Religionswissenschaften Uni

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Das erwartet dich im Studium

  • Es geht um die Frage: Woran glauben die Menschen und warum?
  • Und wie beeinflusst der Glaube unser Zusammenleben, z. B. die Einstellung zu Demokratie und Gesetz?
  • Nicht nur die Bibel wird wissenschaftlich analysiert, sondern auch die Glaubenssysteme.
  • Man sollte ein Talent für Sprachen haben.
  • Auch Geschichte, Kunst, Literatur, Philosophie, Psychologie und Ethik stehen auf dem Stundenplan.

Das lernst du im Studium

Das Image ist etwas angerostet, zugegeben, aber kaum ein Studium hat so viele verschiedene Facetten und betrifft dabei so viele aktuelle Fragen wie das der Religionswissenschaften. Ein Studium der Religion, das bedeutet nicht gleich Evangelische oder Katholische Theologie. Es bedeutet auch Religionswissenschaft, Religionspädagogik, Islamwissenschaft oder Judaistik. Es geht um die Frage: Woran glauben die Menschen und warum? Und wie beeinflusst der Glaube unser Zusammenleben, z. B. die Einstellung zu Demokratie und Gesetz? Von "weltfremd" kann bei einem Religionsstudium also keine Rede sein. Besonders seit die Welt "näher zusammenrückt", ist der Dialog zwischen der westlichen und anderen Kulturen immer wichtiger geworden. Studenten der Religionswissenschaften können hier zu Experten werden. Man muss übrigens nicht besonders fromm sein, um Religion zu studieren. Die meisten Studenten sagen aber, dass es hilft, gläubig zu sein und dass der Glaube in der Religionswissenschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Nicht nur die Bibel wird wissenschaftlich analysiert und auseinander genommen, sondern auch die Glaubenssysteme. Einige Studenten treten nach dem Studium auch aus der Kirche aus, weil sie sie als Organisation nicht mehr vertretbar finden.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Egal, für welche Studienrichtung man sich entscheidet, man sollte Spaß an Sprachen haben und auf jeden Fall ein Talent dafür mitbringen. Schließlich müssen sich die Studenten mit alten und neuen Glaubensdokumenten aus aller Welt auseinandersetzen. Wer sich in der Schule mit Latein schwer getan hat, muss unter Umständen noch eine Schippe drauflegen, denn im Studium erwarten einen auch Altgriechisch, Hebräisch und eventuell weitere Sprachen wie Arabisch. Neben Sprachen und Geschichte stehen aber auch Kunst, Literatur, Philosophie, Psychologie und Ethik auf dem Stundenplan – eben alles, was in Beziehung zu Religion, zu Glaube und deren Geschichte steht. 

Spätere Berufe und Branchen

Das Studium schränkt die Absolventen übrigens nicht auf eine Karriere bei der Kirche ein – Religionswissenschaftler und Theologen arbeiten auch in der freien Wirtschaft, in den Medien und der Politik. Sie sind vielseitig einsetzbar, weil sie es dank ihres Studiums gewohnt sind, über den Tellerrand hinaus zu schauen und Sachverhalte in ihren Beziehungen zu sehen. Natürlich kann man nach dem Studium Pfarrer oder Priester werden. Die Aussichten auf einen festen Job sind hier sehr gut, weil die Kirchen ein Nachwuchsproblem haben, das sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Viele Absolventen entscheiden sich nach dem Studium aber für eine akademische oder eine Lehrerlaufbahn, denn auch Religionspädagogen sind Mangelware. Andere schlagen, oft auch aufgrund von Erfahrungen aus Praktika, die sie während des Studiums gemacht haben, einen anderen Weg ein: Bei Fachverlagen und Zeitschriften finden Absolventen der Religionswissenschaft ebenso Jobs wie bei Personalabteilungen oder international arbeitenden Unternehmen, wie z. B. Stiftungen und Hilfsorganisationen.

Einstieg Reality-Check

Gutes Ausdrucksvermögen

Fit in Mathe

Lust auf Theorie

Fit in Philosophie

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