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31. Juli 2014  

Duales Studium bei Bertelsmann

Früh Verantwortung übernehmen

Theorie und Praxis eng verzahnen? Typisch duales Studium. Doch was Florentin und Moritz bisher bei Bertelsmann erlebt haben, übertraf ihre kühnsten Erwartungen.
Duales Studium

Von ihren Kollegen werden Florentin und Moritz auch „Floritz“ gerufen. Ein Zeichen dafür, wie oft die Projektmanager gemeinsam auftreten. © blicksta

Nur hier sind sie selten ein Team: Mit Feuereifer kämpfen Moritz (22) und Florentin (24) am Kicker-Tisch um den Sieg. Was ihnen dieser Ort bedeutet? "Viel", sagt Moritz. "Wir können hier an langen Tagen mal kurz abschalten und haben jede Menge Spaß dabei." In den vergangenen zwei Jahren ist es oft spät geworden. Doch die beiden bereuen ihre Entscheidung für das duale Studium keinen Tag, denn sie konnten blicksta mitentwickeln – und darauf sind sie stolz. Seit Anfang April ist die neue Schülerplattform online. "Wir helfen Schülern aller Schulformen, sich auf eine sehr einfache und individuelle Art beruflich zu orientieren", erklärt Moritz. "Mit einem Angebot, das es auf dem deutschen Markt so noch nicht gibt."

Vom Kicker im Flur bis zu ihrem Schreibtisch sind es nur rund 20 Meter. Ihr Arbeitsplatz steht in einem modernen Großraumbüro mit unverkleideter Waschbetondecke. Florentin lässt sich in seinen blauen Sitzsack plumpsen. "Es ist verrückt. Zu Beginn wollten wir einen neuen Schülerplaner machen. Alles war schon fertig – bis auf den Druck. Doch dann hatten wir gemeinsam mit unseren Chefs die Idee, etwas viel Größeres im Bereich Berufsorientierung aufzubauen."

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Bei ihrem Arbeitgeber, der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Medienfabrik in Gütersloh, arbeiten die beiden für das Geschäftsfeld embrace, das sich Talent-Relationship-Management auf die Fahnen geschrieben hat: Rund 100 Experten arbeiten daran, dass Unternehmen die passenden Bewerber finden – und andersherum. Für Studenten hatte embrace bereits das Karrierenetzwerk careerloft entwickelt. Nun richtete sich der Fokus auf Schüler und ihre Schwierigkeiten, sich im Dschungel der unendlichen beruflichen Möglichkeiten zurechtzufinden.

"Viel unterwegs"

Moritz und Florentin wissen, wo den Jugendlichen der Schuh drückt. Vor wenigen Jahren standen sie selbst vor der Frage, was sie nach der Schule machen sollten. "Wir haben mit der ganzen Klasse einen Berufswahltest gemacht", erinnert sich Moritz. Am Ende stand bei ihm der Vorschlag Landschaftsgärtner. "Sicher ein guter Beruf, aber echt nichts für mich", meint der gebürtige Frankfurter. Eine Freundin erzählte ihm vom dualen Studium. "Ich habe dann bei Wikipedia nach den 100 größten Unternehmen gesucht und bin so auf Bertelsmann gestoßen."

Florentin, der in Bielefeld aufgewachsen ist, räkelt sich. "Mein Einstieg in die Berufswelt war ziemlich holprig. Ich habe mir viele Gedanken gemacht und verschiedene Sachen ausprobiert. Musikstudium, Polizeidienst, Bundeswehr. Irgendwann hat mir jemand vom dualen Studium erzählt und ich habe gedacht, das klingt ganz cool." Dass die beiden schließlich bei Bertelsmann gelandet sind, verdanken sie ihrer Bewerbung und dem überzeugenden Auftritt im persönlichen Auswahlverfahren. Beim größten Medienkonzern Europas bewerben sich allein in der Gütersloher Zentrale pro Jahrgang ca. 500 junge Menschen auf 40 duale Studienplätze in zwei Studiengängen.

Praxis im Dualen Studium: Von der Finanzplanung bis zum Vertrieb

In den ersten beiden Jahren wechseln die Studenten alle drei Monate die Abteilung und lernen so im Rahmen der Ausbildung zum Industriekaufmann, die parallel stattfindet, unterschiedliche Themen kennen. In den letzten 18 Monaten bleiben sie in einem Bereich und können dort erste Verantwortung übernehmen. Über die gesamte Zeit finden die Vorlesungen an zwei Tagen in der Woche statt, anfangs montags und samstags, später montags und freitags. Die Medienfabrik gehörte zu den Drei-Monats-Stationen von Florentin und Moritz. Vom blicksta-Projekt fasziniert, entschieden sich beide, auch ihren 18-Monats-Block in der Kommunikationsagentur zu absolvieren. Ihr Studium schließen sie mit dem Bachelor of Arts in International Management ab.

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"Erstmal essen gehen", sagt Moritz. Die Firmenkantine ist im Nachbargebäude. Regelmäßig sieht man sie nicht dort. "Wir sind viel unterwegs", sagt Florentin. Allein, zu zweit oder mit ihrem Chef erläutern sie Unternehmen und Hochschulen, dass sie über blicksta Schüler ansprechen können, die sich mit ihnen vernetzen und bei ihnen bewerben können. Das kommt gut an. 15 namhafte deutsche Unternehmen und zwei Hochschulen zählen zu den Gründungspartnern, zudem der Zentralverband des Deutschen Handwerks. Mittelfristig sollen noch viel mehr Unternehmen und Hochschulen dazukommen.

Neben dem Vertrieb stehen das Marketing, Social-Media-Strategien, Finanzplanung, Personalsteuerung und vieles mehr auf der To-do-Liste. "Diese Verantwortung ist ein ungeheurer Anreiz", meint Moritz. Sie erfordert eine enge Abstimmung zwischen den Projektmanagern, die sich im Studium kennengelernt haben und heute eng befreundet sind. Zwei unterschiedliche Typen: "Wir sind wie Motor und Getriebe", sagt Florentin. "Moritz ist der Antreiber, der alle mitzieht, während ich dafür sorge, dass die einzelnen Bereiche möglichst gut zusammenarbeiten und wir die Kraft des Motors auch nutzen können." Auf dem Weg zurück ins Büro machen sie noch einen kleinen Schwenk – in Richtung Kicker.


Was ist blicksta?

blicksta (www.blicksta.de) ist eine neue Online-Plattform, die Schüler ab 15 Jahren und von allen Schulformen individuell auf dem Weg in ihre berufliche Zukunft begleitet. An der Entwicklung von blicksta haben Schüler mitgearbeitet. Blicksta bietet dir:

  • Einblicke in spannende Unternehmen und Hochschulen (durch Partnerseiten, Erfahrungsberichte, direkten Kontakt zu Events und die Vernetzung)
  • Durchblick im Dschungel der Möglichkeiten (durch professionelle Orientierungstests, passende Angebote auf Basis der Testergebnisse, einen umfassenden Ratgeber und Goodies, die dir den Schritt in die Ausbildung oder das Studium vereinfachen)
  • Ausblick auf passende Ausbildungs- und Studienplätze (durch Stellenangebote und Bewerbungshilfen)
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