportarten sind Basketball, Tennis und Fußball. Das Sportcamp ist vor allem für die Coaches gedacht, die sich gern persönlich von der Leistungsstärke potentieller Stipendiaten überzeugen und beurteilen möchten, ob die Spieler auch charakterlich in die Teams der jeweiligen Hochschule passen. Andererseits bietet sich auch den Sportlern die Chance, durch Leistung zu überzeugen und persönlich mit den Coaches zu verhandeln. Ganz billig ist die Teilnahme am Sport Camp mit einer Gebühr von 2.950 Euro nicht. Doch in diesem Betrag ist eine Art "Versicherung" enthalten: Wer wider Erwarten kein Stipendium angeboten bekommt, erhält seine Kosten zurückerstattet oder darf im nächsten Jahr erneut ohne weitere Kosten am Camp teilnehmen. Die Bewerbungsfrist für das IDEA Sport Camp endet am 15. Juni eines jeden Jahres.

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