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Nachhaltig leben und wohnen - Tipps für Azubis und Studenten

10. April 2019

Egal um welchen Bereich im Leben es geht, Nachhaltigkeit ist für viele Menschen ein wichtiges Thema. Das Prinzip lautet: langfristig und verantwortungsbewusst mit unseren Ressourcen umgehen. Wir geben Tipps, wie du zum Schutz von Mensch und Umwelt dein Leben nachhaltiger gestalten kannst.

Nachhaltig leben und wohnen

Ökostrom nutzen

Ohne Strom kommt niemand aus. Trotzdem kannst du entscheiden, aus welcher Quelle der Strom kommt. Nicht jeder Stromanbieter nutzt Atomkraft oder fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl, die hohe Mengen an Kohlendioxid und CO2 erzeugen. Ökostrom, auch grüner Strom genannt, wird aus nachwachsenden, erneuerbaren Rohstoffen oder natürlichen Energiequellen wie Sonnenlicht, Erdwärme, Wind- oder Wasserkraft erzeugt. Wer ihn nutzt, verhindert Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen und Gesundheitsschäden. Ökostrom ist nicht unbedingt teurer als  der konventionelle Strom. Allerdings ist eine hundertprozentige Erzeugung aus natürlichen  Rohstoffen nur selten, außerdem gibt es keine geschützte Produktbezeichnung. Auch wenn Strom als Ökostrom bezeichnet wird, wird er oftmals durch Strom aus Kraftwerken ergänzt. Dennoch: Je höher der Anteil an grünem Strom, desto besser für uns und unsere Umwelt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann schau dich nach Angeboten um, die ein TÜV-Siegel oder das Gütesiegel "ok-power" und "Grüner Strom" bekommen haben. So kannst du guten Gewissens elektrische Energie verbrauchen und die Energiewende vorantreiben.

Second Hand einkaufen

Egal ob Kleidung, Möbel oder Technik – Dinge aus zweiter Hand sind nicht schlechter als neu gekaufte, stattdessen sind sie oft sogar günstiger (manchmal auch umsonst) und vor allem umweltfreundlicher. Vorteil: Die gebrauchten Sachen sind schon da und müssen für dich nicht erst unter umwelt- und menschenunfreundlichen Bedingungen produziert und verschifft werden. Du kaufst also in jedem Fall ein gutes Gewissen. Manch ein erworbenes Teil kann sogar noch mit guter alter Qualität überzeugen und stellt billig produzierte, auf einen baldigen Neukauf ausgerichtete Produkte schnell in den Schatten. Weil nicht jedes Kleidungs- und Möbelstück hundertprozentig gefallen kann, ist es durchaus sinnvoll etwas Kreativität und Handwerkerlust mitzubringen. So kannst du mit Nähmaschine oder Pinsel und etwas Farbe aus einer alten Jeans, einem sehr mitgenommen aussehenden Regal oder farblich nicht sehr schönen Fahrrad ein echtes Unikat herstellen, das dir zudem noch sehr gut gefällt. Übrigens: In (fast) jeder Großstadt findest du ein entsprechendes Angebot an Second-Hand-Läden und Flohmärkten. Also nichts wie hin und Sachen finden, die nicht jeder hat und die viel zu gut für die Mülltonne sind! Alternativen finden sich natürlich auch im Internet…

Radfahren statt Auto nutzen

Wie gut, dass es sie gibt: Autos. Sie sind bequem und bringen einen je nach Stadtverkehrslage auch recht schnell von A nach B. Aber: Ihre Klimabilanz ist schlecht und der Sprit zudem teuer. Außerdem musst du Steuern und eventuelle Reparaturen bezahlen. Viel günstiger für dich und viel besser für Mensch und Umwelt ist es, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder – noch viel sinnvoller – mit dem Fahrrad zu fahren. Es verursacht keine Abgase und nimmt nur wenig Platz in Anspruch. Wer Sorge hat, die Strampelei bei Wind und Wetter sei ungemütlich und koste viel zu viel Zeit, hat nicht unbedingt Recht. Denn mit der richtigen Regenkleidung ist auch schlechtes Wetter kein Problem. Zudem gibt es unzählige Schleichwege, die du mit dem Fahrrad nutzen kannst. Nicht selten benötigst du bei idealer Fahrstrecke sogar dieselbe Zeit, die du auch im Auto verbringen würdest. Zwei weitere Vorteile: Statt ewig nach einem Parkplatz zu suchen findest du mit dem Rad immer einen passendes Plätzchen – im Notfall hinterm Haus oder im Keller! Und du tust deinem Körper etwas Gutes, in dem du ihn radfahrend fit hältst. Anstatt Benzin verbrauchst du Kalorien und bekommst täglich mindestens eine Portion Frischluft dazu. Solltest du noch kein Rad haben, versuch doch ein gebrauchtes zu bekommen. Fahrradhändler haben in der Regel auch Second-Hand-Bikes im Angebot, alternativ kannst du auch über Fahrradversteigerungen an ein günstiges Rad kommen. Wer nicht verschwitzt zur Uni, zum Ausbildungsplatz oder zur Arbeit kommen will, kann über ein E-Bike nachdenken. Damit lassen sich auch problemlos längere Strecken zurücklegen.

Auf Plastik verzichten

Schwierig, aber möglich: Versuche auf unnötiges Plastik zu verzichten. Einkaufstüten, Coffee-2-Go-Becher und Lebensmittel-Verpackungen aus Plastik sowie Alu- und Frischhaltefolien sind nämlich alles andere als umweltfreundlich. Nachhaltig sind dagegen wiederverwendbare Stofftaschen, lose Ware in den Obst- und Gemüseregalen, Glasflaschen und Tupperdosen. Wer in Discountern einkauft, hat leider kaum eine Wahl, wenn es um den Plastikverbrauch geht. Besser ist der Einkauf auf dem Wochenmarkt. Der ist übrigens nicht zwingend teurer – es kommt einfach darauf an, ob du bereit bist, von deinem Einkaufszettel abzuweichen und auf aktuelle Angebote zurückzugreifen. Wer einen gut gefüllten Geldbeutel besitzt und monatlich mehr Geld für umweltbewusstes Einkaufen ausgeben kann, sollte unbedingt folgende Alternativen nutzen: Besuche nahegelegene Hofläden, Bauern, Bio-Supermärkte oder so genannte "Unverpackt"-Läden – hier kannst du dir deine Lebensmittel in selbst mitgebrachte Behälter. füllen lassen Mit dem Bewusstsein, etwas für die Umwelt getan zu haben, schmeckt das Essen und Trinken hinterher noch viel besser.

Regionales und saisonales Essen kaufen

Es ist purer Luxus: Erdbeeren, Ananas, Mangos, Avocados und Pak Choi gibt es das ganze Jahr über in den Supermärkten zu kaufen. Aber ist das gut für unsere Umwelt? Natürlich nicht, denn all diese Lebensmittel haben sehr lange Transportwege hinter sich. Hinzu kommt der Energieverbrauch für die Lagerung und Verarbeitung. Und auch der Anbau bzw. die Produktion einiger Nahrungsmittel belastet die Natur. Avocados zum Beispiel benötigen extrem viel Wasser, sage und schreibe 1.000 Liter werden für ein Kilo verbraucht. Und auch Pommes schneiden schlecht ab: Belasten Bio-Kartoffeln aus Deutschland die Umwelt mit nur 140 Gramm Kohlendioxid, sind es bei Pommes Frites 30 mal so viel. Dass auch Fleisch nicht gerade das klimafreundlichste Lebensmittel ist, wissen wohl mittlerweile die meisten. Wenn du also auch beim Essen einen  Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten willst, kannst du das auf folgendem Weg tun: Kaufe nur die Lebensmittel, die heimisch sind, gerade Saison haben und zudem möglichst noch von regionalen Bauern stammen. Statt Birnen aus Argentinien und Äpfel aus Chile zu kaufen, solltest du die Augen nach Früchten aus deutschem Anbau offen halten. Setze Fleisch nur in kleinen Mengen auf deinen Speiseplan und achte auch hier auf dessen Herkunft und möglichst kurze Transportwege. Und natürlich ist es ebenso wichtig, auf das Wegwerfen von Lebensmitteln zu verzichten. Kaufe nur kleine Mengen oder teile deine Einkäufe mit Freunden oder Nachbarn. 

Berufe rund um Nachhaltigkeit:

Technischer Assistent für nachwachsende Rohstoffe
Erneuerbare Energien
Biologie
Entwicklungshilfe
Geowissenschaften
Berufe rund um Umweltschutz

 

Hier findest du weitere Tipps für nachhaltiges Handeln.