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Mode studieren

29. März 2019

Mode ist zu einem echten Alltagsthema geworden: Blogger und Influencer, Fernsehsender und Onlineshops zeigen jederzeit aktuelle Trends und individuelle Styles. Wenn du auch ein Teil der Modeszene werden willst, dann studiere doch eines der vielen Fächer rund um Mode.

Mode studieren

Wer bietet Modestudiengänge an?

Die Bandbreite der Hochschulen, die Modestudiengänge anbieten, ist groß. Vor allem Fachhochschulen bieten entsprechende Fächer an. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Modedesign, Modemanagement, Kostümdesign, Textildesign, Textil- und Bekleidungstechnik aber auch Modejournalismus. Unter den Universitäten sind diese Fächer nicht so verbreitet. Wenn doch, sind es in erster Linie Kunsthochschulen, die angehende Modeexperten ausbilden. Solltest du dich auf die Suche nach einem passenden Modestudium machen, dann informiere dich ganz genau über die einzelnen Institutionen. Unterschiede gibt es bei den Studieninhalten, beim Verhältnis von Theorie und Praxis, bei der Höhe von Studienbeiträgen und auch hinsichtlich des Abschlusses – denn neben dem Bachelor-Abschluss ist vor allem an Kunsthochschulen nach wie vor das Diplom verbreitet. Zudem kannst du zwischen Vollzeit-Studiengängen und dualen Studienangeboten (Praktische Ausbildung im Unternehmen plus Studium) wählen.

Wie komme ich an einen Studienplatz?

Vor allem Modedesign ist ein sehr beliebtes Studienfach. Auf wenige Studienplätze kommen oft mehrere hundert Bewerber. Dementsprechend streng sind die Aufnahmekriterien. Fast immer müssen Interessenten eine Reihe an Prüfungen durchlaufen: Der erste Schritt ist die künstlerische Mappe, die du einreichen musst. Sollte diese gut ankommen, wirst du zum zweiten Bewerbungsschritt eingeladen. Hier steht in der Regel ein persönliches Gespräch mit Professoren an, häufig muss zudem eine kreative Aufgabe gelöst werden. Je nach Hochschule kann auch ein Vorpraktikum verpflichtend sein. Du solltest dich vorab also gut informieren, welche Eigenschaften, Dokumente und Referenzen du mitbringen solltest.
In Studiengängen mit betriebswirtschaftlichem oder technischem Schwerpunkt sind die Voraussetzungen oft andere. Viele Studiengänge an staatlichen Hochschulen sind zulassungsbeschränkt, neben einem sehr guten Notendurchschnitt können auch insbesondere gute Noten in Fächern wie Englisch oder Mathe gefordert sein. Private Hochschulen verlangen häufig ein Motivationsschreiben und laden Bewerber zusätzlich zu einem individuellen Auswahlverfahren ein. Vorteile haben oft auch die Bewerber, die mit Praxiserfahrungen durch Praktika oder Nebenjobs punkten können.

Wie läuft das Modestudium ab?

Das hängt ganz vom Fach ab. Während du im Modedesign-Studium sehr kreativ arbeitest, stehen im Fach Modemanagement vor allem betriebswirtschaftliche Inhalte auf dem Stundenplan. Studenten in technischen Studiengängen wie Textil- und Bekleidungstechnik beschäftigen sich immer auch mit naturwissenschaftlichen Inhalten, denn nur so sammeln sie ausreichend Wissen über Materialeigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten. Du solltest dir also vorab gut überlegen, ob du eher der kreative, kaufmännische oder technisch-interessierte Typ bist.
In fast jedem Studiengang wird Praxis großgeschrieben. Als angehender Modedesigner hältst du dich oft in Ateliers auf und schneiderst was das Zeug hält. Auch Praxisprojekte und Ausstellungen halten dich je nach Hochschule während des Studiums auf Trab – geben dir aber auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und deine Alltagstauglichkeit als Modedesigner auf die Probe zu stellen. Es wird sich schnell herausstellen, ob du dem Druck, immer neue Ideen zu haben und diese fristgerecht umzusetzen, gewachsen bist. Im Modemanagement-Studium wirst du dein Wissen in unterschiedlichen Praktika anwenden können und je nach Hochschule zudem konkrete Projekte für Kunden umsetzen, zum Beispiel Unternehmensstrategien entwickeln oder Kundenbefragungen durchführen. Als angehender Textil- und Bekleidungstechniker absolvierst du neben Praktika auch Kooperationen mit Industriepartnern – und entwickelst zum Beispiel textile Produkte wie Sofabezüge, Stoffe für Autositze oder Schlafsäcke.

Und danach?

Nur wenige Modedesign-Studenten werden als selbstständige Designer international erfolgreich. In der Regel ist der Berufsalltag als Selbstständiger hart, mit etwas Glück kannst du deine Designs an bekannte Modemarken verkaufen. Mehr Sicherheit bietet eine Festanstellung in einem Modeunternehmen, wo du zum Beispiel neue Kollektionen entwirfst. Alternativ ist auch der Modejournalismus eine Option. Modemanager können für ganz bestimmte Marken oder ein ganzes Unternehmen die Werbetrommel rühren. Sie entwerfen Marketingstrategien, bestimmen die Preise und kümmern sich um den perfekten Zeitpunkt des Verkaufsstarts und die passenden Abnehmer.  Aber auch im Controlling oder der Rechnungsabteilung findest du passende Aufgaben. Als Textil- und Bekleidungstechniker kannst du ebenso vielfältig arbeiten: Jobs gibt es in Entwicklungsabteilungen der Textilindustrie, in der Produktion aber auch in der Forschung. Du kannst zum Beispiel neue Produkte planen, Prozesse optimieren, die Logistik managen oder die Produktion steuern.